Schwedisch ist ja die, wie ich finde, schönste Sprache der Welt. Leider bin ich über einen Grundkurs vor mehr als 10 Jahren nicht hinaus gekommen, daher verstehe ich auch fast kein Wort von dem, das Anni-Frid Lyngstad (ABBA) hier zur Musik von David Bowies “Life on Mars” singt:
Johnny Foreigner verschenken ihre “Feels like Summer”-EP mit 3 Songs gegen Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse, da der Downloadlink per Mail verschickt wird.
Neben “Feels like Summer” sind die Stücke “Camp Kelly Calm” und “Wow, Just Wow” dabei.
Manchmal hört man auch nur, was man hören will. Aus:
Wir wollen allen Leuten, denen unsere Themen wirklich sehr, sehr wichtig sind, die Möglichkeit bieten sich zusammen zu tun, egal ob sie aus dem eher linken oder eher rechten Lager kommen.
wird:
Wir wollen allen Leuten, denen unsere Themen wirklich sehr, sehr wichtig sind, die Möglichkeit bieten sich zusammen zu tun, egal ob sie aus dem eher links- oder eher rechtsextremen Lager kommen.
Wenn dieser Gegenwind von Euch nicht ertragen wird, dann wird es sehr, sehr schwer für Euch in der Politik und den Medien.
Und wie man sieht beschränkt sich der Gegenwind nicht nur mehr auf den Parteinamen oder das übersichtliche Parteiprogramm, sondern es wird jede Aussage, die von einem Piraten getätigt wird, aus dem Zusammenhang gerissen und auf die Goldwaage gelegt. Am Ende bleibt dann hängen, “Die Piratenpartei nimmt auch Faschos auf.” Stille Post 2.0. Es gibt überall Volltrottel.
Draußen fühlt es sichschon nach Sommer an und Johnny Foreigner haben das Video zu “Feels like Summer” (vom demnächst erscheinenden Album “Grace and the Bigger Picture”) fertig, was will man mehr?
Ich hatte im Zusammenhang mit der Petition zur GEMA-Reform die Musikerin Barbara Clear erwähnt, die die GEMA aufgrund des undurchsichtigen Vergütungsmodells verklagt hatte. Barbara Clear hatte in den Jahren 2004 bis 2007 für ihre Konzerte 65.000 € an die GEMA gezahlt und rund 5.000 € zurückbekommen, obwohl sie hauptsächlich Eigenkompositionen spielt. Und auch diese 5 Riesen waren nur der grenzenlosen Großzügigkeit der GEMA zu verdanken, denn:
“Ein etwaiger Zahlungsanspruch ergibt sich nicht aus den zwischen den Parteien geschlossenen Berechtigungsvertrag”
sagt das Gericht, das die Klage abwies. Nochmal: Barbara Clear veranstaltet eigenen Konzerte, singt eigene Lieder, zahlt dafür 65.000 € und bekommt davon 5.000€ zurück. Ich hoffe mal, dass die Konzerte wenigstens gut besucht waren und der eine oder andere Tonträger verkauft wurde, denn sonst sähe es im Clear’schen Kühlschrank sehr übersichlich aus.
Apropos: Um gegen das Urteil in Berufung zu gehen, braucht Barbara Clear tatsächlich finanzielle Unterstützung und bittet daher um eine kleine Spende per Snailmail:
Gestern fand in Flensburg der 1. Stammtisch der Piratenpartei statt, organisiert von Anicatha. Ani rechnete mit 5-6 Teilnehmern, es wurde aber schnell klar, dass der zur Verfügung stehende Platz im Porticus nicht ausreichen würde, denn es wurden über 20, darunter auch der harte Nordblog-Kern (zu dem ich auch Ani zähle) Frauke, Mathias, Rowi und ich. Von “offizieller Seite” war der stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes Schleswig-Holstein, Klaus Petersdorf aka Elcon, aus Kiel angereist, der auch die Hauptarbeit erledigen mußte und den Teilnehmern Rede und Antwort stand.
8 der Teilnehmer kamen als Sympathisanten und gingen als waschechte Piraten, darunter auch ich. Das war aber keine spontane Entscheidung, sondern ich hatte eine Beitrittserklärung ausgefüllt zuhause liegen und auch dort gelassen. Also habe ich kurzerhand eine neue Beitrittserklärung ausgefüllt und bin nun Mitglied der Piratenpartei.
