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Free-Music-Friday: Dracula Biscuits

Dracula Biscuits

„Wer glaubt, Gothic Rock & Punk sei tot, kennt offensichtlich @bauhausmensch nicht! #ff“

Mit dieser netten Twitter-Nachricht empfahl mich @limonenbiss am letzten Freitag ihren Followern. Um diesem Ruf gerecht zu werden, verkünde ich heute: „It’s Alive!“ Ja, Batcave, Gothic- und Death-Rock leben beispielsweise in der aus Ohio stammenden Ein-Mann-Band Dracula Biscuits weiter.

Der Mann dahinter ist Royce Icon, ein Künstler, der nicht nur in verschiedenen Formationen Musik macht, sondern auch als Maler, Schriftsteller und Filmemacher tätig ist. Als Dracula Biscuits brachte er bisher zwei Alben unter der CC-Lizenz by-nc heraus, Burning Death (2009) und Enter The Shadows (2010).

Sein Gesang bewegt sich zwischen Nik Fiend, Joey Ramone und Glenn Danzig und die Musik entführt uns in den Londoner Batcave-Club Anfang der Achtziger Jahre. Ein echter „Death Trip“ in die gute alte Zeit.

Dracula Biscuits im Netz: Last.fm | Myspace

Free-Music-Friday: This Co.

This Co.

Bei der heutigen Free-Music-Empfehlung geht mir so richtig das düstere Herz auf, denn die Band This Co. aus Chile wandert auf den Pfaden von Bauhaus, The Cure oder Joy Division/New Order. Am Auffälligsten ist dabei die Stimme von Jorge Christie (Gesang, Gitarre), die an Robert Smith (The Cure) oder auch Hans Diener (The Essence) erinnert. Musikalisch schaffen er und seine beiden Mitstreiter Nicolás Rebolledo (Lead-Gitarre, Keyboards) und Carlos Vergara (Bass, Gesang) allerdings den Sprung in die Neuzeit, trotz aller Referenzen an die Achtziger klingt ihr Debüt-Album kein bißchen angestaubt und muß sich hinter Bands wie Franz Ferdinand oder Interpol nicht verstecken.

Das selbstbetitelte Album enthält 8 Lieder mit einer Gesamtlänge von 33 Minuten und ist bereits 2008 erschienen. Es brachte der Band in der Heimat viel Beachtung ein, so schaffte es das Video zu „As You Know“ unter die 10 meinst gewünschten Videos bei MTV. 2009 kamen This Co. sogar für einige Konzerte nach Europa, unter anderem in Weimar und Berlin.

Vor einem Jahr wurde es dann vom Netlabel Clinical Archives unter der CC-Lizenz by-nc-nd wiederveröffentlicht.

This Co. im Netz: Archive.org | Facebook | Free Music Archive | Last.fm | Myspace

Free-Music-Friday: Tinavie

Tinavie

Im Mittelpunkt der Ende 2008 gegründeten Moskauer Band Tinavie steht die ausgebildete Musikerin Tina (Gesang, Piano, Geige). Die hauptsächlich von ihr geschriebenen und mit einer außergewöhnlichen Stimme vorgetragenen Lieder werden von den weiteren Mitgliedern Dmitry Zilpert (Gitarre, Synthesizer), Dmitry Losev (Keyboards, Electronics), Dmitry Frolov (Drums, Percussion) und Oleg Mariakhin (Saxophone) mit Leben erfüllt. Alle 4 sind bekannte Akteure der russischen Independent-Musik-Szene und bringen ganz unterschiedliche Einflüsse aus Folk, Jazz und Rock mit, die bei Tinavie zu einer perfekten Mischung werden, eben das, was die Band, die mit Genres nichts am Hut hat, als moderne Independent-Pop-Musik definiert.

Für das Debüt-Album „Augenblick“ (der deutsche Name stammt aus einem Buch von Julio Cortázar, das Tina vor Jahren gelesen hatte. Weil es so einen schönen Klang hat, wurde es nicht übersetzt) wurden 11 frühe Songs der Sängerin von der Band arrangiert und hauptsächlich live eingespielt, was der Musik sehr viel Seele und Gefühl verleiht. Hin und wieder sind Anklänge an Björk, Tori Amos oder Regina Spektor zu hören, aber Tinavie schaffen es immer, ihre ganz eigenen Sound-Landschaften zu erschaffen, getreu ihrem Motto: „Too much nerve for lounge and too fast for downtempo, too sweet for the underground and too shiny for triphop.“ Auch für mich ist ihre Musik die perfekte Definition von melancholischem Indie-Pop.

Das Album kann bei den russischen Netlabels Mimonot Records und Electronica, sowie bei Bandcamp kostenlos und legal heruntergeladen werden.

Creative Commons by-nc-nd
Augenblick“ von Tinavie steht unter der Creative Commons by-nc-nd.

DirektBrief

Wie mir Tina per Mail mitteilte, sind seit „Augenblick“ schon wieder 10 Songs für ein neues Album entstanden, von denen einige als Live-Versionen bei YouTube zu finden sind, z. B. „Let It Go„, „Silver Moon„, „Kissed By Sun“ und „Breathe Out„, ein Studiotermin steht aber noch nicht fest. Außerdem arbeiten Tinavie mit einigen anderen Künstlern des Electronica-Labels an einer Remix-EP von „Augenblick„.

Tinavie im Netz: Bandcamp | Facebook | Last.fm | Myspace | Twitter | YouTube