Am Montag hat Darkerradio die Mai-Ausgabe der Free-Music-Charts gesendet. Wer im Gegensatz zu mir am Pfingstmontagabend etwas anderes vor hatte, als am Internetradio zu sitzen, der kann den Podcast hören.
Mittlerweile zahlt sich auch aus, dass ich mich seit einiger Zeit sehr intensiv mit Creative-Commons-lizensierter Musik befasse, denn 3 der 7 Neuvorstellungen waren mir nicht nur schon vorher bekannt, ich habe sogar schon vorher über die Künstler gebloggt, nämlich: The Silence Industry, The Wars und Zoe.LeelA.
Herausragende CC-Musik zu finden ist im Grunde ganz einfach, man muß nur einen ähnlichen Musikgeschmack haben wie Falk Merten von afmusic. Drei der bisher hier vorgestellten Bands, nämlich æon sable, Emerald Park und Danish Daycare hat Falk unter Vertrag und heute kommt Nummer 4 dazu: The Silence Industry aus Kanada.
Seit Montag ist die 5. EP der Band mit dem Titel „The Teeth of Tomorrow“ als Download erhältlich, für € 3,90 bei afmusic oder bei Bandcamp als „Zahl-soviel-du-willst“ ohne Mindestbetrag.
The Silence Industry haben mich voll umgehauen, ich habe zuerst den Vorgänger von „The Teeth Of Tomorrow„, die 2009 erschienene und ebenfalls bei afmusic und Bandcamp erhältliche EP „The Edge Of Illusion“ gehört und war beeindruckt. Geboten werden Gitarren-Riffs und -Sounds, die an The Chameleons, The Cure oder Clan of Xymox erinnern, ein Bass, der zeitweise wummert wie der von Peter Hook zu besten New-Order-Zeiten und ein Schlagzeug mit einem Double-Bass-Drum-Spiel wie bei Midnattsol. Ich hatte ein wenig die Befürchtung, dass The Silence Industry mit „The Teeth Of Tomorrow“ andere Wege gehen würden, aber das war unbegründet. Auch das neueste Werk hat mich sofort begeistet, so dass ich euch heute The Silence Industry ans schwarze Herz legen möchte. Ladet euch die EPs herunter, aber zieht bitte auch in Erwägung, bei Gefallen ein paar Euros dafür springen zu lassen, z. B. bei Falk von afmusic, der auch die ersten 3 EPs von The Silence Industry in sein Sortiment aufnehmen wird.
Am 18. Mai 1980 fand Deborah Curtis ihren Noch-Ehemann Ian Curtis erhängt in der Küche ihres Hauses in Macclesfield. Er hatte sich einen Tag vor dem Start der Amerika-Tournee seiner Band Joy Division das Leben genommen und wurde nur 23 Jahre alt.
Vini Reilly (The Durutti Column) – er arrangierte und spielte Gitarre auf Morrisseys Debüt-Album „Viva Hate“ – hat Ian Curtis schon 1980 dieses wunderschöne musikalische Denkmal gesetzt, „The Missing Boy“:
Das Video stammt aus „FACT 56 A Factory Video“ und wurde am 24.07.1981 im Kaivopuisto Park in Helsinki/Finnland aufgenommen. Die Studioversion von „The Missing Boy“ erschien am 01.11.1981 auf dem zweiten Album der Band, „LC“ (Factory FACT 44).
There was a boy
I almost knew him
A glance exchanged
Made me feel good
Leaving some signs
Now a legend…