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Free-Music-Friday: The Spin Wires

Das Trio Tyson Prince (Gitarre/Gesang), RJ Porter (Bass/Gesang) und Joe Grasso (Drums) aus Buffalo (USA) wandelt als The Spin Wires auf den Spuren von Bands wie Franz Ferdinand, The Black Keys und The Arctic Monkeys.

Mit ihrer selbstbetitelten EP, die sie Ende September im Eigenvertrieb und unter Creative Commons veröffentlicht haben, treten sie aus den Schatten der erwähnten Reverenzkapellen. Die 7 Songs gehen ins Ohr und in die Beine, was gleich mit dem Opener „Girls Like You“ klargestellt wird. Der Titel des zweiten Stücks „Should I Dance Or Should I Die“ ist daher auch nur als rhetorische Frage zu verstehen, natürlich muß getanzt werden!

Neben der EP, die bei Bandcamp als Download 7 US-$ kostet sowie für 12 US-$ als limitierte CD erhältlich ist, gibt es einen sogenannten The Spin Wires Sampler, der kostenlos herunterzuladen ist und neben zwei Songs der EP („Ignite„, „Girls Like You„) drei Coverersionen im Pop-Punk-Rock-Gewand enthält, nämlich „I Love It (I Don’t Care)“ (Icona Pop), „We Can’t Stop“ (Miley Cyrus) und „Applause“ (Lady Gaga). Außerdem gibt es eine instrumentale Version der EP, die ausdrücklich für die Verwendung in Computerspielen, Videos und anderen Medien gedacht ist. Auch die instrumentale EP ist als kostenloser Download bei Bandcamp zu haben.

Das sich The Spin Wires trotz Jura-Studiums nicht sehr ernst nehmen, beweisen sie in ihren Videos, besonders in denen zu den Cover-Versionen.

The Spin Wires im Netz: Amazon MP3 | Bandcamp | Facebook | iTunes | Last.fm | Soundcloud | Twitter | Youtube

Free-Music-Friday: Franky Demon

Franky Demon ist das Pseudonym und Solo-Projekt des Ludwighafener Musikers Frank K.. Bis 2009 spielte der 41-jährige in verschiedenen Rock- und Metal-Bands Schlagzeug und Gitarre, bis er sich schließlich entschloß, allein Musik zu machen und das Gothic-Genre für sich entdeckte.

Seine ersten Werke, deren Entstehung zum Teil in die 90er Jahre zurückreicht und die im Juni 2013 als Demo-EP „Demo-nized“ veröffentlicht wurden, waren noch deutlich vom Heavy-Metal beeinflußt und instrumental. Zeitgleich kam auch die Debüt-Single „Engel der Zeit“ heraus, bei der sich Franky Demon von der Sängerin Lilith unterstützen ließ. Des weiteren hat er die Heavy-Metal-Gitarre in die Ecke gestellt und stattdessen auf Klavier und Synthesizer gesetzt, so dass die Musik an Blutengel oder L’Âme Immortelle erinnert.

Auf der folgenden „Engel der Zeit EP“ setzt er den Weg Richtung Future-Pop und Darkwave fort. Sein Gesang erinnert mich an frühe Lacrimosa-Titel, gerade, wenn die Klavierbegleitung eine schwermütige Stimmung verbreitet, die den Texten gerecht wird.

Während Franky Demon nun an seinem Debüt-Album arbeitet, das wieder metallastiger werden soll, ohne den Gothiccharakter zu verlieren, hat er eine Compilation seines bisherigen Schaffens herausgebracht: Blood Diamonds.

Die 15 Titel stammen von der „Demo-nized EP„, die einzeln nicht mehr erhältlich ist, sowie der „Engel der Zeit EP„. Die bisher vom Label NRT-Records veröffentlichten Werke stehen unter der Lizenz CC by-nc, werden aber nicht kostenlos angeboten. Der Download von Bloody Diamonds kostet beispielsweise bei Bandcamp 5,80 $, die CD inkl. 12-seitigem Booklet 9,99 $. Der Download ist auch bei allen gängigen Portalen möglich.

