Thank Goth It’s Friday!
Linea Aspera – Synapse (2012)
(Das Artikelbild basiert auf „Alarmed!“ von Howard Dickens, Bearbeitung von Michael Schmidt, CC by-sa)
Schlagwort: music
Linea Aspera – Synapse (2012)
(Das Artikelbild basiert auf „Alarmed!“ von Howard Dickens, Bearbeitung von Michael Schmidt, CC by-sa)
Die deutsche Postpunk/Darkwave-Band defekt 86 sind für mich keine Unbekannten mehr, waren sie doch schon auf dem Sampler „Quintessenz 2009 – 2011“ des Netlabels af-music vertreten, wo sie auch 2009 ihr Debüt-Album „Ultramarin“ veröffentlichten.
defekt 86 spielen die gesamte Klaviatur der dunklen Genres, erinnern mal an The Sisters Of Mercy, Joy Division oder frühe The Cure. Das dunkle Timbre der Stimme von Sänger Kain Rauschen liegt zwischen Ian Curtis und Veljanov. Die Texte sind zumindest auf dem Debut-Album in deutscher und englischer Sprache verfasst. Das änderte sich bei den folgenden Veröffentlichung Suicide Hero, mit dem achteinhalb Minuten langen „Mother Came“ als „B-Seite“, das mich sehr an The Cure erinnert, Imperfection und Control. Letzteres wurde ganz frisch am 21.03.2014 veröffentlicht, wie alle Werke der Kölner unter der Lizenz CC by-nc-sa.
Der Titeltrack ist eine Verbeugung vor Joy Division und The Sisters Of Mercy, der zweite song „Empire Of Light“ erinnert stimmlich an Tom Smith von den Editors, musikalisch an frühe New Order.
Wer wie mit Post-Punk und Darkwave aufgewachsen ist, für den sind defekt 86 Pflicht, aber auch Indie-Rock-Fans solten ruhig mal reinhören, da defekt 86 eine sehr vielfältige Musik bieten und manchmal auch vor poppigen Melodien nicht zurückschrecken.
defekt 86 im Netz: Bandcamp | Facebook | Jamendo | Last.fm | Reverbnation | Songkick
Das Akustik-Folk-Duo Who Are You Lutra Lutra?? (ja, die zwei Fragezeichen gehören zum Bandnamen) ist eine multinationale Angelegenheit. Die zwei Musiker Julien und Fabien sind Franzosen, haben sich vor 6 Jahren in Brest kennengelernt und wohnen mittlerweile in Berlin, wo sie im Herbst letzten Jahres auch ihre erste Studio-EP „White On White“ (Bandcamp, CC by-sa) produziert haben. Obwohl Anhänger der „Do it yourself“-Philosophie haben sie sich dennoch helfen lassen und so wurden einige Background-Gesangsspuren im Titeltrack von befreundeten Musikern in Dänemark aufgenommen, außerdem sind dort auch noch Schritte im Schnee zu hören, die aus Island stammen. Gesungen wird in Englisch.
Julien ist die Stimme von WAYLL und spielt Akustikgitarre und Klavier, Fabien spielt E-Gitarre, Ukulele, Mandoline, Bass, Konzertina und Glocken. Trotz der Vielzahl an Instrumenten, werden diese nur sehr sparsam eingesetzt, was der Musik eine gewisse Zerbrechlichkeit gibt, die die Melancholie in Juliens Stimme sehr schön untermalt. Sie selbst beschreiben ihre Musik zwischen Tom Waits, Bonnie Prince Billy, Nick Cave oder Devendra Banhart, aber auch Stanley Brinks und Troy Von Balthazar zählen ihren Einflüssen.
Der Song „Oh Boy!“ bekam von der dänischen Künstlerin Amalie Skovhus ein Video verpasst:
Neben der EP „White On White“ gibt es noch die Live-EP „Nice To Meet You“ (Bandcamp, CC by-sa) mit 6 Liveaufnahmen aus den Jahren 2010/2011.
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David J’s Cabaret Oscuro – Goth Girls in Southern California (2004)
(Das Artikelbild basiert auf „Alarmed!“ von Howard Dickens, Bearbeitung von Michael Schmidt, CC by-sa)
Sumner ist jetzt kein Solo-Projekt von Bernhard Sumner (New Order), sondern von der jungen Singer/Songwriterin Kristina Sarkisova, die aus Moskau stammt und den Weg über das spanische Valencia nach London gefunden hat. Ihre Debüt-EP „The Last Word“ (CC by-nc-sa) hat sie dort allein eingespielt. Fünf melancholische Indie-Pop-Songs, die von Kristinas sanften Stimme getragen werden.
Die EP erschien im Juni letzten Jahres und wir werden uns noch bis zum Dezember gedulden müssen, bis das erste Album von Sumner erscheint. Als Vorgeschmack kam allerdings am 5. März die EP „Shadow Park“ (CC by-nc-sa) mit zwei neuen Songs heraus, die Sumner als komplette Band präsentieren. Neben Kristina (Gesang, Gitarre) wirkten Julian Keenaghan (Gitarre, Background-Gesang), Mario Sposito (Bass) und Ross Palmer (Schlagzeug) mit.
Die Songs sind musikalisch gereift, ohne von ihrer düsteren Stimmung eingebüßt zu haben. Man darf gespannt sein, was das erste Album von Sumner mit sich bringt.
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