Entertainment For The Braindead – Postcard #1: Songs For The Apocalypse #ccmusic

Manche Postkarte war länger unterwegs als andere, ging vielleicht auf irgendeinem Postamt verloren und wurde wiedergefunden. So auch die musikalische Postkarte von der Insel Hiddensee, die uns Julia Kotowski aka Entertainment For The Braindead im August 2010 „schrieb“ und die jetzt angekommen ist.

Vier Songs hat Sie an der Ostsee aufgenommen, was wörtlich zu verstehen ist, denn Julia nutzt nicht nur ihre Stimme und Instrumente, sondern in erster Linie die Klänge der Insel. Möwengeschrei, Hufklappern, Schritte im Sand, Meeresrauschen werden wie selbstverständlich eingebunden und nehmen uns mit auf die verträumte Reise, die den Hörer herrlich entspannt wieder in den Alltag entläßt.

Julia hat „Songs For The Apocalypse“ – so der Titel der EP – unter der Lizenz CC BY-NC-SA veröffentlicht und bis zum Ende des Jahres noch 3 weitere Postkarten angekündigt, jeden Monat eine.

Der Download ist kostenlos, aber wer 5 Euro bezahlt, dem schickt Julia eine „richtige“ Postkarte von einer ihrer nächsten Reisen, für 10 Euro gibt es sogar eine handgemalte Postkarte.

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Free-Music-Friday: Marco Trovatello

Der Kölner Musiker Marco Trovatello ist schon eine interessante Person, wenn er keine Musik macht. Im Hauptberuf ist er nämlich „Leiter der Abteilung Crossmedia in der Hauptabteilung Kommunikation des DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt)“ und hat in dieser Funktion beispielsweise bei der diesjährigen re:publica das Panel „Twittern aus dem All für die digitale Öffentlichkeitsarbeit“ gehalten. Aber hier soll es ja um Musik gehen und auch auf dem Gebiet kann Marco Trovatello auf reichlich Erfahrung zurückgreifen. Nachdem er in den Neunzigern Bassist in verschiedenen Indie-Rock-Bands war, genießt er heute die Freiheiten, die es mit sich bringt, wenn man ganz allein entscheidet, wo die musikalische Reise lang geht.

Die erste Station ist das Album „I Had To Let God Be In Control Of ALL Things„, das am 16.05.2012 beim Netlabel Der kleine grüne Würfel erschienen ist (unter CC by-nc) und 8 Post-Rock/Indietronic-Stücke im Gepäck hat. Zwar instrumental, aber sehr vielschichtig instrumentiert, im Focus steht der Bass, genauer ein Fender Jaguar Bass VI Custom, eine Art Zwischenschritt von Gitarre zu Bass, begleitet von akustischen und elektrischen Gitarren, analogen und digitalen Synthesizern, Schlagzeug und noch weiteren Klangerzeugern.

Übrigens bildet Marco TrovalosRiftzone“ den Abschluß auf dem „Free! Music! Sampler – Freedom & Free Beer„.

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The Womb – Kitty Jay’s Grave

Zufälle gibt’s: Vor einigen Tagen stieß ich bei Facebook auf ein Bild von Kitty Jay’s Grab, das von Sven Scholz gepostet wurde. Dieses Grab ist vermutlich die letzte Ruhestätte einer Selbstmörderin, die sich Ende des 18. Jahrhunderts das Leben nahm. Jeden Tag werden von Unbekannten frische Blumen auf das Grab gelegt.

Passend dazu singen The Womb (Free-Music-Friday vom 20.04.2012) auf ihrer gerade erschienenen Single „Kitty Jay’s Grave„: „I put flowers every day on Kitty Jay’s grave“.

Das Lied erinnert mich ein bißchen an einige Sachen von Love & Rockets.

„Kitty Jay’s Grave“ von The Womb (Alan Driscoll und Penny Walker-Keefe) steht unter einer Creative Commons „Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen Lizenz“.