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Free-Music-Friday: Lotus Feed

Lotus Feed Bandfoto

Ich bin ein Kind der Achtziger und wenn ich eine Band wie Lotus Feed kennenlerne, muß ich sie sofort in mein schwarzes Herz schließen und nicht mehr raus lassen. Und eigentlich müßte ich den 4 Kölnern zuflüstern „Ey, die Chameleons haben angerufen, sie wollen ihren Gitarren-Sound wiederhaben“, aber da Lotus Feed schon zusammen mit Chameleons Vox aufgetreten sind, wird man sich schon irgendwie einig geworden sein.

Und nicht nicht nur The Chameleons wurden in Lotus Feed wiedergeboren, sondern gleich eine ganze Reihe gemeinsamer alten Helden, wie Bauhaus, The Cure, Joy Division oder The Damned. Also Gothic-Rock und Post-Punk vom Feinsten. Die Stimme erinnert an Pink Turns Blue, auch eine legendäre 80er Band und aus Köln stammend.

Die Geschichte von Lotus Feed reicht bereits bis ins Jahr 1995 zurück, als Sänger Alexander Landsberg und Schlagzeuger David Sielaff die Band gründeten und in der Folgezeit einige Mitmusiker überlebten. 2009 komplettierten Marten Bijkerk (Gitarre) und Lars Tellmann (Bass) das aktuelle Line-Up und Lotus Feed erspielte sich einen gewissen Bekanntheitsgrad in der Kölner Szene, was ihnen unter anderem den bereits erwähnten Gig mit Chameleons Vox im Januar in Berlin einbrachte. Nach über 15 Jahren Bandbestehen soll nun endlich das Debüt-Album erscheinen. A Different Place wird es heißen und im März bei af-music erscheinen. Als Vorboten und zum Anfüttern ist die EP A Savage Breath Within Our Lives ebenda als kostenloser Downlod unter der Creative Commons by-nc-nd-Lizenz erschienen. Ursprünglich wurde die EP im Mai 2010 veröffentlicht und ist bei Bandcamp auch in unterschiedlichen Dateiformaten zu haben.

Free MP3 Download: A Savage Breath Within Our Lives EP (zip)

Wer nicht bis März warten möchte, kann auch A Different Place bereits digital bei Bandcamp für 7,98 € kaufen.

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Free-Music-Friday: The Safari

The Safari

The Safari kommen aus Indonesien und haben im Januar 2011 beim dortigen Netlabel Hujan! Rekords ihr Album „Demi Eksistensi (B-Side)“ veröffentlicht. Darauf befinden sich 7 Songs zwischen Garage-, Punk- und Indie-Rock, davon 4 in ihrer Muttersprache gesungen, 3 in Englisch.

Gegründet wurde The Safari 2003 von Edo Wallad (Gesang), Norman Ahya (Gitarre) und Denny Priawan (Bass). Nach einigen Sampler-Beiträgen veröffentlichten sie 2007 ihr Debut-Album „Material Dansa Galau“ (Paviliun Records), das ich allerdings nicht in digitaler Form gefunden habe.

Demi Eksistensi (B-Side)“ ist eine Sammlung von älteren Stücken, die nach einer mehrjährigen Pause, in der sich die Musiker ihren Hauptberufen widmeten, neu aufgenommen und für ihre indonesische Fangemeinde veröffentlicht wurden (unter CC by-nc-sa). Hoffentlich war das nicht das letzte Lebenszeichen der Band, immerhin bezeichnen sie sich in ihrer Twitter-Bio als „back-from-the-dead“.

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Free-Music-Friday: moji moji

moji moji

Lucas Page (alias moji moji) ist ein Musiker aus Buenos Aires/Argentinien. Seine erste EP hieß Detroit de le Maire und wurde im Februar 2010 vom Netlabel Hipidukimuzik veröffentlicht. Detroit de le Maire umfaßt 4 Titel, die durch die Lemaire-Meerenge inspiriert wurden, die zwischen Feuerland und der Isla de los Estados verläuft.

Für sein zweites Album, N, reiste moji moji in den argentinischen Nordwesten, um in der Unendlichkeit seiner atemberaubenden Landschaft Inspiration zu finden. Das Ergebnis sind 5 schöne Instrumental-Stücke zwischen Postrock, Shoegaze, Pop und Ambient. Slide-Guitar-Sounds, eine feine und subtile Komposition mit Gitarre, Keyboards und Schlagzeug fügen sich zu einer großen, organischen Klanglandschaft zusammen. Soundwände bauen sich auf und zerfallen wieder, dieses Album lädt dazu ein, die Augen zu schließen und sich von der Musik mitreißen zu lassen.

N erschien am 21.01.2011 beim Berliner Netlabel Resting Bell und erzählt tatsächlich von weiten Landschaften, die es nicht nur in Argentinien gibt. Ein absoluter Hörgenuß!

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