Schlagwort: Creative Commons

Free-Music-Friday: Birdeatsbaby

Der aufmerksame Leser wird ein Deja-Vu haben, denn über die englische Band Birdeatsbaby habe ich vor 3 Wochen schon geschrieben. Da ging es um das Crowdfunding ihres neuen Albums, das mittlerweile erfolgreich abgeschlossen wurde (110%). Ich finde die Band aus dem bekannten Seebad Brighton aber so dermaßen toll, dass ich ihr auch im Rahmen des Free-Music-Fridays Aufmerksamkeit schenken möchte.

Birdeatsbaby sind eine echte Independent-Band, das Management erledigt Mishkin Fitzgerald neben ihrer Tätigkeit als Sängerin und Keyboarderin auch noch mit, für das Booking ist die aus Deutschland stammende Schagzeugerin Katha Rothe zuständig. Tessa Gilles (Violine, Gesang) und Garry Mitchell (Bass/Gitarre) vervollständigen das Quartett. Burlesque-Freak-Pop gepaart mit klassischem Einfluss und dazu eine fette Portion Prog-Punk lautet die musikalisch Selbsteinschätzung der Band und damit ist eigentlich alles gesagt – oder nichts. Aber ich rate ja sowieso immer dazu, weniger Worte über Musik zu verlieren und sie sich lieber anzuhören, z. B. die letzte Single „Ghost„:

Das derzeit noch aktuelle Album „Feast Of Hammers“ aus dem Jahre 2012 gibt es bei Jamendo als kostenlosen Download (MP3 192 kb/s) unter der Lizenz Creative Commons by-nc-sa. Der Gesamtkatalog – 6 Singles, 2 Longplayer, eine EP sowie ein Solo-Album von Mishkin Fitzgerald – kann man bei Bandcamp als Download und teilweise auch auf CD kaufen, leider ohne CC-Lizensierung.

Das neue Album „The Bullet Within„, wird im Mai 2014 erscheinen, zeitgleich gehen Birdeatsbaby wieder auf Tour, u. a. auch in Deutschland.

Birdeatsbaby im Netz: Bandcamp | Facebook | Jamendo | Last.fm | Myspace | Reverbnation | Twitter | YouTube

Free-Music-Friday: Walter Sickert & The Army Of Broken Toys

Beim Namen meiner heutigen Bandempfehlung muß ich – auch passend zur Jahreszeit – an die zweite Geschichte von Rudolph, dem Rentier mit der roten Nase denken. Darin gibt es nämlich eine Insel der Nichtsnutz-Toys, auf der auch Walter Sickert & The Army Of Broken Toys Platz gefunden hätten. Das Foto zeigt schon, dass es sich abei um eine schrille, bunte Truppe mit einer Affinität zum Steampunk handeln muß. Ihren Musikstil nennen sie allerdings „SteamCRUNK“ und man könnte sie auch im 70er-Jahre-Rock vermuten, aber die ungewöhnliche Instrumentierung mit beispielsweise Bratsche, Ukulele, Mandoline, Akkordeon, Melodica schafft einen ganz eigenen Charakter.

Die Diskografie umfaßt eine ganze Reihe von Alben, die bei Bandcamp als Download („Name your price“) verfügbar sind, teilweise aber auch in CD- und Vinyl-Editionen erhältlich sind. Besonders interessant finde ich dabei die Soundtracks, die Walter Sickert für alte Stummfilme geschrieben hat. Davon gibt es bisher zwei: Metropolis und The Cabinet of Dr. Caligari.

Das letzte „reguläre“ Album ist Soft Time Traveller, das im April 2013 erschien und bei Kickstarter finanziert wurde.

Walter Sickert & The Army Of Broken Toys im Netz: Bandcamp | Facebook | iTunes | Last.fm | Myspace | Reverbnation | Soundcloud | Tumblr | Twitter | Youtube

Free-Music-Friday: Kurbeats

Folktronica“ heißt das Album des schwedischen Projektes Kurbeats, dessen kreative Köpfe Andreas Lingbrand und Mathias Eriksson einigen vielleicht als Yggdrasil bekannt sind. Mit Kurbeats setzen sie die dort begonnene Arbeit fort.

