Schlagwort: Indie

Free-Music-Friday: Aviators

Heute gibt es mal wieder nur eine ganz kurze Empfehlung von mir, was allerdings nicht an der Fußball-EM liegt, sondern schlicht an den fehlenden Informationen über den Künstler. Aviators ist zwar Mehrzahl, es handelt sich aber um ein Solo-Projekt des amerikanischen Elektronik-Musikers Tyler Shaw.

Am 20.12.2011 erschien sein Debüt-Album „Reflections Of A Dream„, mit dem Tyler allerdings in der Nachbetrachtung nicht ganz zufrieden ist. „Long story short, the album was terrible. I felt like some of the songs deserved a second chance though“ schreibt er darüber bei Bandcamp, wo er am 11.06.2012 die EP „A Dream Revisited“ veröffentlichte, mit 4 remasterten Songs, einen unveröffentlichten Song, zwei Remixe und eine Orchester-Version. Die EP steht unter CC BY-NC-SA und ist für einen selbstzubestimmenden Betrag ohne Minimum erhältlich.

Tyler Shaw bezeichnet sich auch als Brony, also Anhänger der Serie „My Little Pony: Friendship is Magic“. Davon läßt er sich zuweilen auch inspirieren, wovon das Album „The Adventure“ ($8, CC BY-NC-SA) sowie die „The Fear Of Flight EP“ ($4, CC BY-NC-SA) zeugen. Ponytime!

Aviators im Netz: Facebook | iTunes | Soundcloud

Free-Music-Friday: Sputnik Booster

Es gibt Zeitgenossen, die aus nostalgischen Gründen ihren ersten Heimcomputer bis heute in Ehren halten, oftmals handelt es sich dabei um einen Commodore C-64. Und es gibt solche, die mit diesen altertümlichen Gerätschaften heute noch Musik machen, obwohl doch die moderne Technik viel mehr möglich macht. Einer dieser Musiker ist der Augsburger Oliver Kraus alias Sputnik Booster, der 2003 seinen ersten Song veröffentlicht hatte: Eine Coverversion des Punkklassikers „Bullenschweine“ der Hamburger Band Slime, instrumental mit C-64 produziert.

2004 erschien das erste Album „better living through 8-bit technology“ als 3-Zoll-CDR mit 7 Titeln (inkl. „Bullenschweine“) beim retinascan-Label, 2006 folgte „Assembly_Road“ mit 12 Songs ebenda. Die vorerst letzte Veröffentlichung war „Robot Science„, das 2008 beim französischen Netlabel Da! Heard It unter CC BY-NC-ND das Licht der Welt erblickte.

Sputnik Booster ist auch live zu erleben und wird dabei von The Future Posers unterstützt, das sind Freunde der Band, die in Roboter-Kostümen für die Bühnenshow sorgen, wovon man sich gleich morgen, am 09.06.2012, beim Im Grünen Festival im oberbayrischen Kirchanschöring überzeugen könnte oder am 23.06.2012 in Günzburg (Stadtfest) und am 14.07.2012 in München (Kafe Kult)

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Free-Music-Friday: You Me Tree

Heute gibt es zum Free-Music-Friday das selbstbetitelte Debut-Album der in London beheimateten Nu-Folk-Band You Me Tree, das am 18.05.2012 erschienen ist (CC BY-NC-SA).

You Me Tree – die Band – besteht aus Rob Warren (Gesang, Gitarre), Adam Lucas (Gitarre, Harmonika, Banjo), Andrew Sleigh (Bass) und Jonny Brierley (Schlagzeug). Der Engländer Rob und der Neuseeländer Adam hatten sich als Straßenmusiker in Barcelona kennengelernt und Jahre später in SÜdengland wiedergetroffen. Dort beschlossen die zwei Singer/Songwriter, sich niederzulassen und gemeinsam mit Andrew und Jonny als You Me Tree – die Band – You Me Tree – das Album – aufzunehmen:

You Me Tree verbinden Singer/Songwriter-Tradition mit modernem Indie-Rock, was schon ein Blick in die Liste der musikalische Einflüsse zeigt, in der sich Bob Dylan, Johnny Cash und Leonard Cohen mit Bon Hiver und Noah And The Whale aneinander reihen.

Ein Musikvideo gibt es auch, der Song „The Race“ ist allerdings nicht auf dem Debut-Album enthalten. Vielleicht gibt es ja bald einen Nachfolger?

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Free-Music-Friday: Terbutalina

Hostien für alle“ versprechen die spanischen Punk-Rocker von Terbutalina auf ihrer gestern veröffentlichten EP „Hostias Para Todos„. Trotz der spanischen Texte fühle ich mich an Die Goldenen Zitronen erinnert und im Stile der Ramones verwenden die 5 Musiker den Bandnamen als Familiennamen: Migui Terbutalino (Gesang, Gitarre), Mon Terbutalino (Gitarre, Gesang), Samu Terbutalino (Bass, Gesang), Brais Terbutalino (Keyboards, Gesang) und Carlos Terbutalino (Schlagzeug).

Weil 6 der 7 Songs ganz genretypisch die 2-Minuten-Grenze nicht überschreiten – nur „Eu mato por ti“ bringt es auf stolze 2:03 Minuten, sollte man sich auch gleich das Vorgängeralbum „Broncodilatador“ dazuholen, das im September 2011 erschienen ist und immerhin 15 weitere Songs beinhaltet.

Freunde des gepflegten Punk-Rocks werden bei Terbutalina garantiert auf ihre Kosten kommen, Überraschungen kann man allerdings nicht erwarten.

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