Schlagwort: Piratenpartei

Free-Music-Friday: Klakson

Nach zwei Metal-Bands aus Hamburg wird es am heutigen Free-Music-Friday ein wenig ruhiger und wir gehen in den Süden Europas, nach Italien, genauer gesagt nach Südtirol. Das von dort mehr kommt als eine zur Zeit heiß diskutierte Band, wissen Leser meiner kleinen Beitragsreihe schon lange. Das in Bozen ansäßige Indie-Netlabel Airbagpromo ist schließlich schon häufiger Lieferant für gute Creative Commons lizensierte Musik gewesen. Die letzte Veröffentlichung ist gerade mal einen Tag alt und kommt von der Band Klakson.

Die Band ist bereits seit den frühen 70er Jahren aktiv und veröffentlichte bereits im Oktober 2010 das Album „Beauty & The Klakson“ über Airbagpromo, das neueste Werk trägt den Titel „Hamburgers, Chips & Russians„. Für den Namen haben sich die Südtiroler von einem Foto des amerikanischen Reisejournalisten Ron Gluckman inspirieren lassen, das auch das Albumcover ziert. Und auch die Musik klingt wie eine Rast in einem südamerikanischen Imbiss: Folkig, entspannt, ein wenig verträumt. Ein gutes Hörbeispiel ist „Corrina„, der zweite Track des Albums:

Abgemischt wurde „Hamburgers, Chips & Russians“ übrigens weder in Südtirol, noch in Südamerika, sondern in Nottingham/England.

Klakson im Netz: Jamendo | Last.fm | Myspace

Free-Music-Friday: Dark Fields of Necromancy

Free-Music-Friday als Fortsetzungsgeschichte, allerdings ganz zufällig und ausnahmsweise. Von der Band der letzten Woche, Sinride, bin ich auf Dark Fields of Necromancy aufmerksam gemacht worden, die ebenfalls Hamburg stammt und sich dem Gothic Metal verschrieben hat.

Ihr Album „Sweet Agony“ erschien 2012 und ist als kostenloser Download unter Creative Commons bei Last.fm (als MP3) und Soundcloud (als WAV) erhältlich.

Reiner Ropeter (Vocals, Guitars) und René Rohr (Guitars) gründeten die Band 1997 als „Necromancy„, Christopher de Bruin (Bass, Keys) und Marcus Jürgens (Drums) komplettieren das aktuelle Line-Up. Ihr „Sweet Agony“ mit seinen 12 melodischen und eingängigen Songs kann ich jedem Metal-Fan nur wärmstens ans Herz legen. Nicht nur die Freunde der düsteren Klänge kommen auf ihre Kosten, denn neben Him, Sentenced und Poisonblack zählen auch Iron Maiden und Metallica zu den Einflüssen der Dark Fields of Necromancy.

Dark Fields of Necromancy im Netz: Facebook | Last.fm | ReverbNation | Soundcloud

Free-Music-Friday: Sinride

Sinride aus Hamburg ist eine vierköpfige Progressive Metal Band, die seit 2009 besteht. Im April 2012 erschien ihr Debüt-Album „Evenfall“ im Eigenvertrieb. In sieben Tracks zeigen Tim Sievertsen (Gitarre, Gesang), Denis Scheither (Keyboards, Begleitgesang), Nils Schmeink (Schlagzeug) und der mittlerweile durch Dirk Wierwille ersetzte Bassist Lars Hilliger, wie vielseitig Progressive Metal sein kann. Der Einstieg („Bumerang„) hat ein bißchen was von Body Count mit NDH-Gesang, schnell wird klar, dass Drummer Nils ein Freund der Doublebass ist. Treibende Gitarrenriffs wechseln sich mit melodischen Ruheparts ab, in denen auch die Keyboards effektvoll eingesetzt werden. Das ist in etwa der rote Faden, der sich durch die Songs zieht. Vergleiche mit Asp, Rammstein, Megaherz, Dream Theater oder Tiamat legen sich nahe, aber die Songs haben durch die intelligenten Arrangements ein große Eigenständigkeit. Auch gesangstechnisch wird eine breite Palette geboten, von der bereits erwähnten Neuen Deutschen Härte über Growling bis hin zu ruhigen melodiösen Gesangsparts, teilweise sogar zweistimmig. Alles in allem eine gelungene Mischung und ein tolles Album, das unter Creative Commons lizensiert wurde und kostenlos erhältlich ist.

