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Free-Music-Friday: Tinavie

Tinavie

Im Mittelpunkt der Ende 2008 gegründeten Moskauer Band Tinavie steht die ausgebildete Musikerin Tina (Gesang, Piano, Geige). Die hauptsächlich von ihr geschriebenen und mit einer außergewöhnlichen Stimme vorgetragenen Lieder werden von den weiteren Mitgliedern Dmitry Zilpert (Gitarre, Synthesizer), Dmitry Losev (Keyboards, Electronics), Dmitry Frolov (Drums, Percussion) und Oleg Mariakhin (Saxophone) mit Leben erfüllt. Alle 4 sind bekannte Akteure der russischen Independent-Musik-Szene und bringen ganz unterschiedliche Einflüsse aus Folk, Jazz und Rock mit, die bei Tinavie zu einer perfekten Mischung werden, eben das, was die Band, die mit Genres nichts am Hut hat, als moderne Independent-Pop-Musik definiert.

Für das Debüt-Album „Augenblick“ (der deutsche Name stammt aus einem Buch von Julio Cortázar, das Tina vor Jahren gelesen hatte. Weil es so einen schönen Klang hat, wurde es nicht übersetzt) wurden 11 frühe Songs der Sängerin von der Band arrangiert und hauptsächlich live eingespielt, was der Musik sehr viel Seele und Gefühl verleiht. Hin und wieder sind Anklänge an Björk, Tori Amos oder Regina Spektor zu hören, aber Tinavie schaffen es immer, ihre ganz eigenen Sound-Landschaften zu erschaffen, getreu ihrem Motto: „Too much nerve for lounge and too fast for downtempo, too sweet for the underground and too shiny for triphop.“ Auch für mich ist ihre Musik die perfekte Definition von melancholischem Indie-Pop.

Das Album kann bei den russischen Netlabels Mimonot Records und Electronica, sowie bei Bandcamp kostenlos und legal heruntergeladen werden.

Creative Commons by-nc-nd
Augenblick“ von Tinavie steht unter der Creative Commons by-nc-nd.

DirektBrief

Wie mir Tina per Mail mitteilte, sind seit „Augenblick“ schon wieder 10 Songs für ein neues Album entstanden, von denen einige als Live-Versionen bei YouTube zu finden sind, z. B. „Let It Go„, „Silver Moon„, „Kissed By Sun“ und „Breathe Out„, ein Studiotermin steht aber noch nicht fest. Außerdem arbeiten Tinavie mit einigen anderen Künstlern des Electronica-Labels an einer Remix-EP von „Augenblick„.

Tinavie im Netz: Bandcamp | Facebook | Last.fm | Myspace | Twitter | YouTube

Blogparade: Musik des Jahres 2010

Eine nette Blogparade habe ich bei 49 Suns entdeckt. Der beste Song, das beste Album und das beste Konzert des Jahres 2010 sollen gebloggt werden. Los geht’s:

Der beste Song 2010:

Am allerallermeisten hat mich ein Lied von Johnny Foreigner begeistert, das das Trio als kostenlosen Download verschenkt hat: „Who, With Who And What I’ve Got„, ein Song, der mir gleich zwei Blogeinträge wert war. 🙂

Das beste Album 2010:

Nach langer Überlegung habe ich mich für das Album des Indietronica-Duos Gahzed entschieden, „We’ll Turn Into Gold“ (feat. Entertainment For The Braindead). Auch hierüber hatte ich gebloggt.

Bestes Konzert 2010:

Ich habe überhaupt nur ein Konzert besucht und das auch nur, weil ich selbst im Vorprogramm aufgetreten bin. Für derartige Fälle erlauben die Spielregeln auch Live-Alben und -DVDs. Hier fällt meine Wahl auf die Live-EP „Live At The Konzerthaus Dortmund“ von Get Well Soon, die kostenlos als Download erhältlich ist. Leider habe ich mich erst spät im Jahr mit diesem großartigen Musiker näher befaßt, nämlich durch die 3Sat-Doku „Aufnahmezustand“ am 18. Dezember, sonst wäre das Album „Vexations“ wohlmöglich auch hier genannt worden.

Wer sich auch an dieser Blogparade beteiligen möchte, hat noch bis zum 09.01.2011 um 23.59 Uhr Gelegenheit dazu.

Free-Music-Friday: Secret Knives

Secret Knives

Secret Knives sind ein weiteres Beispiel für Bands, die mit ihrer Musik zu überzeugen wissen, über die aber sonst nicht viel in Erfahrung gebracht werden kann. Ash Smith heißt der Kopf der Band aus Wellington, Neuseeland, der Secret Knives 2006 zunächst als Solo-Projekt startete und 2008 die Homerecording-EP „The Wolves“ herausbrachte. Live läßt er sich von den befreundeten Musikern Richard Larsen (Gitarre), Jonathan King (Bass) und Ben Dalgleish (Drums) unterstützen, die Songs zum Debut-Album „Affection„, das am 1. Oktober 2010 erschienen ist, hat Smith aber erneut allein komponiert, arrangiert und eingespielt. Stilistisch ist die Musik dem Shoegaze, Post-Punk oder Dream-Pop zuzuordnen, die Single „The Northwest States„, übrigens Platz 15 in der Dezember-Ausgabe der Free-Music-Charts auf Darkerradio und weiterhin wählbar, läßt bei mir beispielsweise Erinnerungen an The Cure und Echo And The Bunnymen aufkommen. Als weitere Referenzen/Einflüsse werden The Chameleons und Television genannt.

Sowohl die EP als auch das Album können kostenlos beim Netlabel „A Low Hum“ heruntergeladen werden, das Album gibt es auch bei Bandcamp, wo die CC-Lizenz by-nc-nd angegeben ist:

Secret Knives im Netz: Bandcamp | Last.fm | Myspace