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Free-Music-Friday: Sinride

Sinride aus Hamburg ist eine vierköpfige Progressive Metal Band, die seit 2009 besteht. Im April 2012 erschien ihr Debüt-Album „Evenfall“ im Eigenvertrieb. In sieben Tracks zeigen Tim Sievertsen (Gitarre, Gesang), Denis Scheither (Keyboards, Begleitgesang), Nils Schmeink (Schlagzeug) und der mittlerweile durch Dirk Wierwille ersetzte Bassist Lars Hilliger, wie vielseitig Progressive Metal sein kann. Der Einstieg („Bumerang„) hat ein bißchen was von Body Count mit NDH-Gesang, schnell wird klar, dass Drummer Nils ein Freund der Doublebass ist. Treibende Gitarrenriffs wechseln sich mit melodischen Ruheparts ab, in denen auch die Keyboards effektvoll eingesetzt werden. Das ist in etwa der rote Faden, der sich durch die Songs zieht. Vergleiche mit Asp, Rammstein, Megaherz, Dream Theater oder Tiamat legen sich nahe, aber die Songs haben durch die intelligenten Arrangements ein große Eigenständigkeit. Auch gesangstechnisch wird eine breite Palette geboten, von der bereits erwähnten Neuen Deutschen Härte über Growling bis hin zu ruhigen melodiösen Gesangsparts, teilweise sogar zweistimmig. Alles in allem eine gelungene Mischung und ein tolles Album, das unter Creative Commons lizensiert wurde und kostenlos erhältlich ist.

Auch live wissen Sinride zu überzeugen, gerade vor Wochenfrist haben sie sich in der 1. Runde des Emerganza Festivals im Hamburger Logo gegen sechs Kontrahenten durchgesetzt und nehmen im April am Semifinale teil.

Am 19.10.2013 wird Sinride übrigens zusammen mit meiner Band Lichtscheu in Marias Ballroom in Hamburg auftreten, darüber habe ich die Band auch kennengelernt.

Sinride im Netz: Facebook | Last.fm | Myspace | Restorm | Reverbnation | Twitter | Youtube

Free-Music-Friday: Helen Robertson ~ Valerie Cox

In genau einer Woche, am 01. Februar startet der jährliche „February Album Writing Month“ (FAWM). Dann werden wieder weltweit Musiker versuchen, in 28 Tagen 14 Songs zu schreiben und dies auf der Projektseite dokumentieren. Im letzten Jahr waren es 1325 aktive Teilnehmer, von denen immerhin 465 das Ziel erreichten. Darunter waren auch zwei Singvøgel: Karan und Duke Meyer. Viele der so entstandenen Lieder sind jetzt auf „Jetzt“ zu hören, dem aktuellen Album des Trios. Einer ungewöhnlichen Kollaboration ist der heutige Free-Music-Friday gewidmet.

Helen Robertson (Gesang, Bass) und Valerie Cox (Gesang, Gitarre) sind ebenfalls passionierte „Fawmer“ und haben, nachdem sie beim FAWM gemeinsam an einigen Liedern gearbeitet hatten, festgestellt, dass sie musikalisch auf einer Linie liegen. Sie beschlossen also, ein gemeinsames Album aufzunehmen, obwohl sie auf verschiedenen Kontinenten leben: Helen in England und Valerie in Texas. Also arbeitete jede für sich an dem Material, das mehrfach den Ozean überqueren mußte, bis schließlich ein Album mit 13 Liedern fertig gestellt war: Extraordinary Girls.

„Girlie-Pop-Punk“ könnte man das Ergebnis nennen, irgendwo zwischen Melissa Etheridge, Avril Lavigne und Joan Jett laden die Extraordinary Girls zum Mitwippen und Mitsingen ein.

Extraordinary Girls“ von Helen Robertson und Valerie Cox steht unter einer Creative Commons Lizenz und kann kostenlos bei Bandcamp heruntergeladen werden. „Make some Noise„!

Auch die Solo-Arbeiten der Damen sind hörenswert, von Helen gibt es das Album „Speedwritten“ (Name your price, doch nicht CC), Valerie hat bereits vier Alben unter CC veröffentlicht.

Free-Music-Friday: Rocketship Park

Der Musiker Josh Kaufman aus Brooklyn hatte eigentlich nie vor, seine eigene Musik zu veröffentlichen. Er schrieb aber dennoch jahrelang Songs, nahm sie auf und verteilte sie im Freundeskreis. 2006 wurde dann Rocketship Park aus der Taufe gehoben und 2008 erschien das Erstlingswerk „Off And Away“ bei Serious Business Records, dass der Multiinstrumentalist mit einigen befreundeten Musikern aufnahm. Zu Creative Commons fand er aber erst 2011 mit seinem zweiten Album. „Cakes & Cookies“ wird neben der Vermarktung über Serious Business auch im Free Music Archive unter CC BY-NC-ND angeboten sowie bei Bandcamp als „bestimme deinen Preis selbst“.

Josh Kaufman schreibt sehr schöne Folk-Pop-Songs, die beinah opulent instrumentiert dargeboten werden. Obwohl er viele Instrumente selbst beherrscht, läßt sich Josh von vielen Muikern unterstützen. Umgekehrt hat er seit seinem Debut-Album auch in unterschiedlichen Funtionen mit einer Reihe von Künstlern gearbeitet, beispielsweise mit The National.

Die bisherige Veröffentlichungsfrequenz läßt schon erahnen, dass es sich bei Rocketship Park um eine Liebhaberei handelt, ein Projekt, in dem Josh mit seinen Musikerfreunden sein Songideen verwirklichen kann. Doch vielleicht sind in der Zwischenzeit wieder Aufnahmen entstanden, die eines Tages das Licht der Welt erblicken.

Rocketship Park im Netz: Bandcamp | Facebook | Free Music Archive | Last.fm

Free-Music-Friday: ·Y·

Auch 2013 ist jeder Freitag wieder ein Free-Music-Friday, ich hoffe, ihr seid alle gut reingekommen. Die erste Band des Jahres ist brandaktuell, auch wenn sie nicht so klingt. Die Rote Raupe hat zum Debütalbum des spanischen Duos ·Y· (sprich Ypsilon) sogar eine konspirative und lange verschollene Kollaboration von Martin L. Gore (Depeche Mode) und Ian Curtis (Joy Division) ersponnen und damit natürlich meine Aufmerksamkeit erregt. Und weil „Horizonte de Sucesos“ unter Creative Commons lizensiert wurde, ist es ein guter Start in das neue Free-Music-Jahr.

·Y· sind elektronisch, minimalistisch und klingen tatsächlich wie aus einer Zeit vor über 30 Jahren, als der New Wave kalt wurde und Bands wie Siglo XX, Trisomie 21 oder Clair Obscure das Untergenre Cold Wave mit prägten. Auch John Carpenter, der seine Kompositionen auch oft auf das Nötigste beschränkte, scheint bei einigen Titeln Pate gestanden zu haben.

Die Veröffentlichtung von „Horizonte de Sucesos“ ist für den 24.01.2013 beim Netlabel Burka For Everybody vorgesehen, auf der Bandcamp-Seite der Band kann es aber schon als „Name your price“ heruntergeladen werden.

Dort gibt es zu den gleichen Konditionen ebenfalls eine Single-Veröffentlichung mit 2 Non-Abum-Tracks:

·Y· im Netz: Bandcamp | Facebook | Soundcloud | YouTube