Schlagwort: Schweden

Free-Music-Friday: Kurbeats

Folktronica“ heißt das Album des schwedischen Projektes Kurbeats, dessen kreative Köpfe Andreas Lingbrand und Mathias Eriksson einigen vielleicht als Yggdrasil bekannt sind. Mit Kurbeats setzen sie die dort begonnene Arbeit fort.

Gekonnt vermischen sie traditionelle Skandinavische Musik mit elektonischen Elementen, „Folktronica“ eben. Dabei setzen sie neben Synthesizern auch akustische Instrumente und den samischen Gesangsstil Joik ein, sehr schön im über 10 Minuten langen Opener „The Noid“ zu hören. Ansonsten kommt die Musik weitestgehend ohne Gesang aus und lädt abwechselnd zum Träumen und zum Tanzen ein.

Das Netlabel Ektoplazm/Event Horizon hat „Folktronica“ unter der Lizenz CC by-nc-nd veröffentlicht und stellt kostenlose Downloads in den Formaten MP3, FLAC und WAV bereit. Kommerzielle Downloads gibt es bei Bandcamp, Amazon und iTunes.

Folktronica“ ist ein weiterer Beweis dafür, dass die schwedische Stadt Göteborg ein gutes Pflaster für Musiker ist.

Kurbeats im Netz: Amazon | Bandcamp | Facebook | iTunes | Last.fm | Soundcloud | Spotify | Youtube

Free-Music-Friday: Telemark

Ich setze meine vor zwei Wochen unbewußt angetretene Free-Music-Reise durch Skandinavien fort, nach zwei Bands aus Dänemark geht es weiter nach Göteborg. In Schwedens zweitgrößten Stadt gibt es eine sehr lebendige Musikszene, aus der ich hier auch schon einige Künstler vorgestellt habe. Die heutige Band heißt Telemark und besteht aus Mastermind Elliot Berlin und den beiden Gitarristen Johan Forsell und Mats Jansson. Im April erschien die erste von drei für 2013 angeköndigten EPs, die alle nach dem gleichen Konzept gestrickt sind. Neben drei eigenen Songs gibt es immer eine Cover-Version eines Lieblingsliedes der Protagonisten. Auf „a Thousand“ ist es „Blue Monday“ von New Order.

Telemark spielen nicht den typisch schwedischen Indie-Pop, sondern kommen schon eine Spur knackiger daher. Elektro-Rock möchte ich es mal nennen, was die Drei produzieren. Die elektronischen Komponenten und auch die Gitarren gehen dabei schon fast in den Industrial-Bereich hinein. Dazu paßt dann auch, dass die Interpretation von „Blue Monday“ eher in Richtung der Orgy-Version geht, als sich zu sehr am Original zu orientieren.

3 US-$ Mindestpreis kostet die Debüt-EP bei Bandcamp, sie steht unter Creative Commons BY-NC-ND. Ich bin gespannt auf die nächsten beiden EPs von Telemark.

Telemark im Netz: Bandcamp | Facebook | Soundcloud

Free-Music-Friday: Chuck Morgan

Schwedische Bands und Musiker sind häufige und gern gehörte Gäste zum Free-Music-Friday, so auch heute. Auch wenn der (Künstler-)Name es nicht vermuten läßt, Chuck Morgan kommt aus Göteborg, ist 23 Jahre jung und ein klassischer Singer/Songwriter. Bürgerlich heißt er, ganz schwedisch, Anton Ekman.

Vier melancholische, minimalistische Songs enthält seine EP „Chuck Morgan„, die Anfang Juni beim deutschen Netlabel Aaahh Records (Entertainment For The Braindead, Uniform Motion) unter CC by-nc erschienen ist.

Sein Debüt gab Chuck Morgan 2009 mit dem Album „Patchworks„, das von Series Two Records in einer CD-Kleinauflage veröffentlicht wurde. Einige der Songs sind kostenlos herunterladbar, wenn auch nicht unter CC. Außerdem hat er einige Songs bei Myspace und Soundcloud hochgeladen.

Chuck Morgan im Netz: Last.fm | Soundcloud

Kate & After – The Game

Dass aus Schweden überdurchschnittlich viel gute Musik kommt, ist sicherlich nur ein subjektiver Eindruck von mir. Trotzdem wird dieser immer wieder erhärtet, z. B. von der Göteborger Indie-Pop-Band Kate & After.

2008 gründeten Magnus Lindquist (Gesang), Carl Nelvig (Hammond-Orgel), Jonas Karlsson (Gitarre), Kristoffer Sohtell (Bass) und Joakim Axelsson (Schlagzeug) die Band und veröffentlichten Weihnachten 2009 ihre erste Single „Snow Angel„, im August 2010 folgte die 3-Track-EP „Things To Do„. In der Folge spielten Kate & After zahlreiche Konzerte in ihrer Heimat und schrieben neues Material, das im Herbst 2012 als Album erscheinen soll.

Der erste Vorbote dessen wurde bereits im Mai als Single veröffentlicht: „The Game„.

Der Einfluß von Bands wie Franz Ferdinand, Band of Horses, Arctic Monkeys, Stone Roses und Mando Diao ist unüberhörbar, allerdings sorgt der Einsatz der Hammond-Orgel (remember Those Dancing Days?) für eine gewisse Eigenständigkeit im Soundgebilde.

Die bisher erschienenen Songs sind mit Ausnahme von „The Game“ kostenlos über die Internetseiten von Kate & After erhältlich.

Ich freue mich auf das Album und konnte vielleicht auch andere neugierig machen.

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