Thank Goth It’s Friday!
Alien Sex Fiend – In God We Trust (In Cars You Rust?) (1984)
Schlagwort: music
Alien Sex Fiend – In God We Trust (In Cars You Rust?) (1984)

Vor knapp 4 Wochen konnte ich auf den Stream der neuen Single von The Pains Of Being Pure At Heart verweisen, die am kommenden Dienstag als physischer Tonträger aus farbigem Vinyl erscheint und bereits jetzt kostenlos heruntergeladen werden darf, inklusiv der ebenfalls gelungenen B-Seite „Lost Saint„.
Leider ist das Download-Limit des One-Click-Hosters zur Zeit erschöpft, hoffentlich funktionieren die Links bei Drowned In Sound bald wieder. „Lost Saint“ können wir aber auch als Stream genießen:

Mein heutiger Free-Music-Tipp kommt aus Montréal/Kanada, heißt Vision Éternel und macht Musik nach dem Motto „In der Kürze liegt die Würze“, denn nur wenige der Songs überwinden die 2-Minuten-Marke. So ergeben sich kleine Dark-Wave-Perlen, Instrumentals mit klagenden Saiteninstumenten, unterlegt mit sphärischen Shoegaze-Teppichen. Thematisch dreht sich alles um den Trennungsschmerz, auch ohne Worte, die dunklen Wolken sind sinnbildlich.
Die aktuelle EP „Abondance de périls“ veröffentlichte Alex Julien aka Virkelix, der Multiinstrumentalist hinter Vision Éternel, am 09. März 2010 unter Creative Commons auf seinem eigenen Netlabel Abridged Pause. Dieses und ältere Werke sind auch kostenlos bei Bandcamp erhältlich:
Vision Éternel im Netz:
Konna mit seinem Blog Gedankendeponie hat immer gute Ideen, zum Beispiel sein „Blog-Seminar“ oder verschiedene Blogparaden. Weil Konna sich auch gern mit Musik beschäftigt, hat er in Anlehnung an den „Eurovision Song Contest“ den „Gedankendeponie Song Contest 2010“ (GSC) ins Leben gerufen.

Es geht darum, dass die Teilnehmer – nein, nicht selber singen – eine Band und einen Song aus einem der Eurovisionsländer vorstellen und anschließend auch nach dem ESC-Punktevergabesystem bewerten.
Ich habe davon leider zu spät erfahren, um eines der Länder zu erwischen, aus denen meine Lieblingsbands kommen, aber ich habe mir Slowenien sichern können, das Land, das z. B. Laibach hervorgebracht hat. Da wird doch wohl noch mehr zu holen sein? Wer Tipps für gute slowenische Bands hat, darf gern einen Kommentar hinterlassen, vielleicht gehen ja genug Vorschläge ein, um einen nationalen Vorentscheid zu veranstalten.
Die Anmeldefrist für die Teilnahme am GSC 2010 läuft noch bis zum 14. Juni, allerdings sind schon jetzt nicht mehr viele Länder übrig.
Unser Star für Oslo, Lena, hat den #ESC gewonnen. Als Lena-Fan der ersten Stunde und regelmäßiger ESC-Schauer freut mich das natürlich ganz besonders, zumal ein Platz unter den ersten 10 ja schon Balsam für die geschundene ESC-Seele gewesen wäre.
Ich habe gestern meine Twitter-Timeline verfolgt, wo die Tweets mit den Hashtags #esc und #esc2010 die Vorherrschung hatten. Besonders interessant waren dabei die kurzen Anmerkungen von @popkulturjunkie Jens Schröder, die er auch in seinem Blog zusammengefaßt hat. Aber nicht nur in Deutschland wurde live gebloggt, auch der Guardian im Vereinigten Königreich kommentierte das Geschehen in Oslo. Das Urteil von Stuart Heritage über Lena fiel so aus:
9.37pm: Germany now – my one remaining favourite song left in the competition.
Lena, her name is, and you’ll be hard pushed to find anybody more endearing on the face of the planet right now. Look at her, bobbing around and mispronouncing words like a pocket-sized Bjork. She’s adorable. This probably isn’t the place to admit it, but I think I might love Lena a little bit.
Or, to put it in a way she’ll understand, I ‚lawfe‘ her.
Was Engländer von Lenas Akzent halten, zeigte schon Mark Espiner, ebenfalls vom Guardian, bei Spiegel Online. Tatsächlich gab es nur 4 Punkte aus UK, aber das konnte ihren Siegeszug nicht aufhalten.
Die Briten haben mit ihrer Stock/Waterman-Produktion insgesamt nur 10 Punkte errungen und belegten den letzten Platz. Vicky Frost, die beim Guardian das letzte Drittel des ESC live im Blog kommentierte, zog folgendes Fazit:
11.15pm:
Right that’s it my lovelies: our Eurovision marathon is over for this evening, and the charming Bjorky 19-year-old Lena is about to sing again after winning the competition. The UK came last – which, lets be honest, is better than coming fourth from last or similar. There is at least something definite about being the very very worst. I’m taking a little pride in it.
Das ist natürlich bitter für ein Volk, dass die Beatles, Rick Astley, Paul Potts und Susan Boyle hervorgebracht hat. Vielleciht kann ja Ralph Siegel den Kollegen von der Insel wieder auf die Beine helfen? 😀
Ach so, da man für „sein Land“ nicht stimmen darf, habe ich eine SMS für die Ukraine verschickt.