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Free-Music-Friday: This Co.

This Co.

Bei der heutigen Free-Music-Empfehlung geht mir so richtig das düstere Herz auf, denn die Band This Co. aus Chile wandert auf den Pfaden von Bauhaus, The Cure oder Joy Division/New Order. Am Auffälligsten ist dabei die Stimme von Jorge Christie (Gesang, Gitarre), die an Robert Smith (The Cure) oder auch Hans Diener (The Essence) erinnert. Musikalisch schaffen er und seine beiden Mitstreiter Nicolás Rebolledo (Lead-Gitarre, Keyboards) und Carlos Vergara (Bass, Gesang) allerdings den Sprung in die Neuzeit, trotz aller Referenzen an die Achtziger klingt ihr Debüt-Album kein bißchen angestaubt und muß sich hinter Bands wie Franz Ferdinand oder Interpol nicht verstecken.

Das selbstbetitelte Album enthält 8 Lieder mit einer Gesamtlänge von 33 Minuten und ist bereits 2008 erschienen. Es brachte der Band in der Heimat viel Beachtung ein, so schaffte es das Video zu „As You Know“ unter die 10 meinst gewünschten Videos bei MTV. 2009 kamen This Co. sogar für einige Konzerte nach Europa, unter anderem in Weimar und Berlin.

Vor einem Jahr wurde es dann vom Netlabel Clinical Archives unter der CC-Lizenz by-nc-nd wiederveröffentlicht.

This Co. im Netz: Archive.org | Facebook | Free Music Archive | Last.fm | Myspace

Free-Music-Friday: Tinavie

Tinavie

Im Mittelpunkt der Ende 2008 gegründeten Moskauer Band Tinavie steht die ausgebildete Musikerin Tina (Gesang, Piano, Geige). Die hauptsächlich von ihr geschriebenen und mit einer außergewöhnlichen Stimme vorgetragenen Lieder werden von den weiteren Mitgliedern Dmitry Zilpert (Gitarre, Synthesizer), Dmitry Losev (Keyboards, Electronics), Dmitry Frolov (Drums, Percussion) und Oleg Mariakhin (Saxophone) mit Leben erfüllt. Alle 4 sind bekannte Akteure der russischen Independent-Musik-Szene und bringen ganz unterschiedliche Einflüsse aus Folk, Jazz und Rock mit, die bei Tinavie zu einer perfekten Mischung werden, eben das, was die Band, die mit Genres nichts am Hut hat, als moderne Independent-Pop-Musik definiert.

Für das Debüt-Album „Augenblick“ (der deutsche Name stammt aus einem Buch von Julio Cortázar, das Tina vor Jahren gelesen hatte. Weil es so einen schönen Klang hat, wurde es nicht übersetzt) wurden 11 frühe Songs der Sängerin von der Band arrangiert und hauptsächlich live eingespielt, was der Musik sehr viel Seele und Gefühl verleiht. Hin und wieder sind Anklänge an Björk, Tori Amos oder Regina Spektor zu hören, aber Tinavie schaffen es immer, ihre ganz eigenen Sound-Landschaften zu erschaffen, getreu ihrem Motto: „Too much nerve for lounge and too fast for downtempo, too sweet for the underground and too shiny for triphop.“ Auch für mich ist ihre Musik die perfekte Definition von melancholischem Indie-Pop.

Das Album kann bei den russischen Netlabels Mimonot Records und Electronica, sowie bei Bandcamp kostenlos und legal heruntergeladen werden.

Creative Commons by-nc-nd
Augenblick“ von Tinavie steht unter der Creative Commons by-nc-nd.

DirektBrief

Wie mir Tina per Mail mitteilte, sind seit „Augenblick“ schon wieder 10 Songs für ein neues Album entstanden, von denen einige als Live-Versionen bei YouTube zu finden sind, z. B. „Let It Go„, „Silver Moon„, „Kissed By Sun“ und „Breathe Out„, ein Studiotermin steht aber noch nicht fest. Außerdem arbeiten Tinavie mit einigen anderen Künstlern des Electronica-Labels an einer Remix-EP von „Augenblick„.

Tinavie im Netz: Bandcamp | Facebook | Last.fm | Myspace | Twitter | YouTube

Free-Music-Friday: Secret Knives

Secret Knives

Secret Knives sind ein weiteres Beispiel für Bands, die mit ihrer Musik zu überzeugen wissen, über die aber sonst nicht viel in Erfahrung gebracht werden kann. Ash Smith heißt der Kopf der Band aus Wellington, Neuseeland, der Secret Knives 2006 zunächst als Solo-Projekt startete und 2008 die Homerecording-EP „The Wolves“ herausbrachte. Live läßt er sich von den befreundeten Musikern Richard Larsen (Gitarre), Jonathan King (Bass) und Ben Dalgleish (Drums) unterstützen, die Songs zum Debut-Album „Affection„, das am 1. Oktober 2010 erschienen ist, hat Smith aber erneut allein komponiert, arrangiert und eingespielt. Stilistisch ist die Musik dem Shoegaze, Post-Punk oder Dream-Pop zuzuordnen, die Single „The Northwest States„, übrigens Platz 15 in der Dezember-Ausgabe der Free-Music-Charts auf Darkerradio und weiterhin wählbar, läßt bei mir beispielsweise Erinnerungen an The Cure und Echo And The Bunnymen aufkommen. Als weitere Referenzen/Einflüsse werden The Chameleons und Television genannt.

Sowohl die EP als auch das Album können kostenlos beim Netlabel „A Low Hum“ heruntergeladen werden, das Album gibt es auch bei Bandcamp, wo die CC-Lizenz by-nc-nd angegeben ist:

Secret Knives im Netz: Bandcamp | Last.fm | Myspace

Free-Music-Friday: i am poet.

i am poet

Mit i am poet. stelle ich heute einen jungen Künstler vor, der am 9. September 2010 seine Debüt-EP unter der Creative Commons by-nc-nd veröffentlicht hat. Multiinstrumentalist Maximilian Hohenstatt, 19 Jahre alt, wohnt in Mannheim und bietet auf „phonological.“ 5 dunkle, atmosphärische Songs mit ruhiger und angenehmer Stimme. Die Musik stützt sich dabei auf das Piano, welches von elektronischen Beats und Klängen umspielt wird. Aber auch Gitarren greifen immer wieder ins Geschehen ein.

phonological. by iampoet

Der kostenlose Download kann auf der Webseite über „Pay with a Tweet“ erfolgen oder. falls man weder bei Twitter noch bei Facebook einen Account hat, bei Archive.org.

Diese EP ist ein gelungener Einstand in die Musikwelt, ich hoffe, dass Max seinen Weg weiter geht und uns bald mit weiteren Veröffentlichungen erfreut. So bereits geschehen für den klingenden Adventskalender von Lie In The Sound, wo er auf seine ganz eigene Art ein Weihnachtslied beigesteuert hat. Tür 7, bitte.

Abschließend noch ein Tipp für alle, die in der Nähe von 68526 Ladenburg wohnen und diesen Artikel zeitnah lesen: i am poet. tritt morgen, am 18.12.2010, beim FESTival in der Pflastermühle auf. Live läßt sich Max übrigens von Mitmusikern auf analogen Instrumenten unterstützen.

i am poet. im Netz: Facebook | Last.fm | Myspace | Regioactive | Soundcloud | Twitter