Schlagwort: New Wave

Free-Music-Friday: The Quinsy

Auf den Tag genau heute vor 2 Jahren ist das Debüt-Album der russischen Band The Quinsy als kostenloser Download unter der Creative Commons by-nc-nd Lizenz bei afmusic erschienen. Seitdem wurden eine Single und zwei Alben nachgelegt. Das neueste Werk trägt den Titel „Frivolous Songs“ und wurde vom französischen Netlabel Zorch Factory Records (CC by-nc-nd) herausgebracht.

Die Anfänge der Band gehen zurück ins Jahr 2001, als Vladimir 4.44 Tkebuchava in St. Petersburg mit elektronischen Klängen durch die kleineren Underground-Clubs seiner Heimatstadt zog. Im Laufe der Jahre änderte sich der Stil der Band zu Post-Punk mit Punk-, Gothic- und Psychedelic-Elementen. Die „frivolen Lieder“ hat der Multiinstrumentalist mit Ekaterina „Cobra“ Urvacheva (Keyboards, Background-Gesang) und Konstantin Nikitin (Bass, Background-Gesang) eingespielt.

Die Musik und die darin transportierten Stimmungslagen sind recht vielfältig. Das liegt vielleicht auch daran, dass es sich teilweise um ältere, bislang unveröffentlichtes Material handelt. So stammt „The Sad Song“ beispielsweise aus der Darkwave-Ecke, während das unter 2 Minuten lange „Sugar“ mit einem deutlichen Punk-Riff daher kommt. Mein Favorit ist der Titel „Stupid People„, der alle Eigenschaften eines Ohrwurms und Tanzflächenfüllers hat: Treibenden Rhythmus, schöne Gitarrenriffs und mitreißende Melodien. Und im Video zum Song zeigen sich The Quinsy durchaus humorvoll:

DirektQuinsy

Neben den bereits verlinkten Alben gibt es auch noch die Single „You Know I’m Sick“ (afmusic, CC by-nc-nd) sowie das Album „Colors Of The World“ (afmusic, CC by-nc-nd) zum kostenlosen oder bezahlten Download.

The Quinsy im Netz: Bandcamp | Bandcamp 2 | Facebook | Jamendo | Last.fm | Myspace | Spotify

Free-Music-Friday: Astari Nite

Das französische Netlabel Zorch Factory Records hat mit einer seiner letzten Veröffentlichungen mal wieder voll meinen Geschmack getroffen. „Stereo Waltz“ ist das Debüt-Album von Astari Nite, einer Band aus Miami/Florida, die mit sehr gut gemachtem Post-Punk, Darkwave, Indie-Rock und Shoegaze besticht.

Seit 2008 ist das Quartett aktiv und hat vor dem Album bereits zwei EPs und drei Singles veröffentlicht, zum Song „Pyramids“ gibt es auch ein schickes Video:

Der kostenlose Download von „Stereo Waltz“ bei Zorch Factory Records steht unter der Creative-Commons-Lizenz by-nc-nd, die komplette Diskografie von Astari Nite ist bei Bandcamp zum selbstgewählten Preis ohne Minimum erhältlich.

Astari Nite im Netz: Bandcamp | Facebook | Instagram | Last.fm | Myspace | Reverbnation | Soundcloud | Twitter | Youtube

Free-Music-Friday: Black Math

Black Math“ erinnert mich an meine Schulzeit, da haben ich in Mathe auch meist schwarz gesehen. 😉 Hier geht es aber um eine Band dieses Namens aus Chicago, die allerdings seit 2011 nicht mehr in der Form aktiv ist. Vor ihrer Trennung schenkte – im wahrsten Sinne des Wortes – uns das Trio vier Veröffentlichungen, die im Free Music Archive der Nachwelt erhalten blieben.

Das erste Album – „Black Math“ betitelt – hält 11 ein – bis höchstens drei Minuten lange Songs bereit, die im Großen und Ganzen am Ehesten dem Cold Wave zugeordnet werden können, mit Shoegaze-Elementen.

Die zweite Veröffentlichung war die EP „Phantom Power„, deren drei Stücke mehr in die Shoegaze-Richtung gehen.

Es folgte die Single „For you„, bei der der Shoegaze-Charakter erhalten blieb, doch die Gitarren wurden vom Synthesizer in den Hintergrund gedrängt.

Counterfeit Unrealities“ möchte ich als das Meisterstück der Band bezeichnen, das gleichzeitig der Schlußpunkt ist. Hier stimmt einfach alles, der verhallte Gesang, mal männlich, mal weiblich, mal im Duett, ebensolche Gitarren, flauschige Keyboard-Teppiche. Drum-Machine und irgendwo soll auch ein Cello sein, vermutlich auch verhallt. 🙂

Leider ist die letzte EP nur knapp 12:30 Minuten lang, so hätten sie noch ein wenig weiter machen können. Andereseits soll man ja aufhören, wenn es am Schönsten ist, insofern haben es Black Math richtig gemacht und mir bleibt nur der tiefe Dank für ihre Musik.

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Free-Music-Friday: Farblos

Es passiert mir nicht zum ersten Mal, dass ich Musik, die ich im Grunde schon längst kennen müßte, durch Zufall erst entdecken muß. Jüngstes Beispiel ist farblos, das Projekt von Florian von Karnstein, mit dem ich mich auch schon über Musik ausgetauscht habe. Dass er allerdings auch seine Demo-Aufnahmen unter Creative Commons gestellt hat, habe ich erst kürzlich entdeckt. Mea Culpa!

Florian ist wie ich ein glühender Verehrer des Dark-Wave und Gothic-Rock der Achtziger und frühen Neunziger Jahre und spinnt den dunklen Faden fort. Sein erstes Werk war der Song „Winterherz“, den er allein mit Synthesizern und Bass-Gitarre aufnahm. Seit dem sind insgesamt sechs Lieder im Heimstudio entstanden, die zum Teil auf Compilations wie „Dark Feather“ oder „Gothic Magazine“ erschienen sind und in remasterter Form auch über Bandcamp erhältlich sind.

Den schönen Brauch, aus Klassikern der Musikgeschichte fast noch schönere Szenehits zu machen, ich denke da z. B. an „Telegram Sam“ von Bauhaus und „Dear Prudence“ von Siouxsie and the Banshees, führt farblos auch fort, mit einer Coverversion von „Hazy Shade Of Winter„, im Original von Simon & Garfunkel.

Zur Zeit arbeitet farblos am ersten Album, ich bin sehr gespannt, was Florian noch aus dem Hut zaubern wird, vom Stil her, was die Arrangements und die Interpretation angeht, bin ich schon sehr angetan. Des weiteren werden Musiker gesucht, um aus dem Solo-Projekt farblos eine richtige Band machen, damit die Songs auch live präsentiert werden können.

Wer mehr über farblos erfahren möchte, den darf ich auf ein Interview verweisen, das Florian im Juli 2013 dem Webzine Sakona gegeben hat.

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