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Free-Music-Friday: rec72 feiert 5. Label-Geburtstag

Zwei Jahre ist es schon her, dass ich ein ganzes Label zum Free-Music-Friday präsentiert habe. Damals feierte Bad Panda Records sein Einjähriges und heute gibt es wieder einen Jubilar in der Netlabel-Szene: rec72. Das Label wurde vor 5 Jahren vom Kölner Marco Medkour gegründet und hat seitdem 50 Alben und EPs unter Creative Commons veröffentlicht. Wenn man möchte, kann man die Musik als „Electronica“ zusammenfassen, Marco selbst sieht sich aber nicht so festgelegt und kann sich für eine ganze Reihe von Genres wie IDM, Acid, Electronica begeistern. Nebenbei ist er auch als Videokünstler tätig und macht für viele seiner Veröffentlichungen Akustikfilme.

Der bekannteste Name im rec72-Portfolio ist sicherlich Zoe Leela, die mittlerweile zu einer Ikone der CC-Musikszene avanciert ist und nicht zuletzt im Zusammenhang mit der C3S gern zu Interviews oder Diskussionsrunden eingeladen wird.

Zoe Leela ist auf der Compilation, die anläßlich des Jubiläums unter dem Motto “Still CCycho After All These Years” veröffentlicht wurde, nicht vertreten, aber Marco hat 8 seiner Electronica-Künstler mit jeweils 2 Songs zusammengestellt:

01. Radio Scotvoid – Push N Pull
02. Pandacetamol – Don’t go near the water
03. Nisei23 – The final days of the Space Cowboys
04. Deef – Auf der Pack
05. Lofiuser – Then to a log
06. Eigenheimer – Moodswing Mixtape
07. Bitbasic – Good barn
08. Small Colin – Sign within
09. Nisei23 – Anima
10. Lofiuser – District 65
11. Eigenheimer – Hold hands while riding a bike
12. Pandacetamol – Boxing bare
13. Small Colin – Racking
14. Bitbasic – Bad barn
15. Radio Scotvoid – Slimeball vomit
16. Deef – Die today

Hier ist ein kurzer Teaser des Albums, das in voller Länge auf der Netlabel-Seite heruntergeladen werden kann.

Gute Unterhaltung und auf die nächsten 5 Jahre rec72! Wer tiefere Einblicke in Leben und Arbeiten von Marco Medkour erhalten möchte, der kann sich den Tonmagnet-Potcast Nr. 13 anhören, in dem er über 2 Stunden Rede und Antwort stand.

rec72 im Netz: Facebook | Last.fm | Pinterest | Soundcloud | Twitter | Vimeo

Free-Music-Friday: Ghostfog

Ghostfog meldete sich im Oktober mit seinem zweiten Album zurück, dass die Fortsetzung des Debüts „Frightnights [under haunted stars] – bad night stories by Seetha Rao“ bildet und folgerichtig mit „Frightnights [under haunted stars] II (Bad Night Stories by Seetha Rao“ betitelt ist.

In 12 Episoden besingt die Mainzer Sängerin Seetha Rao erneut ihre „Bad Night Stories“, in denen sie ihre persönlichen Erlebnisse und Alpträume verarbeitet. Begleitet wird sie von den Dark-Electro-Klängen des Soundtüftlers Ghostfog, die von atmosphärischem Synth-Wave bis zu harten Industrial-Sounds variieren.

Frightnights [under haunted stars] II (Bad Night Stories by Seetha Rao“ ist unter Creative Commons BY-NC-SA erschienen, eine kostenlose MP3-Ausgabe mit 192 kb gibt es beim Netlabel afmusic und Archive.org, dort auch als ogg-Dateien.

Ghostfog im Netz: Bandcamp | Facebook | Last.fm | Myspace | Twitter

Free-Music-Friday: Cold Flesh Colony

Vor gut einem Monat, am 20. September 2012, veröffentlichte das Netlabel Zorch Factory Records das Album „Cold White Light“ (CC by-nc-nd) des östereichischen Ein-Mann-Projektes Cold Flesh Colony.

