Monat: Oktober 2012

Free-Music-Friday: Sturtzfrequenz

Sturtzfrequenz widmen sich auf ihrem neuesten Album den Herausforderungen der modernen Welt. „Digitalkrieg“ heißt das Werk und darum dreht es sich auch. Computer, Vernetzung, Ãœberwachung werden ebenso thematisiert wie Unterschichtenfernsehen („Es wird schon wieder primitiv im deutschen Fernsehen…“) und die neue Volkskrankheit Burnout.

Die Musik dazu ist passenderweise auch digital, genauer gesagt EBM, Elektro-Pop und 8-Bit. „Elektro-Deutsch“ nennt das Sturtzfrequenz und das klingt manchmal nach frühen Front 242, Welle:Erdball oder NDW.

Von Sturtzfrequenz gibt es noch das Album „Fehler im Sender“ (2006) sowie die EP „AMOK“ (2007).

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Free-Music-Friday: Cold Flesh Colony

Vor gut einem Monat, am 20. September 2012, veröffentlichte das Netlabel Zorch Factory Records das Album „Cold White Light“ (CC by-nc-nd) des östereichischen Ein-Mann-Projektes Cold Flesh Colony.

Der junge Wiener Dieter Lonsing aka Leibregime ist unter diesem Namen seit 2005 musikalisch tätig und hat mit „Cold White Light“ sein fünftes Album produziert. Auch der Vorgänger „The Dark Passenger“ ist bei Zorch Factory Records erscheinen.

Cold Flesh Colony verbindet „klassische“ Industrial-Klänge mit 16-Bit, Dark-Ambient, Trip-Hop Rock- und sogar Metal-Anleihen, so dass eine sehr experimentelle düstere Endzeit-Atmosphäre entsteht. Ich fühlte mich vom Rhythmus oft an Laibach erinnert, aber als seinen größten Einfluss nennt Leibregime den japanische Komponisten Akira Yamaoka, der für den Spieleproduzenten Konami Soundtracks schreibt.

Neben dem kostenlosen Download gibt es auch die Möglichkeit, den Künstler über kommerziellen Plattformen wie iTunes, Amazon oder Musicload finanziell zu unterstützen.

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Free-Music-Friday: Cocolixe

Fabián D’alesio ist ein Produzent aus Barcelona, der seit 2010 unter dem Namen Cocolixe drei EPs veröffentlicht hat. Am 01. Oktober 2012 erblickte sein jüngste Werk „Domèstico“ mit Geburtshilfe des Bostoner Netlabels No Source das Licht der Welt, lizensiert unter Creative Commons BY-NC.

Die Musik verbreitet eine Trip-Hop-Atmosphäre mit langsamen Beats, gedämpftem Gesang und schönen Gitarrenklängen, umgarnt von allerlei elektronischen Sounds. Zunächst schleppend und melancholisch steigert sich die Stimmung über leicht beschwingt bis zum Electro-Rockigen „Mai„. Der Abschluß fällt dann wieder getragener aus, mit dem durch den Gospel „Swing Low, Sweet Chariot“ inspirierte „Swing Low„. Alles in Allem ein angenehm entspannendes Hörvergnügen.

Ebenfalls erhältlich:

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