Schlagworte: Pantoffelpunk

Videos: Scheinheilig, Kika-Goth, Ehrensenf, Ohrsand

Ich schmeiße heute mal ein paar Videos in die Runde, die ich in den letzten Tagen aufgeschnappt habe. Bei der Gelegenheit kann ich auch nochmal auf die Blogparade „Musik des Jahres 2010“ eingehen, bei der ich als Gewinner des Amazon-Gutscheins ausgelost wurde. Der wurde auch schon sinnvoll angelegt. Die Auswertung der Beiträge ist zwar nicht repräsentativ, aber der am häufigsten genannte Song war tatsächlich einer der kommerziell erfolgreichsten (Platz 4) des Jahres 2010: „Geboren um zu Leben“ von Unheilig. So ist es auch nicht verwunderlich, dass eine schillernde und polarisierende Person wie der Graf Parodien hervorruft. Eine davon sowie die anderen Videos seht ihr nach dem Klick. Weiterlesen

Ungewöhnliche Dinge erfordern ungewöhnliche Maßnahmen

Einer meiner All-time-favourite-Blogger ist der Pantoffelpunk, unter anderem deshalb, weil er die Gabe besitzt, mit einem Bild mehr zu sagen, als andere Blogger mit 1.000 Worten.

Heute aber nahm der Pantoffelpunk das Thema „Piratenpartei und Bodo Thiesen“ zum Anlaß, statt Photoshop gleich den WordPress-Editor anzuschmeißt und seinem Unmut in satten 1.987 Wörtern Luft zu verschaffen. Heraus kam der meiner Meinung nach beste Beitrag zu dieser Geschichte, aber auch zu den Motiven, in die Piratenpartei einzutreten:

Der Partei fehle es also an Konzepten zu Wirtschaftspolitik, Gesundheitspolitik, zu Sport- und Genderpolitik, zur Europa-, Umwelt-, Familien- und zur Politikpolitik. Ja, leck mich doch dobbelt am Arsch, wer sind wir denn? Die Grünen? Ich habe meinen Mitgliedsantrag abgegeben, um für Grundrechte und Meinungsfreiheit einzutreten. Gegen die totale Überwachung und die totale Erfassung der Bürger. Dafür, dass ich sagen kann, was ich will, dass ich schreiben kann, was mir stinkt, dass ich demonstrieren kann, ohne weggeknastet oder verkloppt zu werden, dafür dass ich selbst über die Speicherung meiner Daten bestimmen kann, dafür, dass ich unbeobachtet über die BAB7 in den Urlaub fahren kann, ich der pantoffelfrau Schweinkram in den Hörer flüstern kann, ohne im Hinterkopf zu haben, dass sich irgendein BKAler mit Kopfhörer darauf einen schüttelt. Für mein Recht, etwas zu verbergen. Dafür, dass ich mich informieren kann, wo ich will, ohne nach der Lektüre Adornos Besuch von der GSG 9 und die Abgabe einer DNS-Probe fürchten zu müssen. Dafür, dass ich auch morgen noch kraftvoll zubeißen kann, obwohl mir Begriffe wie ‘Gentrifikation’ geläufig sind und ich unfallfrei ein Buch bedienen und sogar weiß, wo ich eines herkriegen kann. Es geht bei den Piraten doch nicht darum, von 2010 bis 2014 allein zu regieren und die verdammte Welt zu retten – es geht darum, mit viel Glück ein paar Piraten in den Reichstag zu bekommen, die den etablierten Lobbymarionetten zeigen, wo die Wurst wächst, es geht darum, Aufsehen zu erregen, in den Medien präsent zu sein, die Wahrheit zu verkünden und die Lügen der geliebten Bundesregierung zu entlarven. Wahlen ändern nichts, sonst wären sie verboten. Anderes zu glauben – so naiv bin nicht einmal ich. Aber über die Verlogenheit dieses korrupten Haufens reden und schreiben und dagegen demonstrieren und sich organisieren zu können, ohne Zensur, den Vorschlaghammer des §129 oder andere Sanktionen der mittlerweile völlig entrückten Staatsmacht fürchten zu müssen, das ist doch elementar wichtig.

Und um diesen Kampf nicht nur mit einem blog zu führen, das kaum jemand kennt (danke für die Blumen, liebe lanu), sondern vernetzt mit Gleichgesinnten, dies war mein hauptsächlicher Beweggrund, die Mitgliedschaft bei den Piraten zu beantragen.

Word und Ahoi!