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Free-Music-Friday: Arcade Island

Arcade Island wurde 2006 von Alex Bew in Pennsylvania gegründet. Der damals 21-jährige schreibt Song seit er 15 ist und arbeitet als Ein-Mann-Band: Schlagzeug, Gitarre, Bass, Synthesizer spielt er selbst ein und übernimmt auch noch den Gesang. Für das Video zu „Travelers“ aus seiner EP „Spring“ (2012) hat er sich allerdings musikalische Mitstreiter gesucht, die zumindest optisch ihre Sache gut machen:

Die EP ist beim Netlabel Clinical Archives unter der Creative-Commons-Lizenz by-nc-nd erschienen und bietet 5 Indie-Rock-Songs. Dem experimentierfreudigen Alex Bew gelingt es dabei, seine ganz eigene und wunderschöne Mischung aus Electronica und Rock zu kreieren. Teils unübliche Rhythmen und rockige Bassläufe bilden das Fundament für die Klanggebäude, die aus fragilen Keyboard-Teppichen und schwebenden Gitarren bestehen. Die angenehme und markante Stimme rundet das Ganze ab. Vom Höreindruck würde ich Arcade Island eher in Schweden ansiedeln als in den USA.

Spring“ ist insgesamt eine sehr lohnenswerte EP, die als Bezahldownload auch bei Amazon und iTunes erhältlich ist, sowie bei Bandcamp zum frei wählbaren Preis. Dort finden sich auch noch weitere Veröffentlichungen von Arcade Island, allerdings ohne CC-Lizenz (free as in beer).

Arcade Island im Netz: Bandcamp | Facebook | Last.fm | Soundcloud | Twitter

Free-Music-Friday: Plug&Play

Plug&Play“ ist ein Begriff aus dem IT-Sprachgebrauch, den man verwendet, wenn man zum Ausdruck bringen will, dass etwas sofort nach dem Anschließen funktioniert. „Plug&Play“ ist aber auch eine polnischen Indie-Rock-Band, bei der diese Formel ebenfalls aufgeht.

Nach der Gründung im Jahre 2005 wurde 2007 eine Demo-EP als Trio veröffentlicht. Kuba Majsiej (Gitarre, Gesang), MichaÅ‚ Branicki (DRums) und Wojciech Bernatowicz (Bass) waren daran beteiligt. Die offizielle Debüt-EP „Electric Night“ wurde 2009 als Quartett veröffentlicht, Wojciech Bernatowicz bediente Gitarren und Keyboards, Maciej Bernatowicz übernahm für ihn den Bass. Auch die ebenfalls 2009 veröffentlichte „Whoreship EP“ entstand in dieser Besetzung. Schon die Frühwerke überzeugen mit professionell produziertem Indie-Rock mit Post-Punk- und Coldwave-Tendenzen.

Nach den Singles „Charming Eyes“ (2010) und „Alice from the stars“ (2012) folgte 2012 das Debüt-Album „Why so close?“ bei dem wir statt Wojciech Bernatowicz an der Gitarre MichaÅ‚ Surdacki hören sowie Luiza Orpik als Sängerin. Trotz des Personalwechsels setzen Plug&Play den eingeschlagenen Weg fort, Kuba Majsiejs Gesang hält den roten Faden fest in Händen, schließlich ist er auch Komponist und Texter der Band. Hier und da unterstützt ihn die weibliche Gesangsstimme.

Nach dem Album haben Plug&Play leider keine Creative-Commons-lizensierten Veröffentlichungen mehr gemacht, sondern haben ihre neueste EP „Reisefieber“ (2013) beim schottisch/polnischen Label too many fireworks herausgebracht. Tolle Musik bleib es natürlich trotzdem und Plug&Play hat durchaus das Potential für eine größere internationale Karriere.

Plug&Play im Netz: Bandcamp | Facebook | Google+ | Jamendo | Last.fm | Myspace | Twitter | YouTube

Free-Music-Friday: Jamendo – best of 400.000

Die internationale Free-Music-Platform Jamendo verzeichnete in diesen Tagen den Upload des 400.000-sten Musiktitels. Das ist mir doch mal wieder ein Free-Music-Friday-Special wert. Heute geht es also nicht um eine Band, sondern um derer 40. So viele Lieder haben die Jamendo-Macher nämlich aus dem Bestand ausgewählt und in eine Playlist gepackt, die selbstverständlich kostenlos heruntergeladen werden kann.

Mit dabei sind alte Bekannte, wie Emerald Park, Shearer, Uniform Motion oder Josh Woodward, die ich hier schon vorgestellt habe, aber auch viele Künstler, die mir noch nicht geläufig waren. Also ladet euch die 220 MB große Dabei herunter und geht auf musikalische Entdeckungsreise.

