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Free-Music-Friday: Entertainment For The Braindead

Entertainment For The Braindead

Würde ich eine Rangliste mit den genialsten Bandnamen führen, dann wären „The Pains Of Being Pure At Heart“ gerade vom ersten Platz verdrängt worden, und zwar von „Entertainment For The Braindead„. Dahinter verbirgt sich die junge Singer/Songwriterin Julia Kotowski aus Köln. Seit 2007 veröffentlicht Julia ihre Musik unter einer Creative-Commons-Lizenz, bisher die beiden Alben „Hypersomnia“ (2007) und „Hydrophobia“ (2008) sowie die EPs „Seven (+1)“ (2009), „Raw Timber“ (2009) und „Roadkill“ (2010).

EFTB ist eine 1-Frau-Band, Julia spielt alle Instrumente, wie Gitarre, Ukulele, Keyboard und verschiedene Flöten, selbst mithilfe ihres Laptops ein und greift auch mal auf Küchengeräte für die Rythmussektion zurück. Heraus kommt dabei ein wie ich finde wunderschöner Indie-Folk-Pop, der neben der interessanten Instrumentierung eine tolle Stimme zu bieten hat. Wie „Paper“ aus der „Seven (+1)“ EP:

DirektPapier

Weil Julia „hauptberuflich“ audiovisuelle Medien studiert, macht sie das Artwork für ihre CDs selbst und auch kleine Videos wie das folgende, mit dem sie erzählt, wie aus ihrer neuen Liebe zu einem Banjo die „Roadkill“ EP entstand:

A Lovestory. Girl Meets Banjo. from entertainment for the braindead on Vimeo.

Wie Julia live agiert, habe ich vor gut 2 Wochen schon gezeigt, auch auf der Bühne steht sie allein mit ihrer Stimme und ihren Instrumenten. Das würde ich gern mal erleben, doch zur Zeit gibt es nur 2 für mich schwer erreichbare Konzertankündigungen: Am 30.04. in Istanbul und am 08.05. in Köln.

Entertainment For The Braindead im Web:

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Free-Music-Friday: Botany Bay

Ich möchte hier im Blog eine neue wiederkehrende Serie starten, zufälligerweise wie „Thank Goth It’s Friday!“ auch freitags: Den „Free Music Friday„.

Die Idee entstand, als ich an einem vergangenen Freitag bei blip.fm nur freie Musik gepostet habe und die Blips mit „#freemusicfriday“ markierte. Ich werde in dieser ersten Ausgabe ein wenig ausholen, damit jeder weiß, was mit „Free Music“ gemeint ist. (Wem das nicht neu ist, kann gleich zum Musiktipp der Woche springen.)

Als „Free Music“ oder „Open Music“ bezeichnet man im Allgemeinen Musik, die unter einer „Creative Commons„-Lizenz veröffentlicht wurde. „by-nc-nd“ ist eine verbreitete Lizenz, sie steht für „Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Keine Bearbeitung“ und hat den Effekt, dass diese Werke nicht nur kostenlos heruntergeladen werden können, sondern dass auch die Weitergabe unter bestimmten Bedingungen erlaubt ist. Dadurch kann eine Band ihren Bekanntheitsgrad steigern und so an Konzerte kommen, die gut besucht sind und über die Tickets und Verkauf von Merchandising-Artikel, z. B. CDs, Geld in die Bandkasse spülen.

Das ist natürlich graue Theorie, aber der klassische Weg, dass eine unbekannte Band von einer Plattenfirma unter Vertrag genommen wird, ist von jeher sehr steinig und auch kein Garant dafür, von seiner Musik leben zu können. Dank der modernen Technik ist es aber auch viel einfacher geworden, seine Musik selbst zu produzieren und zu vermarkten, als „Nebenerwerbs-Musiker“ braucht man keinen Verlag und kein Label. Wobei, Labels gibt es auch in der CC-Welt, z. B. afmusic und aaahh-records. Diese Netlabels haben sich zur Aufgabe gemacht, unbekannte Künstler zu fördern und ihre Musik zu verbreiten, afmusic hat dazu sogar mit darkerradio ein Netradio zur Seite stehen. Dort werden auch monatlich die „Free Music Charts“ nach Hörervoting zusammengestellt und an jedem 3. Montag im Monat in einer Sendung vorgestellt, die auch nachträglich noch als Podcast zur Verfügung steht.