Gekonnt vermischen sie traditionelle Skandinavische Musik mit elektonischen Elementen, „Folktronica“ eben. Dabei setzen sie neben Synthesizern auch akustische Instrumente und den samischen Gesangsstil Joik ein, sehr schön im über 10 Minuten langen Opener „The Noid“ zu hören. Ansonsten kommt die Musik weitestgehend ohne Gesang aus und lädt abwechselnd zum Träumen und zum Tanzen ein.

Das Netlabel Ektoplazm/Event Horizon hat „Folktronica“ unter der Lizenz CC by-nc-nd veröffentlicht und stellt kostenlose Downloads in den Formaten MP3, FLAC und WAV bereit. Kommerzielle Downloads gibt es bei Bandcamp, Amazon und iTunes.

Folktronica“ ist ein weiterer Beweis dafür, dass die schwedische Stadt Göteborg ein gutes Pflaster für Musiker ist.

Kurbeats im Netz: Amazon | Bandcamp | Facebook | iTunes | Last.fm | Soundcloud | Spotify | Youtube

Free-Music-Sampler „Viva la FreevoluCCión“ jetzt als Doppel-CD verfügbar

Der Sampler des diesjährigen Free-Music-Contests der Musikpiraten, Viva la FreevoluCCión, ist pünklich zum Weihnachtsgeschäft als Doppel-CD erhältlich. Bestellung können über die Bandcamp-Seite (Zahlung per Paypal) oder diese Internetseite des Vereins (Zahlung per Überweisung) aufgegeben werden. Die Auflage ist auf 1000 handnummerierte Exemplare limitiert.

Der Preis für einen Sampler beträgt 2,50 € (plus 2,50 € Versand), es darf auch mehr gezahlt werden, da der Verein von dem Erlös weiterhin tolle Projekte wie „Kinder wollen Singen„, „Singen im Advent“ oder eben den Free! Music! Contest durchführen kann. Auch der Download zu einem frei (sic!) wählbaren Preis ist über Bandcamp möglich.

Auf dem Sampler sind alte Bekannte wie z. B. Ey Lou Flynn, Zoe Leela oder The Kyoto Connection, die alle schon auf mehreren Free-Music-Samplern vertreten waren, sowie „Debütanten“ wie Sinride oder Von Korf. Und auch meine Band Lichtscheu war in diesem Jahr erstmals dabei. Insgesamt sind 36 Lieder von Künstlern aus 6 Ländern auf 3 Kontinenten zu hören.

Viva la FreevoluCCión!

Free-Music-Friday: Black Math

Black Math“ erinnert mich an meine Schulzeit, da haben ich in Mathe auch meist schwarz gesehen. 😉 Hier geht es aber um eine Band dieses Namens aus Chicago, die allerdings seit 2011 nicht mehr in der Form aktiv ist. Vor ihrer Trennung schenkte – im wahrsten Sinne des Wortes – uns das Trio vier Veröffentlichungen, die im Free Music Archive der Nachwelt erhalten blieben.

Das erste Album – „Black Math“ betitelt – hält 11 ein – bis höchstens drei Minuten lange Songs bereit, die im Großen und Ganzen am Ehesten dem Cold Wave zugeordnet werden können, mit Shoegaze-Elementen.

Die zweite Veröffentlichung war die EP „Phantom Power„, deren drei Stücke mehr in die Shoegaze-Richtung gehen.

Es folgte die Single „For you„, bei der der Shoegaze-Charakter erhalten blieb, doch die Gitarren wurden vom Synthesizer in den Hintergrund gedrängt.

Counterfeit Unrealities“ möchte ich als das Meisterstück der Band bezeichnen, das gleichzeitig der Schlußpunkt ist. Hier stimmt einfach alles, der verhallte Gesang, mal männlich, mal weiblich, mal im Duett, ebensolche Gitarren, flauschige Keyboard-Teppiche. Drum-Machine und irgendwo soll auch ein Cello sein, vermutlich auch verhallt. 🙂

Leider ist die letzte EP nur knapp 12:30 Minuten lang, so hätten sie noch ein wenig weiter machen können. Andereseits soll man ja aufhören, wenn es am Schönsten ist, insofern haben es Black Math richtig gemacht und mir bleibt nur der tiefe Dank für ihre Musik.

Black Math im Netz: Facebook | Last.fm | Myspace | Soundcloud