Am übernächsten Wochenende, dem 04. und 05. Juli 2009, findet in Hamburg übrigens der Bundesparteitag der Piratenpartei statt, ich kann aber leider nicht daran teilnehmen, die Veranstaltung scheint aber auch ausgebucht zu werden.
Nun werde ich erstmal eine Piraten-Kategorie im Blog einrichten, damit ich mich beim Piraten-Planet anmelden kann.
Bei Karan bin ich auf eine Petition aufmerksam geworden, die eine Reform der GEMA zum Ziel hat:
Das Ziel dieser Petition ist nicht die Abschaffung der GEMA, denn geistiges Gut ist schützenswert und die Künstler, sprich die GEMA-Mitglieder und Mitglieder anderer Verwertungsgesellschaften sollen zu ihrem Recht kommen.
Leider werden die GEMA-GESETZE weder der Musik im Allgemeinen und schon gar nicht der großen Mehrheit ihrer eigenen Mitglieder gerecht.
Als Beispiel sei hier Barbara Clear genannt, die aufgrund der undurchsichtigen Vergütungspraktik die GEMA verklagt hat:
So rechnet die Künstlerin Barbara Clear vor, dass sie für ihre Konzerte in den Jahren 2004 bis 2007 etwa 80.000 Euro an die GEMA abgeführt habe, von denen lediglich rund 10.000 Euro an sie zurückflossen, obgleich mehr als die Hälfte der Musik, die sie auf diesen Veranstaltungen spielte, von ihr selbst komponiert, getextet und vorgetragen wurde. Nach offizieller Rechenweise hätte die GEMA nach Angaben von Frau Clear 33.200 Euro an sie auszahlen müssen.
Das schreibt Telepolis in einem heute erschienen Artikel über die Petition, der auch weitere Hintergründe über die GEMA zeigt.
Die Zeichnungsfrist läuft noch bis zum 17. Juli 2009.
10 Tage ist es jetzt schon her, dass meine Band Lady Chaos den ersten gemeinsamen Auftritt bestritt. Da möchte ich natürlich noch was zu schreiben.
(Lady Chaos: Norman - Gitarre, Freddy - Drums, Angela - Gesang, Micha - Bass, Stefan - Keyboards)
Da wir derzeit nur 40 Minuten Programm haben, kam uns der Auftritt beim Flensburger Stadtfest “Tummelum” sehr gelegen, die dortige Spielzeit betrug nämlich “nur” 45 Minuten. Wir durften am Freitag um 17 Uhr spielen, unter der Rubrik “Flensburger Nachwuchsbands”. Diese Bezeichnung ist für eine Band mit einem Durchschnittsalter von vielleicht 45 Jahren nicht ganz alltäglich, aber man kann uns auch als zartes Pflänzchen sehen, das sich anschickt, in den Musikhimmel zu wachsen. Zunächst gab es aber noch Irritationen, da sich der Zeitplan stark verschoben hatte, und die Band, die vor uns spielte, ihr Kontert erst um 16.45 Uhr begann. Wir bekamen sogar in Aussicht gestellt, unsere Show kürzen zu müssen, was sich Goth sei Dank nicht bewahrheitete. Wir spielten ab 17.45 Uhr und zogen das geplante Programm durch:
1. Ohne Widerstand
2. Vampir
3. So kalt
4. Feigheit
5. Träum süß
6. Wächter deines Schlafes
7. Mondscheinlied
8. Kälte
9. Vampir (Z)
Ja, als Zugabe spielten wir noch einmal “Vampir”, das als kostenloser Download erhältlich ist. Für uns war der Auftritt eine gelungene Feuerprobe, wir haben durchweg positive Resonanz bekommen. Jetzt machen wir in zwei Richtungen weiter: Die schon geplanten Aufnahmen sollen jetzt kurzfristig eingespielt werden und wir wollen natürlich mit neuen Songs unser Repertoire erweitern, damit wir auch mal einen abendfüllenden Gig spielen können.
Der Nordblog-Teil des Abends ist leider ausgefallen, man kann Flensburger Blogger eben nicht so plump als Live-Publikum einspannen. Lediglich Rowi war vor Ort und hielt die Nordblog-Fahne hoch - bildlich gesprochen.
Mehr Fotos vom Auftritt gibt es bei MySpace und demnächst auf der Webseite.