Come On, Zoe.LeelA

Zoe.Leela

Es gibt was Neues von Zoe.LeelA, zwar läßt das für den 04.11.2011 angekündigte erste Full-Length-Album der jungen Berlinerin, „Digital Guilt„, noch länger auf sich warten, doch es gibt schon mal die erste Single-Auskopplung, „Come On„, als kostenlosen Download unter Creative Commons. Dazu gibt es auch einen Video-Clip, der vor wenigen Wochen im Berliner Wahlkampf gedreht sein dürfte, wir die gelegentlich auftauchenden Wahlplakate vermuten lassen:

DirektZoe

Das Album soll dann am 17.02.2012 unter Creative Commons veröffentlicht werden, dabei wird Zoe nicht nur vom Kölner Netlabel rec72 unterstützt, bei dem 2009 die EP „Queendom Come“ erschienen ist, sondern auch von Tim Renners Motor Music.

Der Titel des Albums ist schon als Statement zu Zoes Verständnis von der digitalen Welt zu verstehen. „Haben wir die Informationsüberflutung überhaupt noch unter Kontrolle oder werden wir kontrolliert? Stellt uns die real-digitale Gesellschaft vor eine dauernde Bringschuld? Kämpfen wir nicht mittlerweile mit den Herausforderungen einer nachtragenden Welt, die nichts, aber auch gar nichts vergisst? „Actions are visible“ lautet eine Zeile in ZOE.LEELAs Song Come On.“ erklärt uns die Presseinfo und führt zur Musik aus: „Druckvoller Drum & Bass, treibende Grooves, Jazzfetzen, Dub-Fragmente, mitreißende Melodien und eine immer wieder sehr persönliche, ergreifende Stimme machen die Musik aufwühlend und körperlich. Dabei fällt auf, mit welcher Selbstverständlichkeit ZOE.LEELA sich unterschiedlichste Stile einverleibt, mit Vielseitigkeit spielt. Von Swing über Hip Hop bis zum Jazz – die Künstlerin scheint alle Genres souverän zu beherrschen.“

Ein großer Online-Versender nimmt bereits Vorbestellungen für die physische Ausgabe von Digital Guilt entgegen und in der Zwischenzeit kann man gut „Queendom Come“ nochmal hervorkramen, an „Destroy She Says“ habe ich mich zum Beispiel noch nicht satt gehört..

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Free-Music-Friday: Friedlich Chiller

Friedlich Chiller

Friedlich Chiller aus München ist eine One-Man-Band 2.0 und gehört zu den Gewinnern des Free! Music! Contest 2011. In dem Zusammenhang ist er auch einer der Künstler, die für die Rechnung der Gema an die Musikpiraten „verantwortlich“ sind, weil die große Verwertungsgesellschaft einer Namensverwechselung aufgesessen ist. Das soll uns aber nicht von der Musik ablenken, die Andreas Herr, so sein bürgerlicher Name, im Alleingang produziert.

Im Januar 2010 erschien das Album „Kaba und Limbo„, im Mai 2011 dann der Nachfolger „Räuber„, beides als online-only-release unter Creative Commons by-nc-sa. Die Musik läßt sich unter Deutsch-Rock zwischen Farin Urlaub und Tomte einordnen, angereichert mit Ska-, Punk- und Metal-Einlagen und nicht immer mit deutschen Texten. Besonders „Räuber“ enthält einige sehr schöne Tracks wie das epische, fast 9 Minuten lange „Copy/Paste“ oder das alternative-rockige „Montauk„. Mittlerweile ist „Räuber“ auf 23 Titel angewachsen und sollte somit für fast jeden Geschmack etwas bereithalten:

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Was hat der NDR vor?

Der NDR, genauer gesagt die Redaktion von „Menschen und Schlagzeilen“, einer „Informationssendung“ im NDR Fernsehen, in der „packende und hintergründige Reportagen“ jeden Diesntag „den Schlagzeilen der Woche auf den Grund“ gehen, habt die Piratenpartei Bremen unter dem Titel „Was haben die Piraten vor?“ mal so richtig auflaufen lassen. Aus einem anderthalb Stunden dauernden Interview in der Geschäftsstelle haben Sie knapp 3 Minuten zusammengeschnitten, in denen die Piraten als das dargestellt werden, was sie in den Köpfen der Redakteure sind: Inkompetente Möchtegernpolitiker im Hobbykeller. Die Frage, was die Piraten vorhaben, wird dadurch natürlich nicht geklärt, was wohl auch nicht Sinn des Beitrages war.

Der offene Brief des Bremer Piraten Jona­than Mau­rer klärt auf, wie die Umstände des Interview tatsächlich waren und läßt vermuten, dass der Beitrag genau so geplant war. „Ein übles Stück Manipulation, aber auch ein Lehrstück“, schreibt Blogger Michael Budde.

Kann man bei der GEZ eigentlich angeben, dass man nur für den Tatort, Zapp und Extra3 bezahlen möchte?

52 Songs – #14: Sehnsucht

Ich muß noch den „52 Songs„-Beitrag der letzten Woche nachreichen dabei war ich so zeitig dran. Zum Thema „Sehnsucht“ hatte ich nämlich eine spontane Idee: „Sehnsucht“ von Xmal Deutschland. Dann fiel mir aber wieder ein, dass ich schon in der Vorwoche so äußerst unkreativ war mit „Die Stadt“ zum Thema „Stadt„.

Nächster Gedanke war ein Song, der so viel Sehnsucht vermittelt, mehr geht nicht: „Clouds Across The Moon“ von The Rah Band, ebenfalls aus den Achtzigern. Er handelt in einer ferner Zukunft, in der unsere Freiheit auch auf dem Mars verteidigt wird. Mrs. Johnson telefoniert mit ihrem Mann, der dort stationiert ist und erzählt ihm von den Kindern und wie einsam sie ist und dass sie nachts nicht schlafen kann, bevor die Verbindung unterbrochen wird und sie im nächsten Jahr wieder anrufen kann. #hach

Aber so richtig überzeugt bin ich von dem Lied nun auch nicht mehr und kam kurzzeitig auf Einstürzende Neubauten mit (surprise!) „Sehnsucht„. Letztendlich bin ich dann aber dem ersten Einfall treu geblieben:

Xmal Deutschland – Sehnsucht

DirektSehnsucht

Sehnsucht
Durchschnitt mir den Bauch
Wie ein geschoss
Ich mal dein Gesicht
An den schmutzigen Spiegel
Und seh durch die Streifen
Mein dreckiges Bild

Niemals, niemals, niemals
Vergesse ich
Niemals, niemals, niemals
Vergesse ich
Niemals, niemals, niemals
Ich danke dir vielmals

Der Schnee ist gegangen
Der alles verdeckte
Ich danke dir vielmals

Meine Sehnsucht ist unaufhaltsam
Wie ein offenes Messer
Wie ein offenes Messer
Und von Zeit zu Zeit
Schneid ich dein Herz dir
Aus dem Körper heraus
Aus dem Körper heraus