Das soll erstmal als Einleitung genügen, wichtig ist für Konsumenten, ihr könnt euch bei Jamendo oder Bandcamp CC-Musik kostenlos herunterladen und auch gefahrlos weitergeben, aber denkt bitte auch an die Künstler und geht zu deren Konzerten oder spendet einen angemessenen Betrag, wenn euch ein Album so richtig vom Stuhl reißt. In dem Fall könnt ihr auch eine CD kaufen, wenn das angeboten wird. Für Musiker ist wichtig, ihr könnt eure Musik in der CC-Community bekannt machen und wer sich eure Musik kostenlos heruntergeladen hat, der kauft vielleicht auch eine CD, weil er das schöner findet oder besucht ein Konzert von euch. Es gibt mittlerweile auch eine Reihe von Veranstaltungen für CC-Musik, wie etwa Cologne Commons oder Open Music Contest. Auch aus der Piratenpartei hat sich ein Verein gegründet, der freie Musik fördern will, die Musikpiraten. Dort findet ihr auch weitere Informationen zum Thema. Ich werde in dieser Reihe jede Woche eine Band vorstellen, die ihre Musik unter einer CC-Lizenz herausgebracht hat, in der Hoffnung, zur Popularität dieser Bands beitragen zu können. Den Anfang macht:

Botany Bay

Botany Bay habe ich im August 2009 kennengelernt, als Stephan Kleinert (Instrumente und Gesang) und Laura Dietrich (Gesang und Keyboards) mit ihrer Single „Old Men With Ballpoint Pens“ eine Wahlempfehlung für die Piratenpartei aussprachen. (Das Lied ist ja mittlerweile wieder aktuell geworden.) Da hatten sie schon das Album „Grounded“ (2007) und die EP „I’ll Send A Postcard When I’m There“ (2009) veröffentlicht. Ihre Musik wird als Welt-Musik, gepaart mit experimentellem Pop und Rock, garniert mit klassischen Elementen, beschrieben. Auf jeden Fall sehr vielschichtig und abwechslungsreich.

Mit der Single „Voices“ haben Botany Bay erfolgreich am letztjährigen Free Music Contest teilgenommen

DirektVoices

Leider hat die herausragende Stimme von Laura Dietrich die Band Ende 2009 verlassen, sie wandelt jetzt als Laura Dee auf Solo-Pfaden. Das bereits vorhandene Material haben Botany Bay Anfang März 2010 als EP „Stupid Summer Dreams“ veröffentlicht ein würdiger Abschluß der Ära „Stephan und Laura“, mein Favorit ist das treibende „Death In The Afternoon“.

<a href="http://botanybay.bandcamp.com/album/stupid-summer-dreams">Death In The Afternoon by Botany Bay</a>

Stephan wird im Frühjahr eine neue Sängerin präsentieren, ein neues Album ist für 2011 geplant.

Da Musik machen ein teures Hobby ist, das weiß ich aus eigener Erfahrung, spendet bitte Geld an Botany Bay und andere Bands, die euch gefallen, oder kauft die CDs oder T-Shirts:

ist heute als Fanboy von @botanybaymusic unterwegs, denn es i... on Twitpic

Gerade Botany Bay haben mit der Zahlungsmoral der Hörer schlechte Erfahrungen gemacht, wie Stephan im Interview mit den Musikpiraten berichtete:

„Nach zwei Jahren und über 20.000 Downloads haben wir genau 10 Euro an Spenden eingenommen, und zwar von ganz genau einer einzigen Person.“

Man mag sich gar nicht vorstellen, jeder 2. Downloader hätte nur einen Euro gespendet oder jeder 10. den üblichen Albumpreis.

