Free-Music-Friday: Cambriana

Der Grundstein für meine heutige Free-Music-Empfehlung wurde Ende 2010 von Luis Calil gelegt, als er sich in seiner brasillianischen Heimat daran machte, die Komposition des Debütalbums seiner Band Cambriana zu beginnen. Im März 2011 bat er einen Freund, Wanderson Meireles, ihn bei seinem Projekt zu unterstützen und sich am Songwriting zu beteiligen. Da beide räumlich getrennt waren – Luis lebt in Goiânia, Wanderson in Brasilia – arbeiteten sie über das Internet. Zwei Lieder auf dem Debutalbum „House Of Tolerance„, nämlich „Waitress“ und „Invicto“ sind auf diese Weise entstanden, die restlichen Acht stammen allein aus Luis‘ Feder. Stilistisch bewegen sich die Songs im Bereich Indie-Rock – Indie-Folk – Indie-Pop, haben aber auch immer wieder überraschende Elemente zu bieten, ein Effekt, der sich auf dem zweiten Album „Worker“ noch verstärken soll.

Aufgenommen wurde „House Of Tolerance“ im Zeitraum September 2011 bis Januar 2012 mit Hilfe der Gitarristen Rafael Morihisa und Israel Santiago sowie der Gast-Violinistin Carol Steinkopf. Die Parts Gesang, Bass, Keyboards, Drum-Progrmming und Percussions übernahm Luis Calil selbst. Obwohl die meisten Instrumente im Heimstudio aufgenommen wurden, klingt das Ergebnis sehr professionell. Eine Woche vor dem Album wurde die EP „Afraid Of Blood“ mit fünf Songs, von denen 3 icht auf dem Album enthalten sind, als Download unter der Creative-Commons-Lizenz by-nc-nd bei Bandcamp veröffentlicht. Am 27.01.2012 folgte „House Of Tolerance“ unter der gleichen Lizenz.

Bereits zwei Wochen später wurde die nächste Single nachgelegt, „Slow Moves„, ein weiterer Non-Album-Track sowie ein Remix von „Big Fish„.

Das oben bereits angedeutete EP „Worker“ erschien im Januar 2013. Die Band wurde zwischenzeitlich mit Wassily Brasil (Keyboards), Pedro Falcão (Bass) und Heloísa Helena (Drums) für Live-Auftritte verstärkt, aber ich nehme an, dass die Drei auch bei den Aufnahmen für „Worker“ zum Einsatz kamen, denn die EP klingt sehr viel voller und auch ein Stück härter als die Vorgänger. Und noch vielseitiger, so sind Ausflüge zum Rockabilly, Motown oder Bossa Nova zu erleben.

Wie so oft lohnt es sich auch bei Cambriana, den weiteren Werdegang der Band zu verfolgen. Eine weitere Single gab es nach „Worker“ auch schon. Es handelt sich dabei um eine Neuaufnahme von „Vegas„, dem Opener des Albums „House Of Tolerance„, die sehr gut die Entwicklung der Band aufzeigt.

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