Trackliste:

01. Ume – Emerald Park
02. Dropping out of School – Brad Sucks
03. No more fighting – Drunksouls
04. On My Mind – Cartel
05. one more joke – Fresh Body Shop
06. les cimes du systeme – David TMX
07. Sweet Addiction – Fhernando
08. Let It In – Josh Woodward
09. The Final Rewind – Tryad
10. Pangea – Professor Kliq
11. Solar mountain – Whersmydope
12. Hypnic Jerk – Anitek
13. On the Run – J.L.T
14. Want You To Know – Jonay
15. Nothing To Keep Me – Shearer
16. Labyrinth – Roger Subirana Mata
17. Breathe Again – Dead Relic
18. Antarctic Rhythms (Invincible Hip Hop Mix) – DJ Spooky
19. A Faraway Home – Silence is Sexy
20. Pablito’s Way – Paolo Pavan
21. My Valentine – The Dada Weatherman
22. Minimal Perception (Original Mix) – 2Inventions
23. My World – WE ARE FM
24. Lightin – Antony Raijekov
25. Quand je serai grand – INSTRUMENTAL VERSION – Löhstana David
26. Devyn Rose – Want It All – Devyn Rose
27. Ready Set Stay – Grace Kelly
28. Agua – Sundayers
29. The Sky’s on Fire – Quietly Concerned
30. The Chase (prod. Big Jerm & Yury) – Yury
31. Seed of Sin – Heifervescent
32. Talons aiguilles – Law‘
33. Time Flux – Revolution Void
34. Falling For You (Piano Version) – Sean Fournier
35. Manolito – Boom Boom Beckett
36. Rag Doll Physics – Diablo Swing Orchestra
37. PIXELOVE – LukHash
38. SundLy – Memories – SundLy
39. Hasta Abajo – Kellee Maize
40. Roll Over – Uniform Motion

Free-Music-Friday: The Cold Rush

Im Grunde paßt meine heutige Empfehlung nicht in das enge Korsett des Free-Music-Fridays, das ich mir selbst angelegt hatte. Doch die Musik hat mich einfach zu sehr begeistert, als dass ich sie euch vorenthalten könnte. Zum Glück habe ich auch noch ein Hintertürchen entdeckt.

The Cold Rush stammt aus dem Umkreis der bekannten Berliner Band Staubkind und startete als Soloprojekt des ehemaliger Gitarrist Rico Meerheim im Jahre 2003. Seit 2006 ist daraus eine richtige Band geworden, in der neben Meerheim auch Grit Vahlpahl (Gesang), Sebastian Scheibe (Bass) und Marko Kubitz (Drums) mitwirken. Sebastian Scheibe ist ebenfalls bei Staubkind tätig.

Das Quartett bewegt sich zwischen Alternative und Gothic Rock, Nu Metal, Industrial und NDH. Der weibliche Hauptgesang gefällt mir dabei sogar besser als bei den Guano Apes, mit denen die Band gern verglichen wird. 2008 erschien das Debütalbum Zerotonin, das auch, und nun gehen wir durch die Hintertür, bei Jamendo unter Creative Commons BY-NC-ND zum kostenlosen Download angeboten wurde. Leider wurden 10 Titel mittlerweile depubliziert und nur noch 3 Lieder sind bei Jamendo übrig geblieben. Das komplette Album kann zwar noch bei Last.fm kostenlos heruntergeladen werden, aber die CC-Lizensierung fehlt dort.

2010 schlossen sie sich dem Label Codeline Records an und brachten die Maxi „Love Virus“ heraus. Wegen anschließender Differenzen zwischen Band und Label erschien das zweite Album „Forward Machine“ allerdings wieder in Eigenregie, zwar nicht unter Creative Commons, aber auch als kostenloser Download. Free as in beer, not as in speech. Alle drei Werke können auch als CD direkt über die Band bestellt werden.

The Cold Rush im Netz: Facebook | Jamendo | Last.fm | Myspace | YouTube

Free-Music-Friday: Burning House

Nach den „Bomben für den Frieden“ vom letzten Freitag gibt es heute ein Burning House. So nennt sich ein Trio aus dem englischen Southampton, das am 10.09.2013 ihre gleichnamige EP beim italienischen Netlabel Deep Lake Records unter Creative Commons by-sa veröffentlicht hat.

Shoegaze hatte ich lange nicht mehr und genau damit können Burning House dienen. Der Opener „Mirror Song“ bringt zudem eine nicht nur dezent psychedelische Note mit. In „Mimosa“ verbreitet sich dann eine getragene melancholische Stimmung, die die folgenden Lieder „Languor„, „Love’s Casket“ und „13 Moons“ überdauert. Letzteres ist übrigens mein persönlicher Favorit, weil es nach wunderschön getragenen 3:40 Minuten Fahrt aufnimmt und die EP zu einem schwungvollen Ende führt.

Neben dem kostenlosen Download der EP bietet Deep Lake Records auch eine CD-Ausgabe an, die für 6 € inkl. europaweitem Versand erhältlich ist. Die Band selbst hat auf ihrer Bandcamp-Seite noch ein 2-Track-Demo sowie die 3-Track-EP II zum kosenlosen Download verfügbar gemacht, allerdings ohne CC-Lizenz.

Burning House im Netz: Bandcamp | Facebook | Last.fm | Soundcloud