Der junge Wiener Dieter Lonsing aka Leibregime ist unter diesem Namen seit 2005 musikalisch tätig und hat mit „Cold White Light“ sein fünftes Album produziert. Auch der Vorgänger „The Dark Passenger“ ist bei Zorch Factory Records erscheinen.

Cold Flesh Colony verbindet „klassische“ Industrial-Klänge mit 16-Bit, Dark-Ambient, Trip-Hop Rock- und sogar Metal-Anleihen, so dass eine sehr experimentelle düstere Endzeit-Atmosphäre entsteht. Ich fühlte mich vom Rhythmus oft an Laibach erinnert, aber als seinen größten Einfluss nennt Leibregime den japanische Komponisten Akira Yamaoka, der für den Spieleproduzenten Konami Soundtracks schreibt.

Neben dem kostenlosen Download gibt es auch die Möglichkeit, den Künstler über kommerziellen Plattformen wie iTunes, Amazon oder Musicload finanziell zu unterstützen.

Cold Flesh Colony im Netz: Facebook | Last.fm | Soundcloud | VampireFreaks | Youtube

Free-Music-Friday: Ghostandthesong

„Neo-unrealistic-pop“ nennt Matthias Kanik die Musik, die er unter dem Namen Ghostandthesong kreiert. Experimentierfreudig ist der Berliner, aber er bedient sich doch ganz realer Mittel. Elektronische Elemente paaren sich mit treibenden Bass-Läufen, harten Gitarrenriffs und allerlei Geräuschen wie Meeresrauschen oder Vogelgzwitscher. Darüber oder besser gesagt da hinein legt sich gesampelter Gesang.

Bereits im März 2012 hat Bad Panda Records ihn entdeckt und drei seiner Stücke als „Escapes EP“ veröffentlicht (CC BY-NC-SA). Zu einem der Titel, „Ou Inme“, gibt es ein Video, dass der Filmemacher Marcus Grysczok gemacht hat:

Vor der „Escapes EP“ erschien am 11.11.11 bei DZ Tapes das Split-Album „Unschärfe/Shimmer“ (kostenlos zum Download, ab nicht unter CC), das sich Ghostandthesong mit Chris Rehm teilte.

Ghostandthesong im Netz: Facebook | Last.fm | Soundcloud

Free-Music-Friday: Xes Dreams

„Sie ist ein Model und sie sieht gut aus“. Unter diesem Motto gibt es heute Symphonic-/Gothic-Metal aus der Ukraine. Die Band Xes Dreams aus Odessa wurde 2007 gegründet und besteht aus der Sänerin Valerina Finikopulo, die auch als Model arbeitet, ihrem Ehemann Yuriy Yatsuk (Gitarre, Gesang), Pavel Koshka (Bass) und Alexey Chechelnitsky (Keyboards).

2008 verdiente sich Xes Dreams bereits den Titel „Beste Rock-Band aus Odessa“ und gewann den „Pykeynie Jilety“-Contest. Obwohl die Band seit 2009 an ihrem ersten Album arbeitete, erschien „NC – 17“ erst Ende 2011 beim Netlabel Ripple Arts (unter CC BY-NC-ND). 2010 wurde jedoch schon zwei Websingles veröffentlicht, „March feat. Lestar“ und „Delta Orionis“, 2011 folgten die EP „Beyond“ und die Maxi-Single „Love Me More„.

Xes Dreams erinnern mich am ehesten an Leaves‘ Eyes, die ich sehr schätze. Valerinas Gesang kommt dem von Liv Kristine recht nah ohne wie eine Kopie zu wirken. Neben aufwändigen Arrangements legen Xes Dreams Wert auf eine ausgefeilte Bühnenpräsenz. Wenn man schon ein Model am Mikro hat, dann muß eben auch der Rest der Optik stimmen. Leider werden wir davon in näherer Zukunft hierzulande wohl nichts zu sehen bekommen, aber ein neues Album steht vor der Tür, einen sehr vielversprechenden Teaser davon gibt es bereits:

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