Julia Kotowski alias Entertainment For The Braindead hat nur kurz nach der Veröffentlichung von Gahzed, bei der sie mitgewirkt hat, selbst noch ein paar Songs herausgebracht. Der Titel lautet “Trivialities” und Julia geht mit ihrem Werk hart in’s Gericht:
Now this is nothing for the Greatest Hits Collection. No excellent piece of craftsmanship, no mentionable artistic value. Just stuff that happened, songs that happened while I was planning on something else, like a comma in the short story that is my life.
Laßt euch davon bloß nicht abschrecken und hört euch die “Trivialities” einfach selbst an:
Heute geht es um Azoora, ein Duo aus London, das bereits seine fünfte EP herausgebracht hat, immer mit 3 Songs und 3 Remixen. Auf der Suche nach ihrem eigenen Sound vereinen Paul Loader und John Purcell eine Vielzahl von Genres, angefangen mit psychedelischen Klängen aus den 60ern, über 90er-Indie-Pop und Manchester Rave bis hin zu modernem Trip Hop. Auf ihrem letzten Werk “Tension” wurden Sänger/Gitarrist Loader und Multi-Instrumentalist Purcell dabei von Ben Cochrane am Schlagzeug und der Sängerin Trudi Lawrence unterstützt.
Der Song “The Majesty – Return of the King” gehört zu den Neuvorstellungen der aktuellen Free-Musik-Charts, für die ihr noch bis 20. September abstimmen könnt.
“Als Gahzed verhelfen die beiden Überlebenden des Untergangs der Vorzeige-Indietronic-Combo Monomatik mit ihrem ersten Album auf iD.EOLOGY dem Ideal des unsicheren, schüchternen Anti-Helden zu neuem Glanz. Gekonnt verweben sie musikalische Einflüsse aus Hippiesound, Independent-Pop und New Wave zu melancholischen und sentimentalen, eingängigen und mitreißenden Songs voller Gefühl, Schmerz und Authentizität. Wenn dann auch noch Julia Kotowski alias Entertainment for the Braindead einige der Stücke mit ihrer ätherischen und verführerischen Stimme veredelt, wird es nicht nur für diejenigen, die schon immer das Demo-Tape dem durchgestylten Produkt vorgezogen haben, schwer, diesem ganz speziellen Charme der Kombination aus elektronischen Beats und elektrischen Gitarren nicht zu erliegen.”
Room 101 ist ein Quartett aus Chicago, das sich nicht nur nach einem Zimmer aus George Orwells Klassiker “1984″ benannt hat, sondern sich auch textlich mit Konsumkritik, Überwachung und der Entmenschlichung der Arbeiterklasse befaßt. Musikalisch untermalt werden die Botschaften mit Electropunk und Industrial. Beim Hören wurde ich teilweise an The Cassandra Complex oder Carter USM erinnert, was das Zusammenspiel von Gitarren und Synthesizer betrifft.
Am 13. Juli ist ihre EP “The Gadfly” (Der Störenfried) mit 7 Songs unter CC-by-nc-sa erschienen.
Die EP ist als kostenloser Download bei Bandcamp erhältlich.
Ich habe bisher noch nicht erwähnt, dass mir mein Engagement für freie Musik, das ich seit einigen Monaten nun schon an den Frei-Tag lege, einen Platz in der Jury des Free! Music! Contest 2010 eingebracht hat.
Gerade habe ich meine Jurorenpflicht erfüllt und meine Favoriten aus den eingereichten Songs übermittelt. Und das war nicht einfach, kann ich euch sagen, denn es wurden 130 Songs (aus 30 Ländern) in die Wertung genommen. Natürlich waren die Dateien anonymisiert, ein paar Songs habe ich zwar erkannt, bei den Meisten weiß ich aber nicht, für wen ich da gestimmt habe. Insofern bin ich sehr gespannt auf die Auflösung, denn über viele der Musiker würde ich gern mehr erfahren und mehr von ihnen hören. Das gibt ja auch reichlich Futter für den Free-Music-Friday.
Übrigens werden noch Spenden für den Free! Music! Contest 2010 benötigt, denn am 02.10.2010 soll in der Kreativfabrik in Wiesbaden eine Party mit Live-Musik stattfinden. Der Verein Musikpiraten e.V., der den FMC2010 veranstaltet ist übrigens als gemeinützig anerkannt, so dass die Spende von der Steuer absetzbar ist.
Mitglieder der Piratenpartei können übrigens einen Antrag an den Vorstand unterstützen, dass dieser den Free! Music! Contest 2010 finanziell unterstützt.
Cold Colours waren ein finnisches Goth-Rock-Trio, dass 2001 als Cure-Cover-Band (Cold Colours war ein früherer Name des Cure Songs Primary) begann und 2005 auseinander ging. Groß ist ihr Nachlass nicht, aber für Freunde der dunklen Musik im Stile von Cure, Bauhaus, Siouxie oder Dead Can Dance durchaus interessant.