Schlagwort: Eurovision Song Contest

Ich vertrete Slowenien beim Gedankendeponie Song Contest 2010

Konna mit seinem Blog Gedankendeponie hat immer gute Ideen, zum Beispiel sein „Blog-Seminar“ oder verschiedene Blogparaden. Weil Konna sich auch gern mit Musik beschäftigt, hat er in Anlehnung an den „Eurovision Song Contest“ den „Gedankendeponie Song Contest 2010“ (GSC) ins Leben gerufen.

GSC2010

Es geht darum, dass die Teilnehmer – nein, nicht selber singen – eine Band und einen Song aus einem der Eurovisionsländer vorstellen und anschließend auch nach dem ESC-Punktevergabesystem bewerten.

Ich habe davon leider zu spät erfahren, um eines der Länder zu erwischen, aus denen meine Lieblingsbands kommen, aber ich habe mir Slowenien sichern können, das Land, das z. B. Laibach hervorgebracht hat. Da wird doch wohl noch mehr zu holen sein? Wer Tipps für gute slowenische Bands hat, darf gern einen Kommentar hinterlassen, vielleicht gehen ja genug Vorschläge ein, um einen nationalen Vorentscheid zu veranstalten.

Die Anmeldefrist für die Teilnahme am GSC 2010 läuft noch bis zum 14. Juni, allerdings sind schon jetzt nicht mehr viele Länder übrig.

Lawfely Lena!

Unser Star für Oslo, Lena, hat den #ESC gewonnen. Als Lena-Fan der ersten Stunde und regelmäßiger ESC-Schauer freut mich das natürlich ganz besonders, zumal ein Platz unter den ersten 10 ja schon Balsam für die geschundene ESC-Seele gewesen wäre.

Ich habe gestern meine Twitter-Timeline verfolgt, wo die Tweets mit den Hashtags #esc und #esc2010 die Vorherrschung hatten. Besonders interessant waren dabei die kurzen Anmerkungen von @popkulturjunkie Jens Schröder, die er auch in seinem Blog zusammengefaßt hat. Aber nicht nur in Deutschland wurde live gebloggt, auch der Guardian im Vereinigten Königreich kommentierte das Geschehen in Oslo. Das Urteil von Stuart Heritage über Lena fiel so aus:

9.37pm: Germany now – my one remaining favourite song left in the competition.

Lena, her name is, and you’ll be hard pushed to find anybody more endearing on the face of the planet right now. Look at her, bobbing around and mispronouncing words like a pocket-sized Bjork. She’s adorable. This probably isn’t the place to admit it, but I think I might love Lena a little bit.

Or, to put it in a way she’ll understand, I ‚lawfe‘ her.

Was Engländer von Lenas Akzent halten, zeigte schon Mark Espiner, ebenfalls vom Guardian, bei Spiegel Online. Tatsächlich gab es nur 4 Punkte aus UK, aber das konnte ihren Siegeszug nicht aufhalten.

Die Briten haben mit ihrer Stock/Waterman-Produktion insgesamt nur 10 Punkte errungen und belegten den letzten Platz. Vicky Frost, die beim Guardian das letzte Drittel des ESC live im Blog kommentierte, zog folgendes Fazit:

11.15pm:
Right that’s it my lovelies: our Eurovision marathon is over for this evening, and the charming Bjorky 19-year-old Lena is about to sing again after winning the competition. The UK came last – which, lets be honest, is better than coming fourth from last or similar. There is at least something definite about being the very very worst. I’m taking a little pride in it.

Das ist natürlich bitter für ein Volk, dass die Beatles, Rick Astley, Paul Potts und Susan Boyle hervorgebracht hat. Vielleciht kann ja Ralph Siegel den Kollegen von der Insel wieder auf die Beine helfen? 😀

Ach so, da man für „sein Land“ nicht stimmen darf, habe ich eine SMS für die Ukraine verschickt.

Alex swings, Oscar sings, Norge wins

Am Wochenende fand die 54. Auflage des Eurovision Song Contest statt. Und als ob Michael Ballack gesungen hätte, hat Deutschland schon wieder nicht gewonnen. Allerdings gehe ich an den ESC auch nicht patriotisch ran, schließlich würde ich ohne den Wettbewerb das von Alex Christensen („du bist der größte hast den schönsten Arsch der Welt“) und Oscar Loya mit Dita von Teese vorgetragenen Lied nicht mal mit der Zange anfassen. Aber was mich eigentlich erschüttert, ist nicht der 20. Platz (von 25) des deutschen Beitrages, sondern der Siegertitel. Obwohl ich ein Faible für Norwegen habe, hat mir das Lied überhaupt nicht gefallen. Umso erstaunter war ich, dass Alexander Rybak (der uneheliche Sohn von Frodo Beutlin und Anne-Sophie Mutter) einen 12er nach dem anderen einheimste. Im Schnitt bekam er fast 10 Punkte aus jedem Land! Aber wie gesagt, mein Fall war es absolut nicht.

Ich habe für den isländischen Beitrag gestimmt, der dann auch immerhin auf den zweiten Platz gekommen ist, auch ohne Ballack. Hier ist der Auftritt von Yohanna mit dem Titel „Is ist true?“:

DirektYohanna

Wie jedes Jahr stellt sich wieder die Frage nach einem Erfolgsrezept, aber der ESC ist eine launische Diva, die sich nicht ausrechnen läßt. Mal sehen, wer sich traut, nächstes Jahr in Oslo anzutreten. Die großen Namen mit internationaler Bekanntheit haben sicherlich wieder Angst vor der Blamage, dabei wäre doch mal wieder eine Top-Ten-Plazierung schon ein Riesen-Erfolg.

Weiß jemand, wo man sich da bewerben kann?