Franky Demon im Netz: Facebook | Last.fm | Myspace | Reverbnation | Soundcloud

Free-Music-Friday: Red Cosmos

Red Cosmos ist das Solo-Projekt des Engländers Kim Tortoise. Im April 2012 erschien sein Debüt-Album „There And Back“ (CC by) mit 13 sehr unterschiedlichen Songs, die sich jedoch alle in das grobe Raster Dreampop/Shoegaze stecken lassen, mit Einflüssen von Electronica und Psychelic. Die Arrangements sind oft aufwändig und so haben viele Titel Überlänge. Nur das instrumentale Zwischenspiel „Do Geese See God“ ist unter 4 Minuten lang, wohingegen gleich sechsmal die 5 Minuten überschritten werden. Mir wurde die Zeit beim bisherigen Hören nicht u lang, es gibt aber auch einen Rezensenten, der sich wünschte, Kim hätte jemanden, der ihm hin und wieder sagt, wann genug sei. 🙂

Das Album ist als kostenloser Download bei Bandcamp, beim Netlabel Clinical Archives und Archive.org zu haben sowie als CD bei Bandcamp zu bestellen.

Red Cosmos im Netz: Archive.org | Bandcamp | Last.fm | Myspace

Free-Music-Friday: Wintermitts

Die kanadische Band Wintermitts ist in mehrerer Hinsicht vielseitig. Zum einen singen sie in englischer und französischer Sprache. Die Texte sind aber nicht nur bilingual, sondern werden auch mit weiblichem und männlichem Hauptgesang vorgetragen. Dazu bieten sie eine Menge Instrumente auf, neben den Klassikern Gitarre, Bass, Keyboards und Schlagzeug zählen auch Akkordeon, Gitarren, Flöte und Trompete zu ihrer Ausrüstung, obendrein lassen sie sich von Cello, Geigen und Saxophon unterstützen. Schließlich haben Wintermitts auf ihrem Album „Oceans“ (2012, CC by-nc) 10 abwechslungsreiche Songs verewigt, die wunderbar in die Herbstzeit passen, verträumt, warm und mit einer Prise Wehmut vorgetragen.

Oceans“ ist bereits das dritte Album des Sextetts, doch das erste unter Creative Commons lizensierte. Daneben gibt es bei Bandcamp noch drei Singles unter der selben Lizenz, darunter eine Coverversion von „All I want for Christmas is you“ – jetzt schon an Weihnachten denken! 😉

Wintermitts im Netz: Bandcamp | Facebook | Last.fm | Myspace | Tumblr | Twitter | Youtube

Free-Music-Friday: Zoltan Freitag

Heute gibt es nur eine Kurzvorstellung von mir, aber ich bin ja sowieso immer der Meinung, die Musik sollte für sich sprechen. In diesem Fall ist sie in die Schublade „Synthwave“ zu packen und kommt vom Italiener Zoltan Freitag. Neun Lieder hat er Anfang Oktober unter dem Albumtitiel „Krasnojarsk“ beim Netlabel Deep Lake Records veröffentlicht (CC by-sa).

Der Gesang ist teilweise etwas eigenwillig, hat aber auch seinen Reiz. Freunde der gemäßigten Elektro-Mukke wie Cold-Wave oder Minimal werden sicher auch Gefallen an Zoltan Freitag finden.

Zum Thema „Free Music“ hat Zoltan Freitag auf seiner Soundcloud-Seite ein schönes Statement geschrieben:

Downloads are free. Because art should be free in whatever form it comes out. But… if you don’t like my songs please don’t download them. It would be a contradiction. And a waste of bytes.

Dennoch kann man die CD-Edition von „Kransnojarsk“ bei Deep Lake Records für 6 Euro inkl. Versand käuflich erwerben.

Zoltan Freitag im Netz: Facebook | Soundcloud | Youtube