Auch live wissen Sinride zu überzeugen, gerade vor Wochenfrist haben sie sich in der 1. Runde des Emerganza Festivals im Hamburger Logo gegen sechs Kontrahenten durchgesetzt und nehmen im April am Semifinale teil.

Am 19.10.2013 wird Sinride übrigens zusammen mit meiner Band Lichtscheu in Marias Ballroom in Hamburg auftreten, darüber habe ich die Band auch kennengelernt.

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Free-Music-Friday: Rocketship Park

Der Musiker Josh Kaufman aus Brooklyn hatte eigentlich nie vor, seine eigene Musik zu veröffentlichen. Er schrieb aber dennoch jahrelang Songs, nahm sie auf und verteilte sie im Freundeskreis. 2006 wurde dann Rocketship Park aus der Taufe gehoben und 2008 erschien das Erstlingswerk „Off And Away“ bei Serious Business Records, dass der Multiinstrumentalist mit einigen befreundeten Musikern aufnahm. Zu Creative Commons fand er aber erst 2011 mit seinem zweiten Album. „Cakes & Cookies“ wird neben der Vermarktung über Serious Business auch im Free Music Archive unter CC BY-NC-ND angeboten sowie bei Bandcamp als „bestimme deinen Preis selbst“.

Josh Kaufman schreibt sehr schöne Folk-Pop-Songs, die beinah opulent instrumentiert dargeboten werden. Obwohl er viele Instrumente selbst beherrscht, läßt sich Josh von vielen Muikern unterstützen. Umgekehrt hat er seit seinem Debut-Album auch in unterschiedlichen Funtionen mit einer Reihe von Künstlern gearbeitet, beispielsweise mit The National.

Die bisherige Veröffentlichungsfrequenz läßt schon erahnen, dass es sich bei Rocketship Park um eine Liebhaberei handelt, ein Projekt, in dem Josh mit seinen Musikerfreunden sein Songideen verwirklichen kann. Doch vielleicht sind in der Zwischenzeit wieder Aufnahmen entstanden, die eines Tages das Licht der Welt erblicken.

Rocketship Park im Netz: Bandcamp | Facebook | Free Music Archive | Last.fm

Free-Music-Friday: Colaris

Bereits am 01. März 2012 veröffentlichte das Post-Rock-Trio Colaris aus Pirmasens ihr Debüt-Album „Renewal„. Die Aktualität besteht aber darin, dass die Jungs gerade auf einer kleinen Konzertreise unterwegs sind. Für den ersten Termin ist es schon zu spät, der war nämlich gestern (Astra Stube, Hamburg), aber drei Gelegenheiten gibt es noch, Colaris live zu erleben, nämlich heute, am 11.01.2013, in Kiel (Alte Meierei), morgen, am 12.01.2013, in Hildesheim (Thav) und am Sonntag, 13.01.2013, in Berlin (Tiefgrund).

Dort erwartet euch experimenteller Post-Rock in der klassischen Besetzung Gitarre – Bass – Schlagzeug, auf Gesang wird verzichtet, er fehlt aber auch nicht, denn die instrumentalen Arrangements der Lieder sind komplex und abwechslungsreich ausgearbeitet.

Seit 2009 besteht die Band, die Anfang 2011 ihre erste EP veröffentlichte und wie gesagt, im letzten Jahr das Album „Renewal“ auf den Markt brachte. Beides steht unter der Creative Commons Lizenz BY-NC-ND und auf den Bandcamp-Seiten des Labels Revolvermann Records als Download erhältlich, die EP als „Name your price“ (ohne Minimum), das Album ab 7 Euro. Zusätzlich gibt es dort vom Album Vinyl- und CD-Ausgaben.

Colaris im Netz: Bandcamp | Facebook | Last.fm | Myspace | Reverbnation | Soundcloud