Monat: Mai 2013

Free-Music-Friday: Brokenkites

„Musik für Zeitreisende, Weltraummenschen und skrupellose Geheimagenten“, so lautet die Selbstbeschreibung von Brokenkites. Die Musik ist in der Tat so sphärisch, dass die Macher der Space Night ihre helle Freude hätten, sollten sie ihr gewahr werden. Verträumt lassen die elektonischen Klänge sofort das Kopfkino anspringen und das innere Auge sieht, einem Déjà-vu gleich, Bilder, die der Musik entsprungen zu sein scheinen. Und sogar mich nüchternen Rezensenten läßt sie ungewohnt blumige Formulierungen finden.

Das jüngste Album von Brokenkites ist mir gerade über den Weg gelaufen, es trägt den Namen „Zero“ und ist seit Februar 2013 erhältlich. Mein Favorit ist „Pulsar„, das direkt aus einem Science-Fiction-Soundrack entnommen sein könnte und ein wenig an Jean-Michel Jarre erinnert.

Wer ein Faible für chillige, elektronische Musik hat, der findet bei Brokenkites reichlich Material. Über Bandcamp sind neben „Zero“ noch 13 weiter Alben sowie 3 EPs erhältlich. Alle wurden in einem Zeitraum von 4 Jahren und unter Creative Commons veröffentlicht. Eine Besonderheit stellt das Album „Apophenia“ dar, das im Januar 2013 herauskam und einige ältere Songs enthält, die mit einer „richtigen“ Band neu interpretiert wurden.

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Free-Music-Friday: The All-About

Die amerikanische Synthie-Indie-Pop-Band The All-About wurde 2010 vom Singer/Songwriter Zac Coe gegründet. Mit zahlreichen Gastmusikern hat der New Yorker bereits einige Veröffentlichungen aufzuweisen. Es begann im August 2010 mit einer monatlichen EP-Reihe, die im Juni 2011 zu der Compilation „The All​-​About Carries On„, die 10 Lieder enthält, die dank Glockenspiel, Wechselgesang und Bläserbegleitung immer wieder an Los Campesinos! erinnern, die auch zu den größten Einflüssen von Zac Coe zählen. Sein Gesang hat stellenweise jedoch etwas von Brian Molko (Placebo), bei Gabby Ambrosio, der weiblichen Stimme, muß ich immer wieder an Kelly Southern von Johnny Foreigner denken.

Im Januar 2012 folgte das zweite Album „Winterpop„, dessen Opener „Feel Weird Hit of the Winter“ mich schon zum Schmelzen bringt, aber auch die folgenden 10 Songs sind charmante und eingängige Indie-Pop-Perlen.

Für das Artwork aller The All-About-Werke zeichnet im wahrsten Sinne des Wortes Casey Roonan verantwortlich. Für das dritte Album „Suburban Heart“ hat er nicht nur wieder das Cover gestaltet, sondern auch noch einen Comic dazugepackt. Dieses liegt als handgemachtetes Heft der CD von „Suburban Heart“ bei. Zu der Download-Variante gibt es den Comic und das Booklet jeweils als .pdf.

Alle Veröffentlichungen von The All-About sind unter Creative Commons by-sa lizensiert. Neben den genannten Alben sind noch weitere EPs und Singles erschienen, die all bei Bandcamp kostenlos heruntergeladen werden können.

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Free-Music-Friday: Eternal Nightmare

Ein Blick auf seinen Kontoauszug brachte Nils Sinatsch, Mastermind des Electro-Projektes Eternal Nightmare, dazu, sein Hab und Gut nach Dingen zu durchforschen, die er veräußern könne, um seinen Lebensunterhalt zu sichern. Da ein Musiker in der Regel aber nur Sachen besitzt, die er für seine Kunst zwingend benötigt, suchte Nils seine Festplatten und sonstige Datenträger nach Songs ab, die dort noch im Dornröschenschlaf waren. So enstand das Album „Rough Shit For Your Money“ (Eigenvertrieb, CC by-nc-sa), das am 15.07.2013 als kostenloser Download veröffentlicht wird.

Moment, „kostenloser Download“? Ich dachte, Nils braucht Geld? Wer das Album schon vor dem 15.07.2013 herunterladen möchte, der kann dies für einen Mindestpreis von 2 Euro jetzt schon tun. Auf diese Weise ist schon ein Teil der benötigten Summe von 150 Euro zusammengekommen. Übrigens wird Nils jeden Cent, der über diesen Betrag hinausgeht, an sein örtliches Tierheim spenden.

Was ist das nun für ein „Rough Shit“ den ich für mein Geld bekomme? Mein Favorit ist zum Beispiel „Lola hat keine Angst„, ein nicht ganz ernst gemeinter Synthie-Pop-Song, der 2011 schonmal als Single-Track veröffentlicht wurde, aber nun erstmals auf einem Album erscheint. Dazu gibt es noch einige Remixe die z. B. von Tandrin (Mechanical Moth) gemacht wurden, ältere Titel aus dem EN-Archiv, aber auch brandneue, unveröffentlichte Demoversionen, die zeigen, wohin sich Eternal Nightmare entwickeln wird.

Aus dem Backkatalog gibt es bei Bandcamp noch das Album „Between The Worlds“ (2007), die EP „Mothearth“ (2011) und das Album „Days Without Sleeping“ (2011) erhältlich. Alles zum kostenlosen Download, allerdings steht nur „Between The Worlds“ unter Creative Commons.

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