Das Schleswig-Holsteinische Landesverfassungsgericht in Schleswig hat heute entschieden, dass das Wahlgesetz in Schleswig-Holstein teilweise verfassungswidrig ist. Bis zum 31.05.2011 muß eine entsprechende Überanbeitung erfolgt sein, bis zum 30.09.2012 müssen Neuwahlen stattgefunden haben. Bis dahin darf Schwarz/Gelb mit der Eine-Stimme-Mehrheit weiterregieren. (Quelle: NDR)
Heute geht es um Azoora, ein Duo aus London, das bereits seine fünfte EP herausgebracht hat, immer mit 3 Songs und 3 Remixen. Auf der Suche nach ihrem eigenen Sound vereinen Paul Loader und John Purcell eine Vielzahl von Genres, angefangen mit psychedelischen Klängen aus den 60ern, über 90er-Indie-Pop und Manchester Rave bis hin zu modernem Trip Hop. Auf ihrem letzten Werk “Tension” wurden Sänger/Gitarrist Loader und Multi-Instrumentalist Purcell dabei von Ben Cochrane am Schlagzeug und der Sängerin Trudi Lawrence unterstützt.
Der Song “The Majesty – Return of the King” gehört zu den Neuvorstellungen der aktuellen Free-Musik-Charts, für die ihr noch bis 20. September abstimmen könnt.
Der Bundesinnenminister sieht übrigens “keinen unmittelbaren Handlungsbedarf”, wie er im Interview mit Plusminus (heute, 21.50 Uhr) erklärte, Frau Aigner, übernehmen Sie!
Jeder sollte bis Oktober noch den aktuellen Personalausweis beantragen bzw. verlängern, bevor der ePerso kommt.
Room 101 ist ein Quartett aus Chicago, das sich nicht nur nach einem Zimmer aus George Orwells Klassiker “1984″ benannt hat, sondern sich auch textlich mit Konsumkritik, Überwachung und der Entmenschlichung der Arbeiterklasse befaßt. Musikalisch untermalt werden die Botschaften mit Electropunk und Industrial. Beim Hören wurde ich teilweise an The Cassandra Complex oder Carter USM erinnert, was das Zusammenspiel von Gitarren und Synthesizer betrifft.
Am 13. Juli ist ihre EP “The Gadfly” (Der Störenfried) mit 7 Songs unter CC-by-nc-sa erschienen.
Die EP ist als kostenloser Download bei Bandcamp erhältlich.
Ich habe bisher noch nicht erwähnt, dass mir mein Engagement für freie Musik, das ich seit einigen Monaten nun schon an den Frei-Tag lege, einen Platz in der Jury des Free! Music! Contest 2010 eingebracht hat.
Gerade habe ich meine Jurorenpflicht erfüllt und meine Favoriten aus den eingereichten Songs übermittelt. Und das war nicht einfach, kann ich euch sagen, denn es wurden 130 Songs (aus 30 Ländern) in die Wertung genommen. Natürlich waren die Dateien anonymisiert, ein paar Songs habe ich zwar erkannt, bei den Meisten weiß ich aber nicht, für wen ich da gestimmt habe. Insofern bin ich sehr gespannt auf die Auflösung, denn über viele der Musiker würde ich gern mehr erfahren und mehr von ihnen hören. Das gibt ja auch reichlich Futter für den Free-Music-Friday.
Übrigens werden noch Spenden für den Free! Music! Contest 2010 benötigt, denn am 02.10.2010 soll in der Kreativfabrik in Wiesbaden eine Party mit Live-Musik stattfinden. Der Verein Musikpiraten e.V., der den FMC2010 veranstaltet ist übrigens als gemeinützig anerkannt, so dass die Spende von der Steuer absetzbar ist.
Mitglieder der Piratenpartei können übrigens einen Antrag an den Vorstand unterstützen, dass dieser den Free! Music! Contest 2010 finanziell unterstützt.
Cold Colours waren ein finnisches Goth-Rock-Trio, dass 2001 als Cure-Cover-Band (Cold Colours war ein früherer Name des Cure Songs Primary) begann und 2005 auseinander ging. Groß ist ihr Nachlass nicht, aber für Freunde der dunklen Musik im Stile von Cure, Bauhaus, Siouxie oder Dead Can Dance durchaus interessant.
The Seventh Necronation (T7N) war zunächst das Projekt des Toningenieurs Chris Bortle (Vocals, Guitar, Synth, Programming) aus Waverly (sic!), New York, der ursprünglich ein professionelles Tonstudio betreiben wollte, sich dann aber dafür entschied, selbst als Musiker tätig zu werden. Inspiriert von Industrial, Darkwave, World und New Age Music komponierte er einige Stücke, die er mit Unterstützung von Travis Uhl (Bass, Vocals) und Kourtney Moore aka Raivyn (Synth, Keyboards, Vocals) arrangierte und aufnahm. Muikkalisch irgendwo zwischen Nine Inch Nails und L’Âme Immortelle mit schönen Arragements und angenehmen Stimmen.
