Schlagwort: Open Music

Free-Music-Friday: Cold Flesh Colony

Vor gut einem Monat, am 20. September 2012, veröffentlichte das Netlabel Zorch Factory Records das Album „Cold White Light“ (CC by-nc-nd) des östereichischen Ein-Mann-Projektes Cold Flesh Colony.

Der junge Wiener Dieter Lonsing aka Leibregime ist unter diesem Namen seit 2005 musikalisch tätig und hat mit „Cold White Light“ sein fünftes Album produziert. Auch der Vorgänger „The Dark Passenger“ ist bei Zorch Factory Records erscheinen.

Cold Flesh Colony verbindet „klassische“ Industrial-Klänge mit 16-Bit, Dark-Ambient, Trip-Hop Rock- und sogar Metal-Anleihen, so dass eine sehr experimentelle düstere Endzeit-Atmosphäre entsteht. Ich fühlte mich vom Rhythmus oft an Laibach erinnert, aber als seinen größten Einfluss nennt Leibregime den japanische Komponisten Akira Yamaoka, der für den Spieleproduzenten Konami Soundtracks schreibt.

Neben dem kostenlosen Download gibt es auch die Möglichkeit, den Künstler über kommerziellen Plattformen wie iTunes, Amazon oder Musicload finanziell zu unterstützen.

Cold Flesh Colony im Netz: Facebook | Last.fm | Soundcloud | VampireFreaks | Youtube

Free-Music-Friday: Cocolixe

Fabián D’alesio ist ein Produzent aus Barcelona, der seit 2010 unter dem Namen Cocolixe drei EPs veröffentlicht hat. Am 01. Oktober 2012 erblickte sein jüngste Werk „Domèstico“ mit Geburtshilfe des Bostoner Netlabels No Source das Licht der Welt, lizensiert unter Creative Commons BY-NC.

Die Musik verbreitet eine Trip-Hop-Atmosphäre mit langsamen Beats, gedämpftem Gesang und schönen Gitarrenklängen, umgarnt von allerlei elektronischen Sounds. Zunächst schleppend und melancholisch steigert sich die Stimmung über leicht beschwingt bis zum Electro-Rockigen „Mai„. Der Abschluß fällt dann wieder getragener aus, mit dem durch den Gospel „Swing Low, Sweet Chariot“ inspirierte „Swing Low„. Alles in Allem ein angenehm entspannendes Hörvergnügen.

Ebenfalls erhältlich:

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Free-Music-Friday: Ghostandthesong

„Neo-unrealistic-pop“ nennt Matthias Kanik die Musik, die er unter dem Namen Ghostandthesong kreiert. Experimentierfreudig ist der Berliner, aber er bedient sich doch ganz realer Mittel. Elektronische Elemente paaren sich mit treibenden Bass-Läufen, harten Gitarrenriffs und allerlei Geräuschen wie Meeresrauschen oder Vogelgzwitscher. Darüber oder besser gesagt da hinein legt sich gesampelter Gesang.

Bereits im März 2012 hat Bad Panda Records ihn entdeckt und drei seiner Stücke als „Escapes EP“ veröffentlicht (CC BY-NC-SA). Zu einem der Titel, „Ou Inme“, gibt es ein Video, dass der Filmemacher Marcus Grysczok gemacht hat:

Vor der „Escapes EP“ erschien am 11.11.11 bei DZ Tapes das Split-Album „Unschärfe/Shimmer“ (kostenlos zum Download, ab nicht unter CC), das sich Ghostandthesong mit Chris Rehm teilte.

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Free-Music-Friday: Xes Dreams

„Sie ist ein Model und sie sieht gut aus“. Unter diesem Motto gibt es heute Symphonic-/Gothic-Metal aus der Ukraine. Die Band Xes Dreams aus Odessa wurde 2007 gegründet und besteht aus der Sänerin Valerina Finikopulo, die auch als Model arbeitet, ihrem Ehemann Yuriy Yatsuk (Gitarre, Gesang), Pavel Koshka (Bass) und Alexey Chechelnitsky (Keyboards).

2008 verdiente sich Xes Dreams bereits den Titel „Beste Rock-Band aus Odessa“ und gewann den „Pykeynie Jilety“-Contest. Obwohl die Band seit 2009 an ihrem ersten Album arbeitete, erschien „NC – 17“ erst Ende 2011 beim Netlabel Ripple Arts (unter CC BY-NC-ND). 2010 wurde jedoch schon zwei Websingles veröffentlicht, „March feat. Lestar“ und „Delta Orionis“, 2011 folgten die EP „Beyond“ und die Maxi-Single „Love Me More„.

Xes Dreams erinnern mich am ehesten an Leaves‘ Eyes, die ich sehr schätze. Valerinas Gesang kommt dem von Liv Kristine recht nah ohne wie eine Kopie zu wirken. Neben aufwändigen Arrangements legen Xes Dreams Wert auf eine ausgefeilte Bühnenpräsenz. Wenn man schon ein Model am Mikro hat, dann muß eben auch der Rest der Optik stimmen. Leider werden wir davon in näherer Zukunft hierzulande wohl nichts zu sehen bekommen, aber ein neues Album steht vor der Tür, einen sehr vielversprechenden Teaser davon gibt es bereits:

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