Schlagwort: Post-Punk

Free-Music-Friday: This Cold Night

Kalte Nächte sind es nicht, mit denen wir uns aktuell herumschlagen müssen, aber dafür können wir uns mit This Cold Night etwa Abkühlung verschaffen. Das Einmannprojekt aus Austin/Texas hat in diesem Jahr bereits zwei EPs, eine Single und ein Album herausgebracht, alle unter der Lizenz Creative Commons by-nc.

Chase Morledge, der junge Mann hinter This Cold Night, hat viele Inspirationsquellen von Klassikern wieder Bauhaus und Joy Division bis zu zeitgenössischen Künstlern wie Lebanon Hanover oder Xiu Xiu. Folglich kann man die Musik zwischen Post-Punk, Cold Wave und Dark Wave einordnen. Sehr hörenswert!

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Free-Music-Friday: GegenSchein

Mancher findet die Bezeichnung „Post-Punk“ amüsant, doch er bezieht sich auf eine der interessantesten Musikströmungen der letzten 40 Jahre. Nachdem der Punk Ende der 70 Jahre tot geschrieben wurde, traten Musiker auf die Bühnen, die sich zwar von der Unbekümmertheit der Punkrocker anstecken leißen, jedoch musikalisch neue, eigene Wege beschritten. Auch wich die Aggressivität des Punk melancholischen und düsteren Klängen. „Post-Punk“, die Zeit nach dem Punk, war angebrochen und bis heute orientieren sich Musiker an Bands wie Bauhaus, Joy Division, The Cure und Siouxie & The Banshees. Wie die italienische Band mit dem deutschen Namen GegenSchein.

2003 gegründet veröffentlichte das Quartett am 10.10.10 die erste EP „The silent escape from the right place“ (CC by-nc-sa) mit den Titeln „Silent“, „Escape“ und „Right place“. Es beginnt ruhig und melancholisch mit einem Hauch Cure. Der zweite Song ist deutlich flotter und erinnert an Bauhaus („Passion Of Lovers“) und Joy Division („She’s Lost Control“). Mein persönlicher Favorit. Der Abschluß ist wieder ruhiger mit Cure-Gitarre und wummerndem Bass.

Am 21.06.14 erschien die zweite EP von GegenSchein, „Margini“ (CC by-nc-sa), mit der das Quartett seiner musikalischen Linie treu bleibt, aber auf italienisch singt. Das ist zwar die Sprache von Sommerhits und Liebesschnulzen, bringt aber mit dem etwas leidenden Gesang von Daniele Melone noch mehr Melancholie ins Spiel.

Beide EPs sind bei Bandcamp als Download zum selbstbestimmten Preis ohne Minimum zu haben, also auch kostenlos.

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Free-Music-Friday: The Nightchild

Eine Band, die schon länger zu meinen Favoriten zählt, die ich aber bisher nur kurz zur Free! Music! Week! 2011 vorgestellt hatte, ist the NIGHTCHILD. Das Duo aus der Ukraine hat bereits Ende 2013 zum 10-jährigen Bandjubiläum eine Art Best-Of-Compilation mit dem Titel „Ten Years In The Night“ herausgegeben. Die Besonderheit daran ist, dass die Trackliste von Fans zusammengestellt wurde und die 15 Songs von Alexey „Nightchild A.“ Nikitchenko (Gesang, Gitarre, Keyboards) und Olga „Holy Cat“ Kireeva (Bass) neu arrangiert und mit Hilfe einiger Gastmusiker aufgenommen wurden. Das Album steht unter der Lizenz CC by-nc-sa und ist bei Bandcamp kostenlos als Download erhältlich.

Und the NIGHTCHILD haben keine Angst weiterzumachen, wie sie mit dem am 30. Mai veröffentlichten Album „I’m Not Afraid Of This“ klarstellen. 12 neue Songs mit teilweise hohem Ohrwurmfaktor erfreuen die schwarzen Herzen und Seelen, denn eine gewisse Affinität zu Gothic-Rock, Post-Punk und Batcave sollte man schon haben. Allerdings ist die Musik nicht so schwergängig, so dass auch Freunde weniger düsterer Rock-Musik auf ihre Kosten kommen.

Das Album ist beim Netlabel Cold Insanity Music als kostenloser Download (192 kB/s) erhältlich sowie in allen bekannten Download-Stores.

Am 22. Juni 2014 habe the NIGHTCHILD bekannt gegeben, dass der vier Alben und drei Singles umfassende Backkatalog remastert wurde und zu reduzierten Preisen bei Bandcamp angeboten wird. Die Singles gibt es sogar kostenlos.

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