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Free-Music-Friday: Sun Sister

Im Urlaub hat man viel Gelegenheit, sich um Dinge zu kümmern, für die sonst wenig Zeit bleibt. Daher gibt es heute nur wenig zum Lesen von mir, dafür aber gewohnt Gutes für die Ohren. Meine heutige Free-Music-Empfehlung ist die aktuelle Veröffentlichung vom EardrumsPop-Label, Sun Sister.

Wie bei EardrumsPop üblich, wurde eine Single unter Creative Commons by-nc-nd herausgebracht mit zwei Songs von Sun Sister und einer Coverversion eines anderen Künstlers, der nach Meinung der Bands mehr Beachtung verdient hätte. Im diesem Fall handelt es sich um die Berliner Musikerin High Dart, deren Song „Room Service“ von den Sonnenschwestern neu interpretiert wurde.

Seit 30.04.2012 gibt es eine EP von Sun Sister namens „Rich American White Kidz„, die beim Label Thy Die Tapes auf Cassette bestellt werden kann.

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Bewerbungsphase zum Free! Music! Contest gestartet

Auch 2012 veranstaltet der Verein Musikpiraten e. V. den Free! Music! Contest. Seit gestern können sich alle Bands dort bewerben, mit genau einem Song, der unter einer Creative-Commons-Lizenz stehen muß. Alle Teilnehmer können attraktive Preise gewinnen, eine Jury – der ich auch angehöre – wird eine Doppel-CD mit den besten Songs zusammenstellen, die auf einer Releaseparty vorgestellt werden soll.

Alle weiteren Infos, beispielsweise, dass der kanadische Autor Cory Doctorow („Little Brother“) nach 2010 erneut die Schirmherrschaft übernommen hat, haben die Musikpiraten.

Ich wünsche mir, dass auch Bands und Musiker, die bisher noch nicht mit Creative Commons in Berührung gekommen sind, die den Free! Music! Contest als Gelegenheit nutzen, sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Die Anmeldung ist bis zum 31. Juli 2012 möglich.

Free-Music-Friday: Oskar Schuster

Den Komponisten und Musiker Oskar Schuster habe ich erst vor wenigen Tagen durch ein Interview mit dem Musikerportal Regioactive kennengelernt. Der Wahl-Berliner, der sein Musikwissenschaftsstudium in München abbrach, setzt auf CC-Musik und Selbstvermarktung über das Internet, was für Stammleser des Free-Music-Friday nichts Neues ist, aber sowohl bei Musikern als auch bei Konsumenten noch bekannten gemacht werden muss. Die Musik, die den Stilrichtungen Neo-Klassik und Neo-Folk zuzuordnen ist – Einflüsse sind beispielsweise Soap&Skin, Aphex Twin und Sigur Rós, spielt der Multiinstrumentalist – Oskar spielt Akkordeon, Klavier, Gitarre, Glockenspiel und Spieluhren – selbst ein, was auch der Grund dafür ist, dass er noch nicht live auftreten konnte, er hat schlicht noch keine Begleitband.

Das Debüt-Album „Dear Utopia“ wurde bereits am 22. September 2011 veröffentlicht (CC by-nc) und ist als CD für 12 € (inkl. Versand) und Download („Zahl-was-du-willst“ ab 2 €) erhältlich. Die hochwertige CD-Verpackung hat der Künstler ebenfalls selbst gestaltet.

Über seine Musik sagt Oskar selbst, dass er sich von Kinderbüchern und Märchen inspirieren läßt und so tatsächlich märchen- und traumhaft schöne Instrumentalstücke komponiert, die beim Zuhören das Kopfkino aktivieren. Das tragende Instrument ist das Akkordeon, das von Glockenspiel, Spieluhren, Klavier und dezenter Gitarre umschwärmt wird. Es gibt jedoch auch eine EP, die im April herausgebracht wurde und bei der fünf der 17 Songs von „Dear Utopia“ nur auf dem Klavier neuinterpretiert wurden, neben zwei neuen Liedern. „Les Valses Invisibles“ heißt das Werk, das ebenfalls als CD (11 €) und Download (ab 1 €) zu haben ist. Außerdem ist dazu ein Heft mit den Klaviernoten erhältlich, zusammen mit dem Download (14 €), zusätzlich einer persönlichen Widmung (17 €) und mit der CD (25 €).

Auf welcher Seite er in der allgegenwärtigen Urheberrechtsdebatte steht, beweist Oskar Schuster mit Aussagen wie „Ich halte es für falsch, wie Jan Delay oder Sven Regener an einem veralteten Urheberrecht festzuhalten und vor der Realität des 21. Jahrhunderts die Augen zu verschließen“ und „I’ll never join GEMA, but I’d love to join C3S when it’s ready“.

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