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Free-Music-Friday: Ghosts In Daylight – Golden And Green EP

Ein Jahr nach ihrer Debüt-EP „Paper Heart“ hat das Londoner Duo Ghosts In Daylight, bestehend aus Meme Love (Gesang, Synthesizer, Cello) und Tim Heymerdinger (Schlagzeug, Percussions, Piano) die „Golden And Green EP“ veröffentlicht (CC by-nc-sa). Unterstützt wurden sie von Rich Huxley (Synthesizer, Hammond-Orgel, Gitarre) und John Elliott (Gesang und Gitarre bei Null Hymn).

Der Titeltrack „Golden And Green“ ist ein flotter charttauglicher Electro-Pop-Song, der in Richtung Lykke Li oder Dido geht und ganz dem Bandnamen „Geister im Tageslicht“ entspricht. Die anderen beiden Titel „The Needle I Tread“ und „Null Hymn“ sind dagegen eher düster-gefühlvoll gehalten, aber auch diese Seite beherrschen Ghosts In Daylight. Der Download ist zum selbst gewählten Preis oder kostenlos möglich, für die CD-Version beträgt der Mindestpreis 3 Britische Pfund (ca. 4,20 Euro) plus Versandkosten.

Die Debüt-EP von Ghosts In Daylight ist ebenfalls zum selbst gewählten Preis ohne Minimum erhältlich, allerdings nicht Creative Commons lizensiert.

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Free-Music-Friday: Japanese Large

Wer den Free-Music-Friday schon länger verfolgt, dem ist das schwedische Netlabel 23 Seconds durch die Veröffentlichungen von Azoora, The Big Sleep In Search of Hades, Emerald Park, Danish Daycare, The Womb und Simon Waldram schon ein Begriff.

Die letzte Veröffentlichung von 23 Seconds stammt von der Band Japanese Large aus Phoenix/Arizona und wird uns als Band mit Vorliebe für das Vermischen von musikalischen Genres, analogen Keyboards, Gitarren mit F-Löchern (also Halbakustisch), Verstärker von Vox und Orange, großartigen Schlagzeugern und unseren weiten blauen Himmel. Eine Band ist es aber auch nicht richtig, sondern eher ein Project des Sängers und Gitarristen Jon Partelow, der mit unterschiedlichen Musikern zusammenarbeitet. Die EP Superpositioned ist unter Mithilfe von Matt Rickard entstanden und beinhaltet 8 instrumentale Indie-Pop/Electronica-Songs, die auch mit Dream-Pop- oder Trip-Hop-Elementen daherkommen. Vermischung von musikalischen Genres eben.

Die EP gibt es kostenlos unter Creative Commons by-nc-sa bei Archive.org, Soundcloud und Bandcamp. Außerdem ist die Debüt-EP „Miles Away“ erhältlich sowie die „Found EP„. Schließlich gibt es auch noch eine EP, die in Zusammenarbeit mit dem eingangs erwähnten Projekt Azoora entstanden ist.

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Free-Music-Friday: Condemnatus

Massentauglich ist es sicher nicht, was David Eliel Bocanegra Michel unter dem Namen Condemnatus musikalisch abliefert, doch für Anhänger der schwarzen Szene – wie mich z. B. – klingt es ganz wunderbar. Düstere Klänge liefert der Mexikaner ab, meist instrumental und minimalistisch arrangiert. Hauptinstrument ist das Klavier, welches nur in wenigen Liedern durch Streicher unterstützt wird. Der Opener des Albums, das den Titel Briefe des Todes trägt, Valley Of Nowhere, ist das einzige Lied, bei dem wir seine Stimme hören. Es erinnert mich an Sopor Aeternus And The Ensemble Of Shadows und Garden Of Delight. Des weiteren fällt eine Nähe zu frühen Werken von Lacrimosa auf, die ja in Mexiko sehr bliebt sein sollen.

Das Album steht unter der Lizenz CC by-nc-nd und ist kostenlos als Download bei Bandcamp erhältlich.

Free-Music-Friday: Antichrisis – Not Fade Away

Durch eine Vorankündigung von At Sea Compilation auf deren kommende Veröffentlichung „German Gothic Isn’t Dead“ (erscheint am 09.08.2015) auf das Nürnberger Duo Antichrisis aufmerksam geworden. Sid und Ayuma haben ihr letztes Album „Not Fade Away“ schon vor bald 3 Jahren herausgebracht (CC by-nc), arbeiten jedoch zur Zeit an gleich zwei neuen Werken. Den Löwenanteil liefert dazu Sid, der als Songwriter, Texter, Multiinstrumentalist (Gitarre, Bass, Keyboards und Schlagzeug) und als Sänger fungiert. Seine Ehefrau Ayuma setzt ihre Stimme gesanglich äußerst ansprechend ein.

Auch die Musik konnte mich überzeugen, schon wegen der sehr großen Range an Genres. Wir finden Irish-Folk, Electronica, Synthie-Pop, Darkwave, Gothic Rock, meist schön melancholisch und mitreißend poppig.

Nahezu jeder Song des Albums hat mich sofort angesprochen, liegen sie doch sehr dicht an meinem persönlichen Musikgeschmack. Wenn ich etwas hervorheben sollte, so wären es das elektronische „Ocean’s Too Wide„, das in die tanzbare Synthie-Pop-Richtung geht, das düstere Darkwave-Stück „Who You Are“ oder das romantische Pop-Duett „Have You Been Loved?„. Aber wirkliche Ausfälle sind unter den insgesamt fast 74 Minuten langen 15 Songs nicht zu finden. Daher ist der Preis von 7 Euro für den Download des Albums auch völlig in Ordnung.

Es gibt auch ein schönes Cover von „New Dawn Fades“ (Joy Division), in der Slideshow erzählt Sid, wie er Joy Division 1979 in London live gesehen hat und wie sehr ihn dieses Konzert geprägt hat.

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Free-Music-Friday: Honeymoon – I Wanna See Everything

Der April, der macht was er will, heißt es. Ich schließe mich an und will Euch mal wieder mit dem Free-Music-Friday beglücken. Vielleicht ist ja jemandem die längere Pause aufgefallen, die ich aus persönlichen Gründen eingelegt hatte. Nun geht es aber weiter und den Neuanfang macht eine Band aus Brooklyn/New York City, die sich Honeymoon nennt und am 16. März 2015 ihre erste EP unter der Creative-Commons-Lizenz by-nc-sa veröffentlicht hat.

Auf „I Wanna See Everything“ erwarten den Hörer vier Songs. Schon die ersten Takte des Openers „Halo“ geben die musikalische Richtung vor, Cait Smith (Gitarre und Gesang), Rob Scheuerman (Gitarre), Nate Patterson (Bass) und Ryan Barnes (Drums) sprechen besonders Fans von Shoegazern wie My Bloody Valentine, Lush oder Pale Saints an.

Freilich haben Honeymoon das Genre nicht neu erfunden, die typischen Stil-Elemente werden jedoch sehr gut ein- und umgesetzt. Wer auf alternative Gitarrenmusik steht, der sollte sich „I Wanna See Everything“ unbedingt anhören.

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(Artikelbild mit freundlicher Genehmigung von Dean Keim.)