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Free-Music-Friday: Borrachos

Wie ihr sicher wisst, erscheinen meine Beiträge zum Free-Music-Friday auch bei den Musikpiraten. Heute kann ich aber mal wieder einen Gastbeitrag von Christian Hufgard, 1. Vorsitzender des Vereins Musikpiraten e. V., präsentieren:

Endlich ein neues „Album des Monats„. Nicht dass Duck on Cover von Shearer ein schlechtes wäre – ganz im Gegenteil. Aber nach vier Monaten wird es Zeit für Abwechselung. Den Free! Music! Sampler 2013 vorstellen wäre auch irgendwie geschummelt. Und genau im passenden Moment trudelt eine Mail von den Borrachos ein. Deren neues Album ist am 11. September veröffentlicht worden. Als schauen wir uns es doch gleich mal an. Das geht, weil es für den Titelsong „Bomben für den Frieden“ ein Video gibt:

Musikalisch ist „Bomben für den Frieden“ vielfältig. Es gibt klassische Punksongs in 1:10 Minuten Länge mit dezenter Kritik an der Kommerzialisierung des Punks und der allgegenwärtigen Besserwisserei im Internet („Nennt es wie ihr wollt„) oder Kritk an Facebook (1:13 Minuten, „Botzfook„). „Billy“ ist Lagerfeuer-Style mit Akkustikguitarre. „Beef im Westen“ klingt nicht nur ein wenig an Grönemeyer, der Song richtet sich auch ganz klar an den deutschen Superstar. „Ritt zu dritt“ und „I don’t know you but I fucking hate you“ gehören zu den Songs, die man nicht auf der Arbeit hören sollte. Und wenn doch, sollte man auf keinen Fall mitsingen. Ansonsten gibt es noch viel Punkrock. Neben dem Titelsong „Bomben für den Frieden“ wäre da vor allem „Che Guevara“ zu nennen, denn dieser Song ist auch auf dem Free! Music! Sampler 2013.

Unterm Strich ist das Album eine runde Sache. Es sei denn, man steht auf 0815-Punkrock. Hier nochmal der Link zum Download: www.punkrock-download.de. Alle Songs sind unter CC-BY-NC-SA veröffentlicht. Eine kommerzielle Nutzung ist ohne Zustimmung der Band nicht erlaubt. Die Songs dürfen aber verändert werden, solange der Remix unter der gleichen Lizenz veröffentlicht wird.

Die nächsten Gelegenheit, die Jungs aus Mönchengladbach live zu sehen gibt es am Abend vor der Bundestagswahl am 21. September 2013 in Korschenbroich im Katho, Adolph-Kolping-Str. 2, und in Darmstadt am 4. Oktober 2013 in der Oetinger Villa, Kranichsteiner Str. 81.

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Free-Music-Friday: Panic.0

Ein Absatz aus der Selbstdarstellung der Band Panic.0 („Panic Zero“) hat mir gefallen: „Wir werden dich nicht mit der selben alten Geschichte von vier Jungs langweilen, die ganz unterschiedliche Musikgeschmäcker haben und sie zu einem ganz eigenen, grossartigen Stil vermischen. Wir tun es nicht, denn du wirst es bald selbst herausfinden.“ Naja, so ganz neu ist das zwar nicht, was uns die vier Italiener darbieten, aber klappern gehört nun mal zum Handwerk und darauf verstehen sie sich durchaus.

Beleg dafür ist das Debüt-Album von Panic.0 mit dem Titel „Panic„, welches im März diesen Jahres in Eigenregie unter der „Creative Commons“-Lizenz BY-NC-ND veröffentlicht wurde:

Lorenzo Baldassari (Gesang), Michele Ghilardi (Gitarre), Simone Ghilardi (Bass) und Giacomo Domenici (Drums) musizieren seit 2008 gemeinsam und zeigen ihr Können in 10 dynamischen Metal-Stücken, die zwischen Nu Metal, Metalcore und Progressive Metal beheimatet sind. Fans von Bands wie Korn, Meshuggah, Slipknot oder Incubus werden sich sofort zurecht finden. Aber auch wer wie ich nicht permanent härtesten Metal hört, kann durchaus mal ein Ohr riskieren, es lohnt sich und ist völlig kosten- und risikolos.