Übrigens sind Botany Bay unter den Neuvorstellungen für die Free Music Charts auf darkerradio vertreten, der Song „Take Cover“ kann noch bis zum 19.04.2010 in die April-Charts gewählt werden.

Botany Bay im Web:

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Piraten-Mukke

Noch 11 Tage bis zu dem Tag, an dem (vielleicht) Geschichte geschrieben wird. Wie andere Parteien auch, wird die Piratenpartei Wahlpartys veranstalten, in Schleswig-Holstein wird sie Kiel stattfinden.

Dabei wird bestimmt auch Musik „vom Plattenteller“ gespielt und damit es nicht wieder zu Zahlungen an die GEMA kommt, wie jüngst bei der „Freiheit statt Angst“-Demo, möchte ich auf Musik hinweisen, die einen Piraten-Bezug hat und unter der Creative Commons lizensiert ist. (Ungefähr in der Reihenfolge ihres Erscheinens.)

SingvøgelStasi 2.0

WeltherrscherWir wählen die Piraten

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Die BordkapelleAlle die mit uns den Bundestag entern

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Botany BayOld Men With Ballpoint Pens

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JAMMIN*INCLand in Sicht

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Ich hatte schon im Beitrag über Botany Bay geschrieben, dass wir Piraten den Musikern, die uns unterstützen, diese Unterstützung auch zurückgeben müssen (sollten), und wenn es nur dadurch ist, dass wir sie bekannter machen.

Botany Bay und JAMMIN*INC findet ihr neben vielen anderen Künstlern bei Jamendo, bei den Musikpiraten gibt es auch jede Menge Hinweise auf freie Musik.

Also, liebe Wahlparty-DJs, bevor wieder Geld an Christian Bruhn und Kollegen überwiesen wird, unterstützt lieber die CC-Künstler. (To do: Klären, ob eine Wahlparty unter kommerzielle Nutzung im Sinne der Creative Commons fällt.)

Hier ist noch ein schöner Song von „Long John Silver & Jack Sparrow“, leider habe ich kein einbindbares MP3-File gefunden, daher als Video:

DirektPirat

„Botany Bay“ unterstützt die Piratenpartei

Die Musiker der deutsche Band Botany Bay veröffentlichen seit langer Zeit schon ihre Songs unter einer CC-Lizenz. In ihrer neuesten Veröffentlichung „Old Men With Ballpoint Pens“ („Alte Männer mit Kugelschreibern“) haben sie sich klar gegen Zensursula, Schäuble & Co. bekannt und sprechen am Ende des Videos (ja, bitte bis zum Ende schauen 😉 ) sogar eine Wahlempfehlung für die Piratenpartei zur Bundestagswahl am 27.09.2009 aus:

DirektPen

Dazu schreiben sie in ihrem Blog:

Wir haben Botany Bay nie als Vehikel für unsere weltanschaulichen oder politischen Ansichten betrachtet, sondern es ging uns immer um das Vermitteln von Gefühlen.

Unseren Gefühlen.

Dies ist auch bei unserem neuesten Song nicht anders, nur daß diese Gefühle dieses Mal eine politische Färbung haben. Es steht jedem Einzelnen natürlich frei, mit uns nicht einer Meinung zu sein… ebenso wie es ihm frei steht, zu glauben, was ihm von der Bild-Zeitung oder von Menschen wie Ursula von der Leyen erzählt wird. Aber wir können und werden nicht die Augen verschließen vor den mehr als nur bedenklichen Entwicklungen in diesem Land.

Da sollten wir Piraten im Gegenzug auch Botany Bay unterstützen und ihre Konzerte besuchen, ihre Musik und T-Shirts kaufen oder bei Jamendo spenden.

Via Musikpirat