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Free-Music-Friday: Ghostandthesong

„Neo-unrealistic-pop“ nennt Matthias Kanik die Musik, die er unter dem Namen Ghostandthesong kreiert. Experimentierfreudig ist der Berliner, aber er bedient sich doch ganz realer Mittel. Elektronische Elemente paaren sich mit treibenden Bass-Läufen, harten Gitarrenriffs und allerlei Geräuschen wie Meeresrauschen oder Vogelgzwitscher. Darüber oder besser gesagt da hinein legt sich gesampelter Gesang.

Bereits im März 2012 hat Bad Panda Records ihn entdeckt und drei seiner Stücke als „Escapes EP“ veröffentlicht (CC BY-NC-SA). Zu einem der Titel, „Ou Inme“, gibt es ein Video, dass der Filmemacher Marcus Grysczok gemacht hat:

Vor der „Escapes EP“ erschien am 11.11.11 bei DZ Tapes das Split-Album „Unschärfe/Shimmer“ (kostenlos zum Download, ab nicht unter CC), das sich Ghostandthesong mit Chris Rehm teilte.

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Free-Music-Friday: Xes Dreams

„Sie ist ein Model und sie sieht gut aus“. Unter diesem Motto gibt es heute Symphonic-/Gothic-Metal aus der Ukraine. Die Band Xes Dreams aus Odessa wurde 2007 gegründet und besteht aus der Sänerin Valerina Finikopulo, die auch als Model arbeitet, ihrem Ehemann Yuriy Yatsuk (Gitarre, Gesang), Pavel Koshka (Bass) und Alexey Chechelnitsky (Keyboards).

2008 verdiente sich Xes Dreams bereits den Titel „Beste Rock-Band aus Odessa“ und gewann den „Pykeynie Jilety“-Contest. Obwohl die Band seit 2009 an ihrem ersten Album arbeitete, erschien „NC – 17“ erst Ende 2011 beim Netlabel Ripple Arts (unter CC BY-NC-ND). 2010 wurde jedoch schon zwei Websingles veröffentlicht, „March feat. Lestar“ und „Delta Orionis“, 2011 folgten die EP „Beyond“ und die Maxi-Single „Love Me More„.

Xes Dreams erinnern mich am ehesten an Leaves‘ Eyes, die ich sehr schätze. Valerinas Gesang kommt dem von Liv Kristine recht nah ohne wie eine Kopie zu wirken. Neben aufwändigen Arrangements legen Xes Dreams Wert auf eine ausgefeilte Bühnenpräsenz. Wenn man schon ein Model am Mikro hat, dann muß eben auch der Rest der Optik stimmen. Leider werden wir davon in näherer Zukunft hierzulande wohl nichts zu sehen bekommen, aber ein neues Album steht vor der Tür, einen sehr vielversprechenden Teaser davon gibt es bereits:

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Free-Music-Friday: Plastic Flowers

Gestern erschien bei Bad Panda Records die neue Single des griechischen Shoegaze/Pop-Duos Plastic Flowers, mit dem Titel „Empty Eyes„. Der Song hat mir so gut gefallen, dass ich mir gleich die komplette Diskografie der Plastikblumen angehört habe und zum heutigen Free-Music-Friday empfehle.

Das Gesamtwerk von Plastic Flowers besteht bis jetzt aus zwei Eps und zwei Singles, die allesamt bei Bandcamp zu finden sind. Da wäre zunächst die Meltdown EP aus Januar 2011 mit drei Songs, von denen der Opener Delicious Timebomb nicht unter CC veröffentlicht wurde. Das bleibt aber die Ausnahme bei Plastic Flowers.

Im März 2011 folgte die digitale Single White Walls Painted Black.

Die Single ist auch in der ein Jahr später erschienenen EP Natural Conspiracy enthalten, neben vier weiteren Tracks. Diese EP ist auch als Kassette erhältlich.

Den vorläufigen Höhepunkt bildet die eingangs erwähnte Single Empty Eyes.