Insgesamt sind 21 Songs auf der Internetseite von T7N kostenlos erhältlich, allerdings ohne Lizenzangabe. Ich beschränke mich daher auf 3 Stücke, die im Free Music Archive zu haben sind:
Dort sind diese kostenlosen Downloads mit der Lizenz cc-by-nc-nd gekennzeichnet. Chris hat auf meine Anfrage erklärt: “Feel free to publish any of my current music anywhere you wish.” Auf jeden Fall könnt ihr euch also an der Musik von T7N erfreuen.
Konsta Vehkala lebt in Mittelfinnland und macht unter dem Namen LAHO Industrial-Metal, den er unter Creative Commons veröffentlicht. Sowohl Freunde der EBM-Schiene als auch die des Metal kommen bei LAHO auf ihre Kosten.
Als Einflüsse nennt Konsta unter anderen Rammstein, Nine Inch Nails und Apoptygma Berzerk, aber auch Anklänge an symphonischen Metal wie Nightwish sind unüberhörbar.
Am heutigen Free-Music-Friday entführe ich euch ins Land der aufgehenden Sonne, denn auch in Japan werden Creative-Commons-Lizenzen verwendet, um Musik zu veröffentlichen.
So auch vom Musiker ypl, der mit Gitarren und Synthesizer arbeitet und sich an westlichen Bands wie My Bloody Valentine, Cocteau Twins oder Mazzy Star orientiert. Heraus kommt dabei ein schöner Shoegaze mit elektronischen Elementen. Für den besonderen Touch sorgt der Gesang, erstmal ist die japanische Sprache zwar sehr reizvoll, aber nicht für alle europäischen Ohren eingängig, und zweitens kommen die Stimmen ebenfalls aus dem Synthesizer, mit Hilfe von Vocaloid. Bei einigen Liedern fühlte ich mich an “Blade Runner” erinnert.
Garbage Collection heißt das Album, dass ypl im Februar 2009 unter einer Creative Commons-by-nc-Lizenz veröffentlicht hat. Erhältlich ist es kostenlos bei Bandcamp:
Außerdem sind die Singles 生存確認ライブ (was immer das bedeutet), Tuonela und Perception unter der selben Lizenz erschienen.
Bildmaterial von ypl habe ich übrigens nicht finden können, nur das schöne Artwork von einem/einer gewissen Tokita.
Nachdem seine Band “Blindeyes” im Dezember 2007 nach 8 Jahren gemeinsamen Schaffens auseinander ging, machte Sänger und Gitarrist Aliaksandr Kavaliou solo weiter. Aber nicht, wie viele andere Musiker am Computer mithilfe moderner Technik, sondern allein mit seiner Gitarre und seiner Stimme. “Acoustic Gothic” nennt er seine Musik und Shino heißt sein Projekt.
Ich behaupte gern, dass “Gothic” im musikalischen Sinne nicht von Klamotten oder Gesten abhängt, nicht mal von Kontaktlinsen und Frisuren, es kommt einfach darauf an, eine melancholische Stimmung zu transportieren, dunkle Gefühle auszudrücken und manchmal auch den Silberstreif am Horizont zu zeigen. Das alles beweist Shino eindrucksvoll.
Das letzte Album mit dem Titel “Winter Solstice” ist Ende 2009 bei afmusic erschienen (natürlich unter einer CC-Lizenz), ein Jahr zuvor an selber Stelle ein persönliches “Best Of” mit Neuaufnahmen der 9 schönsten Lieder aus den Alben “Bloody Salvation“, “Phoenix” und “Unseen” (alle bei Bandcamp erhältlich).
Am 05. Juli 2010 hat Shino eine neue Single veröffentlicht, “My Mistress“, auf der eigenen Internetseite und bei Bandcamp erhältlich und bei Facebook im Stream zu hören. Damit kehrt er zu sich selbst zurück, wie er schreibt. Statt Gitarre dominiert das Klavier, auch ein (elektronisches?) Schlagzeug kommt zum Einsatz, dem Charme der Musik tut dies jedoch keinen Abbruch.
Ich möchte bei der Gelegenheit auch auf die Free-Music-Charts hinweisen, Shino ist zwar mit seinem Ohrwurm “The Universe” nach 6 Monaten nicht mehr dabei, aber vielleicht ist “My Mistress” ja unter den Neuvorstellungen. Am kommenden Montag wird die Sendung bei Darkerradio ausgestrahlt, bis dahin könnt ihr auch noch eure Stimmen abgeben.