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Free-Music-Friday: The Just

Brit-Pop aus Sibirien? Hatten wir schon mal von den Kites, der Eine oder Andere erinnert sich vielleicht. Ebenfalls vom Minomot Label werden The Just präsentiert, am 30.07.2012 erschien die dritte EP der Band aus Novosibirsk, mit dem Titel Самурай (Samurai). Ähnlich wie die Kites überzeugen The Just mit erfrischendem Indie Rock, nur dass sie in ihrer Muttersprache singen, was dem Hörgenuß aber keinem Abruch tut.

Außerdem sind erschienen:

Silverbox EP (2009)

Oak Tree EP (2010)

Als Einflüsse nennen Alex Loo (Gesang, Schlagzeug), Alex (Gesang, Gitarre), Dima (Gitarre, Keyboards, Programming) und Mary (Bass) u. a. The Beatles, Radiohead, Bloodsugars, Oasis, Blur und Coldplay, denen sie gekonnt nacheifern.

The Just im Netz: Bandcamp | Last.fm | Myspace | Soundcloud

Free-Music-Friday: Engelsblut

Benjamin Luikenga schließt die Beschreibung seines Musikprojektes mit den Sätzen: „Und schon wieder summe ich eine Melodie auf mein Handy, damit ich sie nicht vergesse und zu hause weiterverarbeiten kann. Ich kann nicht ohne ENGELSBLUT. Es ist wie eine Sucht, gegen die man sich nicht wehren kann.“ Auf dies Weise sind im Laufe der letzten 15 Jahre fast über 450 Songs entstanden, von denen fast die Hälfte bereits im Internet veröffentlicht wurde. Der Rest liegt noch im Dornröschenschlaf und wird bestimmt auch im Laufe der Zeit erwachen.

Stilistisch bewegt sich Engelsblut zwischen Darkwave, (Dark-)Folk und Gothic-Rock. Die bisherige Diskografie umfaßt die Alben „Herzträume“ (2005), „Passion“ (2005), „Engelsblut²“ (2006), „Orkan“ (2007), „Abschiedsbrief“ (2008), „P.S.“ (2009), „Stimmen“ (2011) und „Liebe“ (2012), die alle unter Creative Commons by-nc-sa stehen und direkt beim Erzeuger erhältlich sind.

Engelsblut im Netz: Facebook | Last.fm | Myspace

Free-Music-Friday: Chuck Morgan

Schwedische Bands und Musiker sind häufige und gern gehörte Gäste zum Free-Music-Friday, so auch heute. Auch wenn der (Künstler-)Name es nicht vermuten läßt, Chuck Morgan kommt aus Göteborg, ist 23 Jahre jung und ein klassischer Singer/Songwriter. Bürgerlich heißt er, ganz schwedisch, Anton Ekman.

Vier melancholische, minimalistische Songs enthält seine EP „Chuck Morgan„, die Anfang Juni beim deutschen Netlabel Aaahh Records (Entertainment For The Braindead, Uniform Motion) unter CC by-nc erschienen ist.

Sein Debüt gab Chuck Morgan 2009 mit dem Album „Patchworks„, das von Series Two Records in einer CD-Kleinauflage veröffentlicht wurde. Einige der Songs sind kostenlos herunterladbar, wenn auch nicht unter CC. Außerdem hat er einige Songs bei Myspace und Soundcloud hochgeladen.

Chuck Morgan im Netz: Last.fm | Soundcloud

Free-Music-Friday: Tone

Ich freue mich ganz besonders, mal wieder CC-Musik aus Dänemark gefunden zu haben, diesmal von der Elektronica-Künstlerin Sophie Nielsen, aka Tone. Sie macht etwas, wovon auch hierzulande viele Musiker träumen, als Mitglied der dänischen Verwertungsgesallschaft KODA darf sie gleichzeitig ihre Musik unter Creative Commons anbieten. Dagegen sperrt sich die GEMA in Deutschland noch erfolgreich.