Musikalisch bieten Plastic Flowers zwar keine Überraschungen, aber hervorragenden Dreampop/Shoegaze mit Ambient- und Electronica-Elementen, eine Mischung, die vielleicht nicht spektakulär ist, aber mich zumindest absolut begeistert hat.

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Free-Music-Friday: Marco Trovatello

Der Kölner Musiker Marco Trovatello ist schon eine interessante Person, wenn er keine Musik macht. Im Hauptberuf ist er nämlich „Leiter der Abteilung Crossmedia in der Hauptabteilung Kommunikation des DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt)“ und hat in dieser Funktion beispielsweise bei der diesjährigen re:publica das Panel „Twittern aus dem All für die digitale Öffentlichkeitsarbeit“ gehalten. Aber hier soll es ja um Musik gehen und auch auf dem Gebiet kann Marco Trovatello auf reichlich Erfahrung zurückgreifen. Nachdem er in den Neunzigern Bassist in verschiedenen Indie-Rock-Bands war, genießt er heute die Freiheiten, die es mit sich bringt, wenn man ganz allein entscheidet, wo die musikalische Reise lang geht.

Die erste Station ist das Album „I Had To Let God Be In Control Of ALL Things„, das am 16.05.2012 beim Netlabel Der kleine grüne Würfel erschienen ist (unter CC by-nc) und 8 Post-Rock/Indietronic-Stücke im Gepäck hat. Zwar instrumental, aber sehr vielschichtig instrumentiert, im Focus steht der Bass, genauer ein Fender Jaguar Bass VI Custom, eine Art Zwischenschritt von Gitarre zu Bass, begleitet von akustischen und elektrischen Gitarren, analogen und digitalen Synthesizern, Schlagzeug und noch weiteren Klangerzeugern.

Übrigens bildet Marco TrovalosRiftzone“ den Abschluß auf dem „Free! Music! Sampler – Freedom & Free Beer„.

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Free-Music-Friday: Josh Woodward

Am heutigen Free-Music-Friday trage ich Eulen nach Athen, denn Josh Woodward ist wohl einer der bekanntesten Musiker in der CC-Musik-Szene und ist immerhin so relevant, dass er einen Eintrag in der deutschen Wikipedia bekommen hat. Ich wurde vor einigen Wochen an ihn erinnert, als ich Ubuntu 12.04 installierte, denn dort ist sein „Swansong“ als Beispieldatei enthalten. Den letzten Anstoß zu diesem Artikel bekam ich dann durch die Mitteilung, dass am Dienstag sein neues Album „Wake“ erschienen ist.

Wake“ ist Woodwards zehntes Album und das erste, seit er im letzten Jahr den Jamendo-Award in der Kategorie „Pop“ gewann. Unter Druck gesetzt wird ihn das aber nicht haben, denn das neue Album klingt frisch und locker, mal mehr nach Singer/Songwriter, mal (Indie)-rockig, mal zum Träumen und mal zum Mitwippen. Auch nach 10 Jahren musikalischen Schaffens scheint er die Lust noch nicht verloren zu haben, auch wenn er durch die Nutzung der Lizenz „Namensnennung“ dem kommerziellen Erfolg konsequent aus dem Weg geht. Oder gerade deshalb? Jedenfalls hat er über Kickstarter für die Produktion des Albums 3.631 US-$ eingenommen, anvisiert hatte er nur 1.500 „Bucks“ für die reinen CD-Herstellungskosten, nun kann er auch noch sein Equipment ein wenig aufstocken.

Dass Woodward alle Instrumente selbst spielt, hört man natürlich nicht heraus, aber für „Wake“ hat er sich bei den Aufnahmen gefilmt und schneidet Musikvideos daraus. Jeden Mittwoch wird ein neues Video bei Youtube erscheinen, den Anfang machte diese Woche „I Will Not Let You Let Me Down„:

Woodward-Fans werden auch bei „Wake“ auf ihre Kosten kommen, aber auch für den Einstieg ist es gut geeignet, zu Entdecken gibt es ja noch reichlich, bei über 180 freien Songs.

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