Kategorie: Digital

Amanda Palmer

Amanda Palmer: The art of asking (TED Talk)

Ich kann mir dieses Video mit Amanda Palmer bei der TED Konferenz immer und immer wieder anschauen, denn es ist einfach großartig und deshalb poste ich es hier jetzt, auch wenn es schon ein paar Tage alt ist:

Don’t make people pay for music, says Amanda Palmer: Let them. In a passionate talk that begins in her days as a street performer (drop a dollar in the hat for the Eight-Foot Bride!), she examines the new relationship between artist and fan.

Amanda Palmer im Netz: Bandcamp | Facebook | Flickr | Myspace | Twitter | noch ein Twitter | YouTube

Unwoman startet Crowdfunding für ihr neues Album

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Bis morgen, 31. Mai (23:59 Uhr EDT – Eastern Daylight Time), kann man noch sich noch an der Finanzierung von Amanda Palmers nächsten Projekten – einem Album, einem Buch und einer Tour – beteiligen. Dafür wird sie über eine Million US-$ zur Verfügung haben und kann sich wohl “Weltmeisterin im Crowdfunding” nennen.

Den gleichen Weg geht nun auch die Steampunk-Cellistin Erica Mulkey alias Unwoman, auch sie hat eine Crowdfunding-Aktion gestartet, das mit einem Ziel von 7.500 US-$ bis 16. Juli schon von vornherein kleiner ausgelegt ist, es geht auch “nur” um ein Album, das unter Creative Commons lizensiert und ab 1 US-Dollar bei Bandcamp zu haben sein wird.

Unwoman im Netz: Bandcamp | Facebook | Last.fm | Tumblr | Twitter | Wikipedia (en) | Youtube

“Verdachtsfrei – Anlasslos – Nutzlos” – Ein Video gegen die Vorratsdatenspeicherung

Ich bin natürlich gern behilflich, das folgende Video gegen die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung zu verbreiten, schließlich ist das bei uns in Schleswig-Holstein auch ein Thema bei den Koalitionsverhandlungen der “Schleswig-Holstein-Ampel” und deren Unterstützung durch die Piraten-Fraktion im Kieler Landtag.

Stoppt die Vorratsdatenspeicherung | Verdachtsfrei – Anlasslos – Nutzlos

CC-BY-NC-ND

Animation: liekmudkip
Voice: mc.fly
Music by: Miguel Herrero – Ice Beat http://www.jamendo.com/de/artist/6189/miguel-herrero

Das Video ist Teil einer Kampagne gegen die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung
Mehr darüber auf: http://www.stop-vds.de
Mit freundlicher Unterstützung:
CCC https://www.ccc.de
AK Vorrat https://www.vorratsdatenspeicherung.de/
FoeBud https://www.foebud.org/

Runder Tisch zum Urheberrecht vom 09.05.2012

Ich weiß, das Thema “Urheberrecht” kann niemand mehr hören, und Schuld daran tragen m. E. zum großen Teil diejenigen, die nicht müde werden zu behaupten, die Piratenpartei wolle es abschaffen und zum kleinen Teil auch Piraten und andere Urheberrechtsreformer, in dem sie darauf eingehen. Dabei gibt es nicht nur den Wettstreit, wer urheber ist als der andere, sondern auch Versuche, die Beteiligten an einen Tisch zu bekommen. Einer dieser “Runden Tische” kam auf Betreiben des Piraten (und Musikers) Daniel Neumann (DanielSan) zustande und fand am letzten Mittwoch (09.05.2012) im Mumble statt. Daniel ist maßgeblich für den Programmantrag 149 (“Reform des Urheberrechts – Stärkung der Interessen von Urhebern und Allgemeinheit”) verantwortlich, der beim Bundesparteitag 2011.2 in Offenbach angenommen wurde und Teil des Wahlprogammes zur nächsten Bundestagswahl werden soll. Dazu soll der Antrag bis zum 27.05.2012 noch verfeinert werden, auch im Dialog mit den Urhebern und Verwertern, wie bei dieser Veranstaltung.

Zu Gast waren außerdem Bruno Kramm (Musiker, Labelchef und Urheberrechtsbeauftragter der Piratenpartei), Philip Ginthör (CEO Sony Music Deutschland, Österreich, Schweiz) und Oliver Stock (Chefredakteur Handelsblatt Online), moderiert wurde die virtuelle Podiumsdiskussion von Jörg Heidrich (Justiziar des Heise Zeitschriftenverlags).

Einen Mitschnitt des fast 2-stündigen “Runden Tisches” gibt es dort (ogg).

Dänemark: 95% der Musik ist illegal?

Ein Beispiel für (fast) erfolgreiche Lobbyarbeit aus Dänemark: Die dortige Handelsministerin Pia Olsen Dyhr ging mit falschen Zahlen der Musik-Lobby hausieren, um damit die Notwendigkeit von ACTA zu rechtfertigen, wie Netzpolitik.org berichtet. 95% der im dänischen Internet heruntergeladenen oder gestreamten Musikstücke würden aus illegalen Angeboten stammen.

In der investigativen dänischen Fernsehsendung “Detektor” wurde dieser Fall publik gemacht und der Zahl auf den Grund gegangen. (Das Video ist mit deutschen Untertiteln versehen.)

