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WHERE ARE THE GOTHS? ALL THESE PEOPLE ARE WEARING PINK.

Geschrieben von Micha am Freitag, 30 Oktober 2009

Aus dem offenen Brief von Amanda (Fucking) Palmer an Robert Smith:

Looking at the crowd around me at Coachella, I realized: there wasn’t a single person in black. Even the people who were obvious fans and knew every song; they were wearing white, gold, pink, blue. What the fuck was this, when did THIS happen? I realized, slowly, that you became huge while I wasn’t looking. In 1989, everyone who listened to you was black-clad. It must have changed. I leaned over and yelled over the music to my new best friend Derek (who was wearing a white and blue button up shirt) “WHERE ARE THE GOTHS? ALL THESE PEOPLE ARE WEARING PINK.”

“GOTHS UP FRONT PROBABLY” he shouted back. “THERE AREN’T THAT MANY OF THEM, ANYMORE.”

Diese Frage habe ich mir beim M’Era Luna auch gefragt, wo sind eigentlich die Oldschool-Gruftis mit ihren toupierten Haaren hin? Gegangen mit den Haaren? Oder war nur das Line-Up nicht anziehend genug? Das könnte ich nachvollziehen, denn welcher Grufti mit Stolz hört schon ernsthaft Blutengel oder die Crüxshadows? Aber zurück zu Amanda.

Sie erwähnt auch, dass sie 1996 in Bayern gelebt hat und vergeblich versuchte, in die dortige Szene integriert zu werden, was zum Ende ihres Gothic-Daseins führte:

There was a little goth club in Bavaria (where I lived in 1996) that I would religiously attend every tuesday night. I would dress in black, I would dance, and I would pray and hope that some german goth might talk to me and be my friend. There was a boy there with hair like you, so I considered him an ally. One night, I finally got up the never to talk to one of the girls he was with. Later that night he grabbed my head and pulled out a chunk of my hair, which he shoved in my face. “Don’t talk to my girlfriend, or I’ll kill you”, he said. His friends apologized and told me he was drunk. My head hurt for a long time.

Nun weiß dieser bayerische Robert-Smith-look-a-like ja vielleicht, wen er damals an den Haaren zog. ;-)

Wenn es noch eines Grundes bedurfte, Amanda (Fucking) Palmer von ganzem Herzen zu lieben, dann ist es dieses schöne Cure-Fan-Outing. Denn sie hat Recht, wir sollten wieder öfter The Cure hören.

via Chain of Flowers

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Kategorie: Sound of Music, Twenty Four Hours

Pip.io macht die Welle

Geschrieben von Micha am Donnerstag, 29 Oktober 2009

Der Name “Pipio” ist im deutschsprachigen Raum noch bescheuerter als beispielsweise “Piratenpartei“, so heißt allerdings eine neue Webapplikation, auf die ich gestern aufmerksam gemacht wurde. Die Blogpiloten nennen Pipio sogar “das bessere Google Wave“, was ich mangels Wave-Invite nicht beurteilen kann, allerdings kann ich mir jetzt die Wartezeit auf die Google-Welle mit Pipio versüßen.

Ich will hier jetzt gar nicht viel schreiben, denn der Parkrocker hat sich die Mühe gemacht, ein Video zu erstellen, in dem er uns einen kurzen Überblick über die bisherigen Funktionen von Pipio verschafft:

DirektPipio

Ich habe Pipio mit meinem Twitter-Account verknüpft, d. h. alles, was ich bei Pipio öffentlich schreibe, landet auch bei Twitter. Dadurch kann ich auch, wie gesehen, Pipio als Twitter-Client verwenden, allerdings fehlen wichtige Funktionen, wie Retweet- und Fav-Button. Was im Video nicht erwähnt wurde, ist der “News Reader”, mit dem ich RSS-Feeds abonnieren und direkt in Pipio lesen kann. Leider fehlt eine Importfunktion für OMPL-Dateien (noch?). Außerdem kann man mit seinen Kontakte auch direkt chatten, wie bei einem Instant Messager.

