Hilfe, es weihnachtet sehr!

Wer kennt nicht den Film National Lampoon’s (sic!) Christmas Vacation in dem Chevy Chase als Vater Griswold versucht, sein Haus mit Tausenden von Lichtern zu dekorieren. Daran wurde ich heute bei meiner Morgenlektüre (Schleswiger Nachrichten) erinnert.

Der deutsche Clark Griswold wohnt nämlich in einer kleinen Sackgasse in Westerrönfeld (Kreis Rendsburg-Eckernförde) und bringt es mittlerweile auf 12.000 Lichter, einen Renntier-Schlitten einen aufblasbaren Schneemann und ein Nikolaus-Bild, das mit einem Beamer an die Hauswand projiziert wird. Seine Leidenschaft brachte ihn jedoch nicht auf die Leinwand, sondern vor das Amtsgericht in Rendsburg. Das „Griswold-Haus“ in der kleinen Sackgasse in Westerrönfeld hatte sich mit der Zeit zu einem wahren Publikumsmagneten und Ausflugsziel für Besucher aus ganz Schleswig-Holstein entwickelt, was dem Nachbarn von gegenüber nicht gefiel, was angesichts von geschätzen 1.800 Autos mit 3.600 Schaulustigen und ungezählten Radfahrer und Spaziergängern in der Weihnachtszeit durchaus verständlich ist. Immerhin reden wir hier von einer kleinen Sackgasse in Westerrönfeld.

Die Richterin am Amtsgericht Rendsburg brachte die Nachbarn trotz „beiderseitigem Widerwillen“ zu folgendem Komprimiss:

Die Beleuchtungszeiten sind in der Zeit vom Sonnabend vor dem 1. Advent bis zum 23. Dezember auf 17 bis 20.15 Uhr zu beschränken und an den drei Feiertagen auf 17 bis 19 Uhr, der Nikolausbeamer muß ausbleiben.

In der kleinen Sackgasse in Westerrönfeld findet übrigens heute ab 17 Uhr das traditionelle „Anleuchten“ statt, bei dem mit Licht, Punsch und Würstchen die Adventszeit willkommen geheissen wird. Hilfe, es weihnachtet sehr!

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