Schlagwort: New Wave

Free-Music-Friday: Moth

Letzte Wochen habe ich eine Band aus Dänemark vorgestellt und wie das Leben so spielt, habe ich auch in dieser Woche Hörbares bei unseren nördlichen Nachbarn entdeckt. Die Band Moth aus Kopenhagen vertritt sogar von mir favorisierten Genres, nämlich Post-Punk/Cold-Wave/Minimal. Da werden Erinnerungen an z. B. The Cure, Siglo XX und Xmal Deutschland geweckt. Flanger-Gitarre, Synth-Teppiche, treibende Bass-Läufe und minimalistische Beats sind die Ingredienzien, die auch bei Moth Verwendung finden.

Die vier Musiker Rune Alexandersen (Bass), Ellisiv Berg (Keyboards und Gesang), Kim Wolf Andersen (Gitarre und Gesang) und Patrick Ringsborg (Programming und Gesang) haben sich erst im Februar letzten Jahres auf verschiedenen Kopenhagener Undergroundbands zusammengefunden und bereits im Mai 2012 ihre erste selbstbetitelte EP mit drei Liedern vorgelegt.

Die Moth EP steht wie auch die nachfolgenden Veröffentlichungen unter der Creative Commons Lizenz BY-NC-ND und kann kostenlos oder für einen frei wählbaren Betrag bei Bandcamp heruntergeladen werden.

Zwei weitere Songs erschienen im Juli 2012 als rote Vinyl-Single, auf 250 Exemplare limitiert. Bei Bandcamp kann man die Scheibe für 10 US-Dollar käuflich erwerben oder die Lieder herunterladen, zu den gleichen Konditionen wie die Moth EP.

Bisher nur als Stream verfügbar sind die beiden Lieder „Parasite“ und „Shrapnel„, vielleicht Vorboten eines Debütalbums?

Ich werde die vier Dänen auf jeden Fall im Auge behalten.

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Free-Music-Friday: Vandel

Vandel aus den Niederlanden sind eine Post-Punk-Band ganz nach meinem Geschmack. Selbstsicher bezeichnen sie ihre Musik als Mischung aus Joy Division, The Cure und The Sound – drei meiner All-Time-Favorite Bands. Zorch Factory Records hat jüngst ihre schlicht „Demo EP“ benannte Produktion veröffentlicht, wie üblich unter Creative Commons BY-NC-ND.

Instrumental haben Marco van Delden (Gesang, Synth, Gitarre), Rob van Delden (Bass, Synth) und Arnold van Delden (Drums) ihre Vorbilder sehr gut umgesetzt, aber stimmlich kann Marco weder mit Ian Curtis, noch mit Robert Smith oder Adrian Borland verglichen werden. Mir kommt da eher Erik Dries von Siglo XX in den Sinn.

Die Demo EP von Vandel bringt sechs sehr schöne Post-Punk- und New-Wave-Songs, die oftmals ein Déjà-vu mitbringen, das einen wehmütig an die gute alte Zeit zurückdenken lassen. Ganz nach dem Motto: „Sonntag ist Zeitumstellung, ich wünsche mir die Achtziger.“ 🙂

Bei Bandcamp kann man die EP in besserer Qualität als bei Zorch Factory Records herunterladen, das kostet dann allerdings mindestens 2 Euro, auch eine CD ist dort für 4 Euro Mindestpreis erhältlich.

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Free-Music-Friday: Etterem/Jenseits

Der Italiener Francesco Vecchi hat unter dem Projektnamen Etterem ein Album herausgebracht, bei dem der Titel schon alles aussagt: „Dark Irish. Some Tunes„. Trotzdem hat er sich noch eine Bezeichnung für seine Musik ausgedacht: „Electro Dark Irish„. Jetzt sind aber wirklich keine Fragen mehr offen, oder?

Francesco verbindet tradionelle irische Klänge, die ganz bodenständig mit allerhand Saiteninstrumenten erzeugt werden, mit Dark Ambient Sounds. Beim Nostress Netlabel gibt es seit einigen Tagen eine kostenlose digitale Version des sechs Lieder umfassenden Albums sowie eine auf 100 Exemplare limitierte Vinyl-Ausgabe, die für 15 Euro inkl. Versand erhältlich ist und zwei Lieder mehr bietet. Beide Ausgaben sind unter Creative Commons BY-NC-ND lizensiert.

Ein weiteres Projekt des Mailänders ist Jenseits, mit dem er allerdings ganz andere Töne anschlägt. Er hat dem Achziger-Jahre-Kultfilm „Liquid Sky“ ein Album gewidmet, mit Musik, die durch die damalige Zeit inspiriert und teilweise mit Soundfetzen aus dem Film garniert wurde. Auch dieses Album ist bei Nostress unter Creative Commons BY-NC-ND erschienen (2012).

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Free-Music-Friday: ·Y·

Auch 2013 ist jeder Freitag wieder ein Free-Music-Friday, ich hoffe, ihr seid alle gut reingekommen. Die erste Band des Jahres ist brandaktuell, auch wenn sie nicht so klingt. Die Rote Raupe hat zum Debütalbum des spanischen Duos ·Y· (sprich Ypsilon) sogar eine konspirative und lange verschollene Kollaboration von Martin L. Gore (Depeche Mode) und Ian Curtis (Joy Division) ersponnen und damit natürlich meine Aufmerksamkeit erregt. Und weil „Horizonte de Sucesos“ unter Creative Commons lizensiert wurde, ist es ein guter Start in das neue Free-Music-Jahr.

·Y· sind elektronisch, minimalistisch und klingen tatsächlich wie aus einer Zeit vor über 30 Jahren, als der New Wave kalt wurde und Bands wie Siglo XX, Trisomie 21 oder Clair Obscure das Untergenre Cold Wave mit prägten. Auch John Carpenter, der seine Kompositionen auch oft auf das Nötigste beschränkte, scheint bei einigen Titeln Pate gestanden zu haben.

Die Veröffentlichtung von „Horizonte de Sucesos“ ist für den 24.01.2013 beim Netlabel Burka For Everybody vorgesehen, auf der Bandcamp-Seite der Band kann es aber schon als „Name your price“ heruntergeladen werden.

Dort gibt es zu den gleichen Konditionen ebenfalls eine Single-Veröffentlichung mit 2 Non-Abum-Tracks:

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