Weil so ein Multikommunikationsdienst nur Spaß macht, wenn man viele Kontakte hat, kann man jeden Tag 10 Einladungen versenden. Wer Pipio mal testen möchte, kann es mit dem Einladungscode “pipiobeta” versuchen oder hier einen Kommentar hinterlassen (bitte an die gültige E-Mailadresse denken!).

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Kategorie: Digital

Infoabend der Piratenpartei in Schleswig

Geschrieben von Micha am Dienstag, 27 Oktober 2009

Am 03. November 2009 gibt es ab 19 Uhr im Schleswiger Asgaard (Königstr. 27) einen Infoabend der Piratenpartei.

Alle Mitglieder, solche, die es werden wollen, aber auch alle einfach nur so Interessierten sind herzlich willkommen.

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Kategorie: Hit the North, Piratenpartei

M’Era Luna 2010: Erste Bandbestätigungen

Geschrieben von Micha am Mittwoch, 21 Oktober 2009

Die ersten Bands für das M’era Luna 2010 wurden heute bekannt gegeben:

Das mittlerweile 11. Festival findet am 07. und 08. August 2010 in Hildesheim-Drispenstedt statt.

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Kategorie: Sound of Music

Das ROFLnde Krokodil

Geschrieben von Micha am Freitag, 16 Oktober 2009

Ich möchte euch eines der Geschenke, die meine Frau zu ihrem Geburtstag bekommen hat, nicht vorenthalten. Ach, was schreibe ich, ich kann es euch einfach nicht vorenthalten. :-D

Ladies and Gentlemen, das ROFLnde Krokodil:

DirektROFL

Es verfügt über einen Bewegungssensor und glücklicherweise auch über einen Aus-Knopf. ;-)

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Kategorie: Gentlemen Take Polaroids, Twenty Four Hours

Des einen Twitterer Freud, des Anderen Leid.

Geschrieben von Micha am Freitag, 16 Oktober 2009

Gestern Abend bekam ich zwei Tweets in die Timeline, die völlig gegensätzliche Aussagen hatten:

oepv-tweet1

oepv-tweet2

So dicht liegen Freud und Leid nebeneinander. :-D

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Kategorie: Digital, Twenty Four Hours

5 Jahre Ubuntuusers.de

Geschrieben von Micha am Freitag, 16 Oktober 2009

Ubuntu Love

Heute vor 5 Jahren, am 16.10.2004, wurde die Community Ubuntuusers.de ans Licht der Öffentlichkeit gebracht und ich war der dritte registrierte Ubuntuuser, wenn auch seitdem nicht sehr aktiv als Schreiberling.

Zur Feier des Tages gibt es ein Interview mit Sascha, dem Gründer, und von mir einen herzlichen Glückwunsch. Auf die nächsten 5 Jahre!

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Kategorie: Digital, Ubuntu

Angriff auf die Freiheit – Rettet die Grundrechte! (Update)

Geschrieben von Micha am Freitag, 16 Oktober 2009

Gerhart Baum und Ilija Trojanow auf der Frankfurter Buchmesse am 15.10.2009. (Screenshot: ZDF)

Gestern gab es anläßlich der Frankfurter Buchmesse ein Gespräch mit Gerhart Baum und Ilija Trojanow, die beide kürzlich ein Buch zum Thema Sicherheit und Freiheit und warum sich beides ausschließt herausgebracht haben. Das Werk von Trojanow, “Angriff auf die Freiheit“, das er zusammen mit Juli Zeh geschrieben hat, habe ich bereits vorgestellt und es liegt noch immer angelesen auf meinem Nachtschrank. “Rettet die Grundrechte!” von Gerhart Baum (FDP), Bundesinnenminister von 1976 bis 1982 unter Helmut Schmidt, geht in die gleiche Richtung und daher bestand zwischen den Autoren eine große Übereinstimmung. Es ging auf der Buchmesse verständlicherweise auch mehr um die Vorstellung der Bücher als um eine kontroverse Diskussion. Dafür liefern die Autoren aber gute Zusammenfassungen aus ihren Büchern und Denkanstöße für die, die noch immer nicht erkannt haben, warum das Thema so imens wichtig ist..

