Schlagwort: Indie

In Death It Ends – Analog Witch Trials Volume I

Postfutureprogressiveoccultghostwave“ nennt der Brite Porl King die Musik, die er mit seinem aktuellen Projekt In Death it Ends (geschrieben INDΣΔ†HI†ΣNDÏŸ) fabriziert. Einigen wird er noch als Frontmann der von Mitte der 1980er bis 1998 aktiven Goth-Rocker Rosetta Stone ein Begriff sein. Ein weiteres Bandprojekt von ihm ist Miserylab, doch zurück zu INDΣΔ†HI†ΣNDÏŸ. Unter diesem Namen sind beim Berliner Tape-Label Aufnahme und Wiedergabe bereits 4 Alben und diverse EPs und Singles erschienen. In Kürze steht nun Album Nummer 5 an, „Analog Witch„. Einige Outtakes gibt es als Vorgeschmack seit 31.08.2013 auf der EP „Analog Witch Trials Volume I“ entweder kostenlos als Download oder zu einem selbst gewählten Preis:

Auch die beiden Singles „The Devil“ (Oktober 2012) und „Futureblack“ (Dezember 2012) sind Freunden des Cold-Wave und Post-Punk sehr zu empfehlen und ebenfalls ohne Mindestpreis digital erhältlich. Wenn „Analog Witch Trials Volume I“ tatsächlich den „Ausschuss“ des kommenden Albums beinhaltet, kann man darauf sehr gespannt sein.

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Free-Music-Friday: Farblos

Es passiert mir nicht zum ersten Mal, dass ich Musik, die ich im Grunde schon längst kennen müßte, durch Zufall erst entdecken muß. Jüngstes Beispiel ist farblos, das Projekt von Florian von Karnstein, mit dem ich mich auch schon über Musik ausgetauscht habe. Dass er allerdings auch seine Demo-Aufnahmen unter Creative Commons gestellt hat, habe ich erst kürzlich entdeckt. Mea Culpa!

Florian ist wie ich ein glühender Verehrer des Dark-Wave und Gothic-Rock der Achtziger und frühen Neunziger Jahre und spinnt den dunklen Faden fort. Sein erstes Werk war der Song „Winterherz“, den er allein mit Synthesizern und Bass-Gitarre aufnahm. Seit dem sind insgesamt sechs Lieder im Heimstudio entstanden, die zum Teil auf Compilations wie „Dark Feather“ oder „Gothic Magazine“ erschienen sind und in remasterter Form auch über Bandcamp erhältlich sind.

Den schönen Brauch, aus Klassikern der Musikgeschichte fast noch schönere Szenehits zu machen, ich denke da z. B. an „Telegram Sam“ von Bauhaus und „Dear Prudence“ von Siouxsie and the Banshees, führt farblos auch fort, mit einer Coverversion von „Hazy Shade Of Winter„, im Original von Simon & Garfunkel.

Zur Zeit arbeitet farblos am ersten Album, ich bin sehr gespannt, was Florian noch aus dem Hut zaubern wird, vom Stil her, was die Arrangements und die Interpretation angeht, bin ich schon sehr angetan. Des weiteren werden Musiker gesucht, um aus dem Solo-Projekt farblos eine richtige Band machen, damit die Songs auch live präsentiert werden können.

Wer mehr über farblos erfahren möchte, den darf ich auf ein Interview verweisen, das Florian im Juli 2013 dem Webzine Sakona gegeben hat.

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Unwoman – Star or Uncovered Vol. 2,5 (Bonus-EP)

Unwoman hat für die Unterstützer ihres Kickstarter-Projektes „Lemniscate – Uncovered Vol. 2“ eine Bonus-EP mit weiteren Coverversionen von Björk („Hunter“), Siouxsie and the Banshees („Overground“), Interpol („NYC“), Lana Del Rey („Blue Jeans“), Chris Isaak („Wicked Game“) und Tim Buckley („Song To The Siren“) veröffentlicht. Eine Remasterte Version von „Lemniscate Star or, Uncovered Volume 2.5“ wird im Oktober 2013 erscheinen, einen Teaser kann sich jeder schon mal anhören:

Um das Remastering zu bezahlen, wird es eine weitere Kickstarter-Aktion geben.

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Free-Music-Friday: Intoxicated Piano

Heute kann ich mal wieder ein Indie-Pop-Projekt aus Russland präsentieren: Intoxicated Piano. Einziges Bandmitglied ist Oxana „Oxy“ Rumiantseva. Die Multiinstrumentalistin aus Ischewsk hat beim russischen Netlabel Mixgalaxy Records ihr Debüt veröffentlicht, „Vice Versa„. Fünf Indie-Pop-Songs verwöhnen das Ohr, im Mittelpunkt stehen das Klavier und Oxys Stimme, die stellenweise an Tori Amos erinnert. Weitere Inspirationsquellen sind Kate Bush, Sigur Ros, Cocteau Twins, Bat For Lashes und The Cure, von denen sie live genau wie Tori AmosLovesongcovert.

Vice Versa“ steht wie alle Veröffentlichungen von Mixgalaxy Records unter der Lizenz CC by-nc.

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Free-Music-Friday: The Search

Wenn dieser Artikel erscheint, bin ich auf dem Weg zum M’Era Luna nach Hildesheim und sehr wahrscheinlich werde ich die CD „Saturnine Songs“ der schwedischen Post-Punk-Band The Search im Gepäck haben. Das Album aus dem Jahr 2008 ist nämlich zur Zeit für nur 1 Euro Mindestpreis bei Bandcamp erhältlich – wohl gemerkt als CD. Da ich ihren wunderschönen Song „Age Of The Hermit“ von der afmusic-Labelcompilation „Quintessence 2009 – 2011“ kenne und sehr mag, war es klar, dass ich zugreife mußte. Der Download allein ist übrigens kostenlos möglich, das Album steht unter der Lizenz CC by-nc-nd.

Wer mit mir zusammen in den Achtzigern seine musikalische Sozialisation mit Bands wie The Chameleons, The Church, The Sound und nicht zu vergessen Joy Division und The Cure genossen hat, der wird auch an The Search Gefallen finden.

Die Band wurde 1999 als The Silverslut gegründet und 2003 in The Search umbenannt. Heute besteht sie aus Razmig Tekeyan (Gitarre, Gesang), Sebastian Sehr (Gitarre), Viktor Thylwe (Bass) und Per Tholander (Drums).

Alle bisherigen Veröffentlichungen von The Search sind mit Ausnahme des letzten Albums „Staying Alive in a Country Industrialized“ unter Creative Commons lizensiert. Sieben Alben sind seit 2004 entstanden, dazu kommt noch eine 2011 erschiene Zusammenstellung der 6 EPs, die in den Jahren 200 bis 2002 als The Silverslut aufgenommen wurden.

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