Ich habe schon ein paar Mal bedauert, dass ich das Blogprojekt 52 Songs nicht gänzlich unter das Motto “Bauhaus”-Songs gestellt habe, aber dieser Gedanke kam mir leider zu spät. Von Bauhaus gibt es nämlich zu jedem Thema den passenden Song, so auch zum 32. Thema, Nacht.
Ich finde, dass die Aufgabenstellung von Konna, “Welcher Song ist eurer Meinung nach besonders gut für die Nacht geeignet? Eher etwas Leises, Ruhiges, weil das Leben draußen in der Nacht auch zu ruhen scheint, oder eher etwas Bedrohliches, Finsteres, für das die Nacht ebenso steht?”, von diesem einen Song allein ausgefüllt wird.
Ich glaube, ich bin erstmals seit Beginn des Blogprojekts “52 Songs” schon am Montag mit meinem Beitrag fertig. Zum Thema dieser Woche,”Tanzen“, ist mir aber auch sehr schnell ein sehr naheliegendes Lied eingefallen:
Dancing on hot tiles
Dancing on tender hooks
Dancing down church aisles
Dancing on holy books
Dancing on crocodiles
Dancing on hallowed ground
Dancing Nyjinsky style
Dancing with the lost and found
Dancing on rock ‘n roll’s grave
Dancing on burning coals
Dancing on “Jesus Saves”
Dancing with old scratch soul
Dancing on flick knives
Dancing a stiletto groove
Dancing our nine lives away
Dancing in the Louvre
Dancing in catacombs
Dancing in tuxedo drag
Dancing in dark rooms
Dancing on all your flags
Dancing in the Vatican
Dancing on the papal gown
Dancing on the taxman
Dancing on the crown
Es geht beim Gothic Friday im April um eine vergleichsweise leichte Aufgabe, Robert und Shan_Dark hätten gern eine Top-5-Liste entweder der besten Cover-Versionen oder der sehenswertesten Filme.
Und obwohl ich kein Cineast bin und beileibe nicht alle sehenswerten Filme gesehen habe, möchte ich euch meine 5 Lieblingsfilme vorstellen.
Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens
Mit einem Klassiker des Vampirgenres möchte ich beginnen, Friedrich Wilhelm Murnaus “Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens” aus dem Jahre 1922. Mich fasziniert immer wieder, wie Murnau damals mit den zur Verfügung stehenden Mitteln Licht/Schatten und Musik eine gruselige Stimmung erzeugen konnte. Einfach großartig auch Max Schreck als Vampirgraf Orlok.
Ein weiterer Meister-Darsteller des Horror-Genres war Vincent Price, dessen Film Das Schreckenskabinett des Dr. Phibes meine zweite Vorstellung ist. In dem Film aus dem Jahr 1971 erschüttert eine bizarre Mordserie London.
Nicht fehlen darf natürlich Bela Lugosi als Dracula aus dem Jahre 1931, für mich – nicht nur wegen des Bauhaus-Klassikers – der beste Dracula aller Zeiten.
“Früher einmal glaubte man, dass, wenn jemand stirbt, eine Krähe seine Seele in das Reich der Toten begleitet. Aber manchmal bringt die Krähe die Seele zurück, um Dinge zu Ende zu führen.” Die Comic-Verfilmung, die Brandon Lee das Leben kostete. Die Hauptfigur der Comic-Vorlage wurde übrigens von Peter Murphy inspiriert. Und allein schon wegen des Soundtracks ist der Film ein Muß.
Wie erwähnt, ich bin kein Filmfreak, fand aber diese Aufgabe reizvoller als die Cover-Versionen. Und vielleicht konnte ich ja einen interessanten Beitrag zum Gothic Friday April leisten.
P.S.: Dieses “Gegen die Gothic-Friday-Deadline schreiben” scheint zur Gewohnheit zu werden.
Ein weiteres Mal ist der 3. Freitag im Monat da, und ich schreibe in allerletzter Minute meinen Beitrat zum Blog-Projekt Gothic Friday, dass Robert und Shan-Dark in die schwarze Welt gebracht haben. Diesen Monat geht es um Leidenschaften, die die Szene-Mitglieder entwickelt haben. Auf der Suche nach einer passenden Antwort erinnerte ich mich an die Passion, die ich im Laufe der Zeit für die Band Bauhaus entwickelt habe. Mein Nickname im Internet ist, wie einige bestimmt wissen, Bauhausmensch und das eben nicht, weil ich mal ein Praktikum in einem Baumarkt gemacht habe (habe ich nicht!), sondern zu Ehren der Band, die bereits mit ihrer ersten Veröffentlichung Bela Lugosi‘s Dead einen – wenn nicht sogar den – Szeneklassiker geschaffen haben und nicht nur viele Zuhörer in ihren Bann zogen, sondern auch andere Musiker nachhaltig beeinflußten. Ich kann mich an ein Zillo-Interview mit Sänger Peter Murphy erinnern, in dem er ganz bescheiden Bands wie The Sisters Of Mercy und Fields Of The Nephilim als Trittbrettfahrer von Bauhaus bezeichnete. Vielleicht ist das ja der Grund, warum Andrew Eldritch behauptet, nie Teil der Gothic-Szene gewesen zu sein? Leider reichte ihre erste Schaffensphase nur von 1979 bis 1983, im Anschluß schenkten uns die Bandmitglieder aber viele weitere bemerkenswerte Projekte wie Tones On Tail, Dalis Car (mit dem Anfang des Jahres leider viel zu früh verstorbenenMick Karn) und Love And Rockets.
1998 gab es eine Wiedervereinigung für eine Tour, so dass ich Bauhaus am 30.10.1998 im Docks (Hamburg) live erleben durfte, Peter Murphy habe ich schon 1992 bei der WDR-Rocknacht in Düsseldorf gesehen, aber die ganze Band zu erleben, das war ein sehr prägendes Ereignis.
So prägend, dass ich mich bei einem bekannten Online-Auktionshaus auf die Jagd nach den Vinyl-Singles von Bauhaus machte. Über einen längeren Zeitraum, den ich im Nachhinein nicht genauer beziffern kann, erstand ich tatsächlich alle Singles:
Nachdem ich alle beisammen hatte (sic!), erlosch diese Leidenschaft wieder.
Ein besonderes Highlight in meiner Plattensammlung ist “Schwarze Welt“, die erste Single von Xmal Deutschland, eine echte Rarität, die mir nicht nur lieb ist, sondern auch teuer war:
So, jetzt muß ich erstmal das bekannte Online-Auktionshaus durchstöbern, mir fehlen noch ein paar Maxis…