Hier kann man das Gespräch noch einmal als Video sehen oder dort zum Hören herunterladen. 30 Minuten Lebenszeit, die mal sinnvoll angelegt sind und unbedingt investiert werden sollten.

Trojanow unterstützt ja offen die Piratenpartei, Gerhart Baum ist leider vertraglich an die FDP gebunden, ist dort aber ein wichtiger Verbündeter. Er war zu der Zeit Bundesinnenminister, die als “Deutscher Herbst” in die Geschichte einging. Ich würde gern wissen, wie er die Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen in Bezug auf die Bürgerrechte einschätzt, dazu werden wir hoffentlich noch etwas hören oder lesen.

Zu lesen bekam ich in den letzten Tagen einige Meldungen, die gut zum Thema passen und die aufzeigen, wie weit es schon gekommen ist mit dem Überwachungswahn:

  • In den USA soll ein Sechsjähriger der Schule 45 Tage in eine Besserungsanstalt, weil er voller Stolz sein Campingbesteck mitbrachte, das er als Pfadfinder bekommen hatte. Eigentlich nur verständlich, denn es werden zur Terrorabwehr schließlich auch Nagelfeilen auf Flughäfen einkassiert, aber eine vergleichsweise drakonische Strafe ist hier meiner Meinung nicht angebracht.
  • In Niedersachsen werden Besucher von Moscheen ungefähr 7 mal im Jahr einer Ausweiskontrolle unterzogen. Innenminister Schünemann sieht darin aber keinen Generalverdacht. Viele Gläubige verzichten NDRinfo zufolge aber bereits auf den Moscheebesuch, wenn sie Polizeipräsenz bemerken. Und womit? Mit Recht.
  • Und in England muß sich jeder registrieren lassen, der mit Kindern zu tun hat, die nicht die eigenen sind. Dabei wird auch ein Risiko-Profil von verdächtigen Personen unter Berücksichtigung von “Interessen, Einstellungen, Beziehungen und Lifestyle” erstellt. Wenn also eine Putzfrau in einem Haushalt mit Kindern tätig sein will, dann muß sie sich bei der “Independent Safeguarding Authority (ISA)” registrieren lassen. Tut sie das nicht, drohen 5000 Pfund Strafe und ein Umgangsverbot mit Kindern.

Diese Maßnahmen hinterlassen zumindest bei mir nicht das Gefühl der Sicherheit, sondern ein ganz mulmiges.

Update: Die von mir gewünschte Stellungnahme von Gerhart Baum zu den Koalitionsverhandlungen ließ nicht lange auf sich warten, der WDR hat ihn heute morgen interviewt. Er sieht die Vereinbarung zum Zugangserscherungsgesetz als klaren Sieg für seine Partei:

Die FDP hat hier ganz klar Bürgerrechte durchgesetzt und gestärkt. Das ist das Ziel auch für die weitere Arbeit in der Bundesregierung. Wir haben hier auf Feldern gekämpft und gewonnen, auf denen die SPD sich nur halbherzig reingehängt hatte oder schnell eingeknickt ist. Außerdem hat es sich gezeigt, dass der Satz von Herrn Bosbach, dass es keine Änderungen geben werde, schlichtweg nicht stimmt. Und das freut mich.

Die Zeit spricht allerdings von einem Pyrrhus-Sieg.

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Kategorie: Piratenpartei, Twenty Four Hours

Peter Murphy ist heute in Hamburg

Geschrieben von Micha am Donnerstag, 15 Oktober 2009

Peter Murphy, charismatischer Sänger von Bauhaus und Godfather of Goth, gibt heute ein Konzert in der Hamburger Fabrik. Leider kann ich nicht dabei sein.

Ich habe Peter Murphy bisher zweimal live gesehen, das erste Mal 1992 bei der WDR-Rocknacht in Düsseldorf, das zweite Mal 1998 mit Bauhaus im Hamburger Docks. Hm, long time no see.