Fakt ist, dass die Zahl “95%” vor 3 bis 4 Jahren ermittelt wurde und die globale Situation widerspiegelt, zudem noch vor dem Durchbruch von z. B. Spotify. Für Dänemark konnte im November 2010 von der KODA, dem dänischen Pendant zur GEMA, nur die Zahl erhoben werden, dass die Hälfte der Musikdownloads bezahlt wurden – was allerdings nicht den Umkehrschluß zuläßt, dass die andere Hälfte illegal sei, wie auch Pia Olsen Dyhr am Ende der Reportage zugab.

Das erinnert mich sehr an Ursula von der Leyen, die in der damaligen Debatte um das Zugangserschwerungsgesetz (ZugErschwG) ebenfalls versuchte, falsche Fakten durch ständiges Wiederholen wahr werden zu lassen.

Rusconi Revolution – von Sony zu Indie

(Nicht nur) In diesem Monat lohnt ein Blick auf das “Album des Monats” bei den Musikpiraten, dort bzw. in einem dort eingebundenen Video erklären die 3 Musiker der schweizer Jazz-Rock-Band Rusconi, immerhin Echo-Gewinner 2011, warum sie sich von ihrem Major-Label Sony getrennt haben und ihr Album “Revolution” nicht nur in Eigenregie herausgebracht haben, sondern auch kostenlos zum Download anbieten.

DirektLink

CDs gibt es dagegen nur bei den Konzerten von Rusconi zu kaufen:

22.03.12 – Wiesbaden, Schlachthof
24.03.12 – Karlsruhe, Tempel
28.03.12 – Berlin, HBC
29.03.12 – Hamburg, Kampnagel
30.03.12 – Bremen, Kito

Ein Interview zum Album hat Mario Keipert von Musik am Montag mit Stefan Rusconi geführt.

Zoe.Leela bei RBLLN.TV

Am Dienstagabend war Zoe.Leela mit ihren Mitstreitern Noah Felk (Komponist und Produzent) und TomPIGS (Manager und Fotograf) 2 Stunden bei Rblln.TV zu Gast und sprach unter anderem über ihr aktuelles Album “Digital Guilt” (veröffentlicht unter CC BY-NC-SA 3.0), Creative Commons und die GEMA, der sie ja bekanntlich und verständlich nicht wohlgesonnen ist. Dazu gab es auch Musik vom Album und Wünsche der Band.

Wer den Live-Stream verpasst hat, kann zumindest den Audiopart nachhören, es lohnt sich:

Geheime Petition gegen Bruno Kramm

In den letzten Monaten habe sicher nicht nur ich Bruno Gert Kramm als einen der Köpfe der Anti-ACTA-Bewegung wahr genommen. Schließlich ist er die Stimme des von ihm übersetzten Anonymous-Videos “Was ist ACTA?” und war als Redner bei der Demos in München (11.02.12) und Nürnberg (25.02.12) präsent.

Die Anti-ACTA-Bewegung ist natürlich hoch erfreut, wenn sie Unterstützung von einem Kulturschaffenden bekommt, der eigentlich ja zu den Befürwortern von ACTA gehören müßte. Und aus dem Lager kommt Kritik an Bruno Kramm: Der Musikverwerter Stefan Herwig (Dependent) hat gar eine Petition (pdf) an Vertreter der Musikbranche verteilt, die Kramm auffordert, “das desinformierende „Was Ist ACTA“ Video von YouTube zu löschen UND sich von seinen Falschinformationen öffentlich zu distanzieren” sowie an YouTube gerichtet, ein selbst produziertes Video “Was ist ACTA Nicht” “gleichrangig neben das desinformierende „Was Ist ACTA“ Video zu stellen, damit sich die Nutzer ein neutrales Bild vom Wahrheitsgehalt des Videos und den wirklichen Inhalten des ACTA-Abkommens machen können.”

Eine Stellungnahme von Bruno Kramm dazu wurde in der Flaschenpost veröffentlicht, dem Nachrichtenmagazin der Piratenpartei, als dessen Mitglied sich Kramm dort ebenfalls geoutet hat. Willkommen an Bord!

Stopp ACTA

Morgen ist der von der Piratenpartei und zahlreichen anderen Institutionen ausgerufenen ACTA-Aktionstag. In vielen deutschen Städten werden Demos stattfinden.

Damit jeder nochmal nachlesen und -hören kann, was es mit ACTA auf sich hat, auch um Freunde, Bekannte und Verwandte zu sensibilisieren, stelle ich hier nochmal die meiner Meinung nach besten Informationen zusammen.

Zunächst gibt es als Einführung das von Bruno Kramm (Das Ich, Danse Macabre) synchronisierte Video “Was ist ACTA“:

Die Süddeutsche Zeitung hat ein Interview mit Bruno veröffentlicht, in dem sich der Musiker und Labelchef zu den ACTA-Protesten und dem Urheberrecht im Allgemeinen äußert.

Michael Seemann hat einen Text für seine “nicht so netzpolitisch interessierten Freunde” geschrieben, den er auch über Facebook verbreitet hat und der auch für Nicht-Nerds verständlich ist.

Die Digitale Gesellschaft hat schließlich eine Übersetzung der FAQ von EDRi (European Digital Rights) veröffentlicht sowie eine eigene Informationsseite über ACTA.

Es gibt auch eine Petition, die die Mitglieder des EU-Parlaments auffordert, die Ratifizierung von ACTA abzulehnen. Bisher haben über 2 Millionen Bürger aus ganz Europa unterzeichnet.