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Überwachungsstaat – Was ist das?

Dieses Video von Manniac zum Thema „Überwachungsstaat“ sollte sich jeder angesehen haben:

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Wer jetzt denkt „Überwachungsstaat – Was soll das?„: Am 7. September 2013 findet die Demo „Freiheit statt Angst!“ in Berlin (Potsdamer Platz) statt, jeder, der es einrichten kann, sollte auch daran teilnehmen. Zu den Unterstützern gehört, neben der Piratenpartei, Digitalcourage (formaly known as FoeBuD) und Campact z. B., in diesem Jahr auch Spreeblick. Johnny Haeusler schrieb daher einen Aufruf zur Demo, insbesondere auch an die Jugend („die Youtube-Generation“), Zitat daraus:

Ich kann meinen Söhnen raten, PGP zu benutzen, verschlüsselte Chat-Apps zu verwenden, den Tor-Browser zu installieren.

In Wirklichkeit will ich ihnen aber nicht lehren, wie man sich versteckt. Sondern ihnen beibringen, wie man sich zeigt, um seine Rechte einzufordern.

Hart am Gegenwind

Manchmal hört man auch nur, was man hören will. Aus:

Wir wollen allen Leuten, denen unsere Themen wirklich sehr, sehr wichtig sind, die Möglichkeit bieten sich zusammen zu tun, egal ob sie aus dem eher linken oder eher rechten Lager kommen.

wird:

Wir wollen allen Leuten, denen unsere Themen wirklich sehr, sehr wichtig sind, die Möglichkeit bieten sich zusammen zu tun, egal ob sie aus dem eher links- oder eher rechtsextremen Lager kommen.

Das Ursprungszitat stammt von Jens Seipenbusch, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Piratenpartei Deutschland.

Wie schrieb Sascha Lobo so treffend:

Wenn dieser Gegenwind von Euch nicht ertragen wird, dann wird es sehr, sehr schwer für Euch in der Politik und den Medien.

Und wie man sieht beschränkt sich der Gegenwind nicht nur mehr auf den Parteinamen oder das übersichtliche Parteiprogramm, sondern es wird jede Aussage, die von einem Piraten getätigt wird, aus dem Zusammenhang gerissen und auf die Goldwaage gelegt. Am Ende bleibt dann hängen, „Die Piratenpartei nimmt auch Faschos auf.“ Stille Post 2.0. Es gibt überall Volltrottel.

Mein 1000. Blog-Eintrag oder The Sound of Spreeblick

Meinen 1000. veröffentlichten Blog-Eintrag – nämlich diesen hier – widme ich einem Blog, das mich vor gut 4 Jahren maßgeblich darin bestärkt hat, ernsthaft und regelmäßig zu bloggen: Spreeblick. Das Blog aus Berlin ist noch immer eines der einflußreichsten Blogs Deutschlands und mein Blog ist noch immer eines der einflußlosesten Blogs der Welt. Das liegt wahrscheinlich nicht zuletzt auch an solchen Aktionen wie die, von der ich hier berichten will.

Tanja Haeusler hatte Mitte Dezember 2008 inspiriert von John Peel einen – wie ich finde – genialen Einfall: Die besten Songs der Welt als Compilation – The Sound of Spreeblick. Dazu rief sie die Spreeblick-Leser auf, 3 Songs zu nennen, die man als „all time favourites“ bezeichnet, die man auf eine einsame Insel mitnehmen würde, die unbedingt bleiben müssen, wenn alle Musik bis auf 3 Lieder vom Planeten verschwinden müßte (warum auch immer). Ich habe mich natürlich auch berufen gefühlt, meine 3 Lieder für die Ewigkeit einzureichen, schließlich ist Musik ein wesentlicher Teil meines Lebens und Bloggens:

Love will tear us apart (Joy Division)
She’s in parties (Bauhaus)
How soon is now (The Smiths)

Davon hat es zumindest Love will tear us apart auf die Compilation, d. h. in die Top20 – geschafft. Dazu gibt es einen schönen Podcast vom 23.12.2008 mit Tanja und Johnny Haeusler, in dem die Top20 zumindest angespielt werden, dazu gibt es weitere Infos zur Aktion „The Sound of Spreeblick“ und persönliche Anmerkungen zu den Songs.

Gestern haben Tanja und Johnny eine Radiosendung bei MotorFM aufgezeichnet, die morgen von 16 bis 18 Uhr gesendet wird. Leider kann ich die nicht hören, die Wiederholung am Mittwoch vermutlich auch nicht, aber mir bleibt ja noch der Podcast, der nach der Wiederholung veröffentlicht werden soll.

Ich finde die Aktion „The Sound of Spreeblick“ sehr genial und kann auch mit dem Ergebnis gut leben, denn in den Top20 sind einige Songs vertreten, die ich vielleicht nicht auf eine einsame Insel mitnehmen würde (wegen der Beschränkung auf 3 Titel), aber trotzdem gern mal höre, z. B. „Where is my mind“ von den Pixies, „There is a light that never goes out“ von The Smiths oder „London calling“ von The Clash (Nein, die Spreeblick-Hymne wurde nicht Platz 1).

In diesem Spreeblick-Beitrag sind alle genannten Songs aufgelistet (fast 800), sowie neben den Top20-Songs auch die Top49-Bands. Die Songliste ist voll von schönen Erinnerungen und fast vergessenen musikalischen Perlen. Schön, dass es Menschen gibt, die sie mir ins Gedächtnis zurückrufen.

Netzer und Delling 2.0