Für 10 Euro kann man „Panic“ bei Bandcamp als CD im Digipak erstehen und auch der Download kann mit einem selbst gewählten Betrag honoriert werden.

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Free-Music-Friday: Farblos

Es passiert mir nicht zum ersten Mal, dass ich Musik, die ich im Grunde schon längst kennen müßte, durch Zufall erst entdecken muß. Jüngstes Beispiel ist farblos, das Projekt von Florian von Karnstein, mit dem ich mich auch schon über Musik ausgetauscht habe. Dass er allerdings auch seine Demo-Aufnahmen unter Creative Commons gestellt hat, habe ich erst kürzlich entdeckt. Mea Culpa!

Florian ist wie ich ein glühender Verehrer des Dark-Wave und Gothic-Rock der Achtziger und frühen Neunziger Jahre und spinnt den dunklen Faden fort. Sein erstes Werk war der Song „Winterherz“, den er allein mit Synthesizern und Bass-Gitarre aufnahm. Seit dem sind insgesamt sechs Lieder im Heimstudio entstanden, die zum Teil auf Compilations wie „Dark Feather“ oder „Gothic Magazine“ erschienen sind und in remasterter Form auch über Bandcamp erhältlich sind.

Den schönen Brauch, aus Klassikern der Musikgeschichte fast noch schönere Szenehits zu machen, ich denke da z. B. an „Telegram Sam“ von Bauhaus und „Dear Prudence“ von Siouxsie and the Banshees, führt farblos auch fort, mit einer Coverversion von „Hazy Shade Of Winter„, im Original von Simon & Garfunkel.

Zur Zeit arbeitet farblos am ersten Album, ich bin sehr gespannt, was Florian noch aus dem Hut zaubern wird, vom Stil her, was die Arrangements und die Interpretation angeht, bin ich schon sehr angetan. Des weiteren werden Musiker gesucht, um aus dem Solo-Projekt farblos eine richtige Band machen, damit die Songs auch live präsentiert werden können.

Wer mehr über farblos erfahren möchte, den darf ich auf ein Interview verweisen, das Florian im Juli 2013 dem Webzine Sakona gegeben hat.

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Free-Music-Friday: Intoxicated Piano

Heute kann ich mal wieder ein Indie-Pop-Projekt aus Russland präsentieren: Intoxicated Piano. Einziges Bandmitglied ist Oxana „Oxy“ Rumiantseva. Die Multiinstrumentalistin aus Ischewsk hat beim russischen Netlabel Mixgalaxy Records ihr Debüt veröffentlicht, „Vice Versa„. Fünf Indie-Pop-Songs verwöhnen das Ohr, im Mittelpunkt stehen das Klavier und Oxys Stimme, die stellenweise an Tori Amos erinnert. Weitere Inspirationsquellen sind Kate Bush, Sigur Ros, Cocteau Twins, Bat For Lashes und The Cure, von denen sie live genau wie Tori AmosLovesongcovert.

Vice Versa“ steht wie alle Veröffentlichungen von Mixgalaxy Records unter der Lizenz CC by-nc.

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Free-Music-Friday: TV Girl

Die amerikanische Indie-Pop-Band TV Girl aus Los Angeles garniert ihre Songs mit Hip-Hop-Beats, Samples und einem 60’s Garage-Rock-Sound.

Die ersten beiden EPs der Band, „TV Girl“ (2010) und „Benny and the Jetts“ (2011), wurden im Mai 2013 als „Our First 2 EPs“ wiederveröffentlicht.

Als Lizenz wurde, wie schon bei vorigen Werken, die Creative Commons by-nc gewählt. Neben den beiden EPs sind noch zwei Split-Singles mit den Bands Dirty Gold und Monster Rally, die Singles „Girls like me“ und „Diet-Coke“ sowie das Album „The Wild, The Innocent, The TV Shuffle“ unter der Creative Commons erschienen. Die neueste EP „Lonely Women“ dagegen leider nicht.

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