Als kleine Entschädigung für mich, mein Lieblingslied aus dem Jahr 1986, Tale of the Tongue:

DirectTale

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Kategorie: Sound of Music

Warwick = Ausbeuter

Geschrieben von Micha am Freitag, 9 Oktober 2009

Als Bassist kenne ich selbstverständlich die Firma Warwick. 1982 vom Sohn des Framus-Gründers im Oberfränkischen ins Leben gerufen hat sich Warwick bald einen klingenden Namen in der Szene gemacht. Im oberen Preissegment angesiedelt, blieben die Edelbässe allerdings für viele Bassisten nur ein Traum.

Ein Alptraum hingegen sind die Arbeitsbedingungen bei Warwick, die Stern.de gestern an’s Licht brachte:

Vor kurzem lobte Bundespräsident Horst Köhler ausdrücklich die Mitbestimmung von Arbeitnehmern. Nun besuchte er eine sächsische Firma, die ihre Mitarbeiter ausbeutet und einen Betriebsrat verhindert.

Mitte der 90er war Warwick nach Sachsen umgesiedelt, schmückt sich weiterhin mit klingenden Endorser-Namen wie Marco Hietala (Nightwish) oder Chris Lukhaup (ex-Leaves' Eyes) und ist bei Gewerkschaftlern und Arbeitsrechtlern eher negativ behaftet:

Dabei gibt es in der hippen Gitarrenschmiede weder einen Betriebsrat noch Mitbestimmung – und die Arbeitsbedingungen sind selbst für den ostdeutschen Musikinstrumentenbau, wo traditionell wenig gezahlt wird, hart. (Stern.de)

Jonas (Kontrabassblog) hat die Geschichte beim Bass-Blogger aufgegriffen (der sie wiederum von mir via Twitter bekommen hat ;-) ) und Auszüge aus einer Stellenausschreibung der Firma Warwick veröffentlicht:

„was suchen wir nicht: Einen Mitarbeiter der nur einen Job sucht und für den nicht der Job in einem Unternehmen wie Warwick ein Traum ist, sein Hobby zu verwirklichen. Das Einkommen darf keine Rolle für Sie spielen (…) Voraussetzung: Umzug mit Hauptwohnsitzort Markneukirchen, Arbeitszeiten: Montags bis Freitags von 08:30 bis 19:00 Uhr, oft auch später, manchmal auch früher, 3 Samstage pro Monat von 10:00 bis 14:00 Uhr. Es kann auch schon mal vorkommen, das wir Samstags und Sonntags arbeiten (…) Sonstige Konditionen: Urlaub 20 Tage, 3 Tage Karrenzregelung. Ferner arbeiten wir an 2 Feiertagen (…). Urlaub: viele Mitarbeiter nehmen aber nicht die 20 Tage sondern max. 10 bis 15 Tage (…).“

und fügt treffend hinzu:

Vielen Selbständigen mag ein solches Arbeitspensum irgendwie bekannt vorkommen. Auch in vielen kleinen oder mittleren Handwerksbetrieben, ob im Instrumentenbau oder anderswo, geht es sicher nicht viel anders zu. Ob nun angestellt oder selbstständig – die Grenzen zwischen Ausbeutung und Selbstausbeutung können fließend sein. Sein Hobby zum Job machen – mit diesem Angebot schaffen es manche Branchen, billigen und dennoch motivierten Nachwuchs zu rekrutieren. Um sich in Traumberufen wie Gitarrenbauer, Schneiderin, Journalist, Grafik-Designer oder anderen coolen Medienberufen selbst zu verwirklichen, nehmen eben viele Arbeitsbedingungen hin, zu denen sie als Fahrkartenkontrolleur eher nicht arbeiten würden … und auch Musikern ist das Problem ja nicht ganz fremd.

Dem ist nichts hinzuzufügen. Warwick stellt sich damit auf eine Stufe mit Lidl, Schlecker und anderen, die es mit den Arbeitsbedingungen nicht ganz so genau nehmen. Das schmälert schließlich auch den Unternehmensgewinn.

Ach so: In Sachsen werden weiterhin Edelbässe gebaut, die preislich zwischen 850 € und ach, sag mal ‘ne Zahl angesiedelt sind, die Warwicks im unteren Preissegment werden in Asien gefertigt.

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Kategorie: Sound of Music, Twenty Four Hours