No…

…prangt in orangenen Lettern auf dem weißen CD-Cover, in der linken oberen Ecke steht „NEW order“ geschrieben, darunter in Großbuchstaben „Waiting for the sirens‘ call“, beides ebenfalls in Orange. Dies ist übrigens das erste Joy Division/New Order-Cover, dass nicht von Peter Saville entworfen wurde, sondern von seinem Mitarbeiter Howard Wakefield, wie das Online-Musikmagazin „Whiskey-Sodaberichtete.

Als New-Order-Maniac kann ich zur musikalischen Seite des Albums nur sagen: New Order sind großartig! Touched by the hand of God!

Nun soll die Fachpresse zu Wort kommen:

„Fünfzehn Prozent Hype“:

Kurzformel für New Order im Jahr 2005: 25 Prozent Elektro, 60 Prozent Rock, 15 Prozent Überschätzung.

Das Album heißt nicht „No“, Herr Woltersdorf, und wer ist überhaupt Gordon Sumners? Danke, setzen!

„Konzept: Neuordnung“:

Mögen Alben wie „Waiting For The Siren’s Call“ aus jetziger Sicht den guten Ruf von New Order vielleicht nicht begründet haben, dieses Album wird man mit großer Wahrscheinlichkeit in zehn Jahren immer noch ohne Probleme hören können. Und das ist viel besser als irgendwelcher 80er-Nostalgiequatsch und das Festhalten an alten Stilen.

„Das bringt die Woche“:

MUSIK II: New Order, vormals Joy Division, beglücken ihre Fans ab heute mit „Waiting For The Sirens‘ Call“ (WEA). Nachdem ihr Comeback-Album „Retro“ überraschend gut kritisiert und verkauft wurde, haben die Veteranen nun die Zügel leider wieder schleifen lassen. So träge und sämig geht die Musik dahin, dass wir uns fragen, warum New Order nicht endlich tun, was sie anderen Musikern ihres Alters gern empfehlen: „Rechtzeitig aufhören!“

Liebe TAZ, „Retro“ war eine 4-CD-Best-of-Box, das Comeback-Album, wenn ihr so wollt, ich habe New Order diese Auflösungsgeschichte nie abgenommen, hieß „Get Ready„. Und Hand auf’s Herz: welche CD habt ihr heruntergeladen gehört?

„Lieder zu denen gut lächeln ist“:

Und da ist sie wieder, diese heimelige Melodienseligkeit, die noch lange am Britpop haften sollte wie die Glocken, die gerade in den dramatischen Songs – „Who’s Joe“, „Krafty“ – läuten.

Laut.de:

…trotz kleiner Schönheitsfehler sicher ein weiteres Mal als herausragendes, der Jugend ein Beispiel gebendes Alterswerk…

Und mir stößt nicht mal das viel gescholtene „Guilt ist a useless emotion“ sauer auf, denn im Gegensatz zu Herrn Woltersdorf („Mit Doof-Techno à la Alex Christensen kann man sich den Ruf auch ruinieren.“) kenne und liebe ich auch die „Technique“ („Fine Time“: Your much too young to be a part of me…).

  • herr waldar

    ich finde dieses album ja wirklich unerträglich langweilig. das hat mit ablehnung gegenüber der band nichts zu tun, es ist einfach furchtbar seicht. über das hätte ich meinen namen als band nicht gesetzt. bestärkt mich allerdings im gut-finden der new order-mentalität "we don't care"

  • Micha

    Das hatte ich mir nach der Lektüre des Beitrages "die platte ist kacke*" schon gedacht... jedem das Seine, one cross each! ;-)

  • Jens

    Na, das ist ja richtiges Rumgebashe (schreibt man das so?). Die armen Schreiberlinge, die diese Rezis in ein paar Minuten zusammenbasteln müssen, können natürlich nicht mit Deinem Insiderwissen konkurrieren. Aber immerhin - die kriegen ja schließlich ein paar Euros, ähhh Cents dafür und sollten sich ergo anstrengen.

  • Jens Fliege

    Schon gesehen, Micha? http://www.spex.de/web/news.php?id=2031

  • Micha

    Hi Jens, ich bin gespannt darauf. Ich hatte das Buch von der Deborah vor längerer Zeit mal gelesen und fand es sehr interessant. Gibt ja vielleicht auch einen tollen Soundtrack.

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