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Free-Music-Friday: The Black Atlantic

Heute präsentiere ich The Black Atlantic, die Band des Singer/Songwriters Geert van der Felde, der beweist, dass man nicht aus Island kommen muss, um weichen, mysterischen und orchestralen Dream-Pop zu machen, wie das Oor Magazine schrieb. Geert kommt nämlich aus den Niederlanden und war in den Jahren 1999 bis 2004 Frontmann der amerikanischen Metalcore-Band Shai Hulud. Nach dieser wilden Zeit hat er allerdings seine Liebe zu ruhigeren und akustischeren Klängen entdeckt.

Und so ist es wenig verwunderlich, dass Vergleiche mit Bands wie Bon Iver, Sigur Rós oder den Fleet Foxes aufkommen, wenn es darum geht, die Musik von The Black Atlantic zu beschreiben. Nachdem 2009 das Debüt-Album „Reverence for Fallen Trees“ beim Netlabel Beep! Beep! Back up the Truck erschienen war und The Black Atlantic Konzerte in Europa, den USA, Kanada und China spielten, wurde im Januar 2012 die EP „Darkling, I Listen“ in der Besetzung Geert van der Velde (Gesang, Gitarre), Kim Janssen (Gitarre), Simon van der Heide (Drums, Percussions) und Matthijs Herder (Tasteninstumente, Ukulele, Bass, Gitarre) ebenfalls von Beep! Beep! veröffentlicht.

Neben dem kostenlosen bzw. Name-Your-Price-Download gibt es auch die Möglichkeit, das Album und die EP auf CD oder Vinyl zu kaufen.

Wer neugierig geworden ist, wie The Black Atlantic live klingen, der hat in Kürze die Gelegenheit dazu, und zwar in Freiburg im Breisgau (24.02.12), München (26.02.12) und Darmstadt (27.02.12).

The Black Atlantic im Netz: Bandcamp | Facebook | flickr | Last.fm | Myspace | Twitter | Wikipedia (en) | YouTube

Free-Music-Friday: Voyvoda

Aus Bulgarien kommt die Band, die ich zum heutigen Free-Music-Friday vorstelle, Voyvoda. In dieser Woche wurde ihr zweites Album mit dem Titel „Изток (Iztok)“ veröffentlicht. Pate stand dabei das deutsche Netlabel afmusic vom darkerradio-Chef Falk Merten, der hier mal wieder ein feines Gespür bewiesen hat. Die Bulgaren kommen mit einer Mischung aus Post-Punk, Cold Wave und heimatlichen Klängen daher, die zwar deutlich an die 1980er Jahre erinnert, aber kein bißchen angestaubt wirkt.

Die Texte werden beschrieben als „Geschichten über Hingabe, Respekt, Ehre, die Stärke der Liebe, Brudermord, Leid, Betrug, Hoffnung und Verzweiflung, ummantelt von einer lyrischen Struktur, die an eine bizarre Mischung aus Nick Cave, Johnny Cash oder Hristo Silyanov erinnert“ und haben einen starken historischen Bezug zu den Aufständen auf dem Balkan Anfang des 20. Jahrhunderts, was auch im Bandnamen zum Ausdruck kommt.

Neben den Alben sind auch eine Reihe von EPs erschienen, die die Band kostenlos zum Download bereitstellt: „Bunt EP“ und „Voden vs Edessa EP“ (2008), „A Year of Elegies“ und „Signs of The Endtimes“ (2010), sowie „The West is Dead“ (2011).

Voyvoda im Netz: Amazon | Bandcamp | Facebook | iTunes | Jamendo | Last.fm | Myspace | Reverbnation | Soundcloud

Free-Music-Friday: Imagiro

Hendrik Chulu (Mitte) ist eine der führenden Personen in der dänischen Creative-Commons-Szene. Er engagiert sich für freie Kultur, fotografiert, dreht Videos und macht Musik. Außerdem hält er Vorträge und schreibt für verschiedene Internetseiten, beispielweise den netzpolitischen Think-Tank Bitbureauet. Er ist also eine Art dänischer Markus Beckedahl oder auch Cory Doctorow, schließlich wurde er von dem auch schon bei BoingBoing erwähnt, als er vor zweieinhalb Jahren gerade mit seiner Band Imagiro das Album „What To Do And How To Do It“ unter CC by-nc-sa veröffentlicht hatte.

Hendrik Chulu übernimmt bei Imagiro den Gesangspart und den Bass, Tue Damskov spielt Gitarre und Christian Jespersen fungiert als Schlagzeuger. Das Album kommt mit 11 Indie-Rock-Songs daher, die laut Beschreibung vom Gefühl der enttäuschter Liebe, politischem Zynismus und spiritueller Angst handeln und dennoch einen verträumten Unterton von Hoffnung und Optimismus in sich bergen. Und das klingt ausgesprochen gut, wovon man sich bei Bandcamp (Mindestpreis 7 DDK, das entspricht nicht mal 1 €), Archive.org oder Clearbits (BitTorrent) überzeugen kann.

Darüber hinaus hat Hendrik Chulu mit verschiedenen Musikern aus Kopenhagen das Projekt We Were Birds ins Leben gerufen und im November 2011 die EP „Free As In Bees“ bei Soundcloud veröffentlicht, ebenfalls unter CC by-nc-sa.

Imagiro im Netz: Bandcamp | Last.fm | Myspace

Free-Music-Friday: Riff Action Family

Riff Action Family

Die Riff Action Family aus St. Petersburg/Russland besteht seit Ende 2008 und spielt Alternative Rock englischer und amerikanischer Prägung. Als stärksten Einfluß empfinde ich Pearl Jam, gerade was den Gesang von Zhirius Saltsauskis betrifft. Musikalisch bietet die von Vonia Pnecshich (Gitarren), Kruger van Got (Drums) und Batras Chugoev (Bass) komplettierte Band aber mehr Vielseitigkeit: Druckvollen Gitarrenrock, der mal mehr in Richtung Metal geht, mal mehr in Richtung Punk, aber auch Balladen gehören zum Programm.

2010 erschienen 4 Songs als digitale EP „From Russia With Love“ und Ende 2011 veröffentlichte das Moskauer Netlabel Clinical Archives das Album „ROCKKILL“ als kostenlosen Download unter CC by-nc-nd.

Wer die Band finanziell ein wenig unterstützen möchte, kauft den Download des 11 Titel umfassenden Albums „ROCKKILL“ für $ 5,00 (keine 4 Euro) bei Bandcamp.

Riff Action Family im Netz: Bandcamp | Facebook | Last.fm | Myspace | Soundcloud | Twitter | YouTube