Die Handball-Europameisterschaft 2010 in Österreich war aus Sicht der SG Flensburg-Handewitt nicht sehr erfolgreich. Die Schweden schieden bereits in der Vorrunde sieglos aus und für die Dänen reichte es als Titelverteidiger nur zu zu Platz 5. Allein Alexander Petersson konnte mit Island eine Medaille holen, die Bronzene.
Dabei spielte sich der Linkshänder beim Stand von 28:26 für sein Team in der vorletzten Spielminute des kleinen Finales gegen Polen in den Vordergrund, als er den Gegenstoß laufenden Tomasz Tluczynski (TuS N-Lübbecke) übersprintete und ihm den Ball regelkonform herausspielte. So verhinderte er den möglichen Anschlußtreffer der Polen und sichterte den 29:26-Sieg der Isis.
Heute um 18:15 Uhr kommt es bei der Handball-Europameisterschaft zu einem echten Endspiel zwischen Deutschland und Schweden. Dabei geht es darum, wer nach 3 sieglosen Spielen in Österreich die Koffer schon wieder packen darf.
Für die “Tre Kronor”, die die Weltmeisterschaft 2011 ausrichten werden, sind die goldenen Zeiten lange vorbei und auch das DHB-Team befindet sich auf dem absteigenden Ast. Mit Platz 9 bei den Olympischen Spielen 2008 und Platz 5 bei der WM 2009 blieb Heiner Brand unter den Erwartungen.
Ich kann das Spiel leider nicht sehen (die ARD überträgt ab 18 Uhr live aus Innsbruck), werde aber den Schweden die Daumen halten, schließlich bin ich als Lokalpatriot den Flensburger Spielern Dan Beutler, Johan Sjöstrand, Tobias Karlsson und Oscar Carlén verbunden.
Außerdem hoffe ich, dass nach einer Niederlage der Deutschen eine neue Ära anfangen kann, denn meiner Meinung nach ist es Zeit dafür. Heiner Brand wird im Falle des Ausscheidens wieder die Bundesligaclubs angreifen, die eher auf internationale Spieler setzen, als etwas für den eigenen Nachwuchs zu tun (was so ja aber nicht stimmt). Er wird wieder eine Ausländerquotefordern, die allerdings nicht die Deutsche Nationalmannschaft stärken, sondern die Bundesliga schwächen würde. Angesichts des Rentenvertrages bis 2013, den der DHB mit Brand im Weltmeister-Jahr 2007 siegestrunken abgeschlossen hat, glaube ich allerdings nicht an eine personelle Veränderung.
Geschrieben von Micha am Mittwoch, 25 November 2009
Frei übersetzt: Schön war es in Dänemark, Deutschland hat uns wieder. Eine Woche Urlaub ist mal wieder viel zu schnell vorbei gegangen und nach meinem Urlaubsgruß und der Bilderserie möchte ich noch ein wenig mehr berichten. (weiterlesen…)
erstmal herzlichen Glückwunsch zum Gewinn des nationalen Doubles, ich weiß, wie gut sich das anfühlt.
Aber was muß ich da lesen? Die Spieler haben sich als “Supermänner” (”Saubermänner” wär ja auch nicht gegangen) kostümiert? Das erinnert mich doch aber sehr stark an mein Avatarbild im THW-Forum:
Für 152.000 € hätte man sich ja wohl selbst etwas ausdenken können, oder?
Bild.de glänzt heute mit einer falschen Bildunterschrift:
So wird der Jäger zum Gejagden. Aber die Wortschöpfung “Schandball” ist ja auch wieder typisch Bild-”Scheitung” (weil sie immer beim Versuch scheitern, eine Zeitung zu imitieren).
Kleine Tore, große reiche Männer, das ist der Trend der Zeit.
Handball ist der Sport für Kenner, jederzeit zum Wurf Kauf bereit.
Irgendwann fängt es an, und auf einmal läuft das Spiel.
Freier Fall und der Ball Betrug landet unhaltbar im Ziel.
Dann wird es allen klar: So werden Wunder Lügen wahr,
komm wir holen uns den Weltpokal.
Wenn nicht jetzt, wann dann?
Wenn nicht hier, sag mir wo und wann?
Wenn nicht wir, wer sonst?
Es wird Zeit.
Komm wir nehmen das Glück Geld in die Hand.
“Erst bescheißt der THW Kiel und dann sollen wir auch noch spenden?” fragt eine der angesprochenen PassantInnen in der Kieler Innenstadt. Eine böse Satire-Aktion von Extra3:
Der größte Erfolg meiner noch recht jungen Handball-Karriere ist perfekt: Meine Mannschaft steigt in die Kreisliga auf!
So sieht die Tabellensituation aus, bei zwei Aufstiegsplätzen und 3 ausstehenden Begegnungen können wir nicht mehr Dritter werden. Aber die Meisterschaft ist auch noch drin, dazu fehlt uns nur noch ein Pünktchen, um das wir am Freitag um 20.30 Uhr kämpfen werden. Diese Unzeit hat zumindest den Vorteil, dass wir im Erfolgsfall das ganze Wochenende durchfeiern könnten.
Ich habe das Treiben der Ultras seit ihren Anfängen als Knabenchor argwöhnisch verfolgt. Zunächst – noch in der Fördehalle – haben sie sich nur dadurch hervorgetan, dass sie Fangesänge aus dem Fußball adaptierten, was dann zum Teil auf Rumpelreime wie “Eins kann uns keiner nehmen und das ist der pure Hass auf Kieler” hinauslief. Der Support driftete im Laufe der Zeit recht schnell in den Fäkalbereich ab, was jedem anständigen SG-Fan regelmäßig die Schamesröte ins Gesicht trieb. Das sollte aber nach Meinung der Ultras der Preis sein, den man für ihre teilweise wirklich gelungenen “Choreos” zu zahlen hatte. Schade, dass sie die optischen Highlights mit unterirdischen Gesängen kaputt machten. Zunehmend kam es dann auch zu Gewalttätigkeiten wie Sachbeschädigung und Körperverletzung, die dann zu Gesprächen mit der SG-Geschäftsleitung führten, bei denen ein “Du, Du, Du” ausgeprochen und von Seiten der Ultras Besserung gelobt wurde. Gerade unter der Leitung von Thorsten Storm hatten sie aber weitesgehend freie Hand, weil auch Storm wohl ein Freund des rustikalen Supports ist. Sein Nachfolger Fynn Holpert versteht da aber weit weniger Spaß und hat nach dem Spiel gegen Minden am vergangenen Samstag ein Hallenverbot für die Ultras ausgesprochen und ihnen den Fanclub-Status aberkannt. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte das schon Dierk Schmäschke zu seiner Zeit in Flensburg ausgesprochen, aber besser spät als nie.