Monat: Juni 2006

Eröffnungsspielverweigerer

Spielt Ballack oder spielt er nicht? Ich würde als Micha Klinsmann mit Tim Borowski beginnen und nach 60 Minuten, wenn wir schon 5:0 führen, den Ballack bringen. Dass Michael Ballack seine Aufstellung ausgerechnet über die BILD-Zeitung, die eine lange Feindschaft mit Klinsi pflegt, fordert, müßte ihm eigentlich einen der begehrten Tribünenplätze einbringen.

Soviel zum Sport, denn eigentlich wollte ich mitteilen, dass ich mir das heutige Eröffnungsspiel des internationalen Wettbewerbes im Fußball, dessen Name nicht genannt werden darf, spare, weil freitags um 18 Uhr „Lady Chaos“ probt. Eisern. Bei Wind und Wetter. Unumstößlich. Man muß Prioritäten setzen. Aber ich kann mir ja den Live-Ticker kostenlos auf mein Handy (hab die Wap-Flatrate von O2) holen, soviel passiert beim Fussi ja nicht, im Vergleich zum Handball.

Musikercamp 2006

BassGestern erhielt ich einen netten Anruf von Steffi Fritzsche (CD-Kaserne). Steffi hatte meine Daten von der linken Bass-Saite und fragte nach einem Linktausch für das Musikercamp 2006. Kein Problem, ich helf doch gern.

Das Musikercamp ist ein Förderprogramm, das unter dem Motto „Fünf Tage – 100 Musiker – ein Ziel“ vom 16. bis 20. Oktober in Celle stattfindet. Es handelt sich dabei ausdrücklich nicht um ein „Casting“, sondern einen Workshop, bei dem den Teilnehmern neben Instumentenworkshops auch die Themen „Marketing und Booking“, „Bühnendesign und Veranstaltungstechnik“ sowie „Public Relations“ näher gebracht werden.

Bewerben können sich Einzelmusiker und Bands bis zum 1. September 2006. Unglücklicherweise gibt es eine Altersbeschränkung von 30 Jahren, die auch für das Durchschnittsalter der Bands gilt. Hm, ob meine Tochter (15) mit ein paar Klassenkameradinnen als Backgroundsängerin bei Lady Chaos mitmachen möchte?

Man muss nicht alles ‚rausholen, was geht

Kurt Beck, unehelicher Sohn von Mecki und Monchichi, macht sich Gedanken über die Kosten der Hartz IV-Gesetze. Daher fordert er mehr Anstand von den Leistungsempfängern, „Man muss nicht alles ‚rausholen, was geht“ ist seine Botschaft.

Aber er wäre kein Sozialdemokrat, wenn er nicht auch den Grund für die Mitnahmementalität kennen würde:

Verantwortlich für die Entwicklung machte Beck der Zeitung zufolge „falsche Beispiele“ in der Politik und der Wirtschaft. „Manager, deren Unternehmen bei besten Gewinnen keine Steuern mehr zahlen, sind als Männer des Landes gepriesen worden.“ Da hätten sich dann die Leute gesagt: „Auf die paar Groschen für mich kann es ja nicht ankommen.“

Tja, Herr Beck, wo bleibt denn der deutliche Aufruf an Politik und Wirtschaft als „Verantwortliche“: „Hey Leute, wir sind ein schlechtes Vorbild für unsere Bürger, laßt uns mal nicht allesrausholen, was geht.“

Quod licet Iovi, non licet bovi?