Auf diese Weise hart die Sängerin und Komponistin aus Aalborg seit 2008 zwei Alben herausgebracht. Das Erstlingswerk „Small Arm Of Sea“ beinhaltet 10 Stücke, die die Kollegen von den Schallgrenzen „Ein herrlicher Kuddelmuddel aus Indie, Trip-Hop, Elektronica, Chanson, Ambient und Experimental. Kurz gesagt: Indietronica.“ nannten. Und bei den White Tapes kam man zu dem Schluß: „Als Orientierungshilfe zur Einordnung sollte man sich am Besten an Björk halten, die im Gegensatz zu Tone aber weitaus eingängigere Songs schreibt“.

2011 veröffentlichte Tone das Album „Hanging By The Moon„, mit der sie den musikalischen und vermarktungstechnischen Weg konsquent weiter beschreitet.

Als Vorgeschmack auf ihr im Herbst 2012 erscheinendes dritte Album ließ Tone im Mai 100 USB-Sticks mit der „Black Duck USB EP“ bestücken, die exklusiv nur bei drei Konzerten in Dänemark erhältlich war. Das Album wird als Vinyl und kostenloser Download unter CC erhältlich sein. Dazu erklärt Christian Villum, der Sophie Nielsen mit seinem Label Uhrlaut seit „Small Arm Of Sea“ unterstützt: „Das Internet und Filescharing sind eigentlich eine großartige Möglichkeit für Musiker und Labels. Nachdem wir als Teil des Geschäftsmodells einige Alben mit kostenlosen Tauschbörsen veröffentlicht haben, können wir bestätigen, dass wir je mehr kostenlose Downloads wir ermöglichen, umso mehr Platten in Läden und auf Konzerten verkaufen. Und wir können jetzt mehr Konzerte buchen. Wir wollen auf diese positive Tendenz hinweisen, damit mehr Künstler und Labels realisieren, dass es besser ist, ihre Musik zu öffnen anstatt Energie und Geld in Anwälte und Prozesse gegen Musik-Liebhaber zu investieren.“

Die drei Songs der „Black Duck USB EP“ gibt es daher auch als kostenlosen Download via Soundcloud.

Preise konnte Tone für ihre Kunst auch schon einheimsen, 2006 gewann sie den mit gut 4.000 Euro dotierten „Rock Nord“-Preis, im vergangenen Jahr den Nordjyske Kulturpris (ca. 13.500 Euro).

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Free-Music-Friday: Talk Less, Say More

Talk Less, Say More“ ist ein Motto, dass man so manchem Zeitgenossen ans Herz legen möchte. Doch es gibt auch Themen, zu denen sogar schon genug gesagt wurde, beispielsweise zum derzeitigen „Sommer“-Wetter. Passend dazu aber auch der Titel des jüngsten Albums von Matthew Jennings, der hinter dem Namen „Talk Less, Say More“ steckt, er lautet „England Without Rain„.

Records On Ribs, das Label, bei dem „England Without Rain“ unter Creative Commons (BY-NC-SA) erschienen ist, verspicht „37 minutes of postmodern perfection“ und auch andere Rezensenten sind voll des Lobes. Mit der Verbindung von minimalem Indie-Pop mit Hip-Hop, Electronica, fernöstlichen Klängen und Achtziger-Synthie-Charme schafft Jennings immer neue Dimensionen seiner Musik, in der sogar ein Glockenspiel und eine chinesische Guzheng eine Rolle spielen und natürlich die Gitarre nicht fehlen darf, mal funkig, mal waveig angeschlagen, dann wieder zum brachialen Rock-Solo ausholend.

Darüberhinaus hat Records On Ribs noch eine Reihe weiterer Veröffentlichungen von Talk Less, Say More im Programm. Alle Erzeugnisse werden im Übrigen vorbildlich als gezipte MP3-, OGG- und FLAC-Dateien angeboten, jeweils zum direkten Download oder via BitTorrent. Wer sich erkenntlich zeigen möchte, kann per PayPal spenden oder sich die CD ins Haus kommen lassen.

Talk Less, Say More im Netz: Last.fm | Myspace