Beck der Investorenschreck

Da arbeitet die große K.O.alition in Berlin so gut zusammen, dass man sich erstaunt die Augen reiben und fragen muß, ob dort wirklich zwei verschiedene politische Lager am Werk sind, doch nun will sich die SPD von der CDU abgrenzen: „Beck soll Kritik am Kapitalismus üben„, zitiert die FTD „die SPD-Linke“ in Person der Damen Hauer und Vogt (beide Netzwerk Berlin) sowie der Herren Rossmann und Annen. Damit dies aber nicht zum Links-Ruck innerhalb der SPD wird, meldet sich auch gleich der konservative Herr Schultz (mehr von ihm) zu Wort: „Ich hoffe nicht, dass Beck sich zum Investorenschreck entwickeln wird. Es ist unverantwortlich, Investoren abzuschrecken, um demografische Erfolge zu erzielen.“

Nicht nur ich bin verwirrt, sondern auch die Jurastudentin, die treffend zusammenfaßt:

Der Kapitalismus wäre doch gar nicht so schlecht, wenn alle etwas davon hätten. Wer will denn wirklich kein Kapitalist sein? Ich hätte nichts dagegen, ‘ne Million auf der hohen Kante zu haben. So schlimm ist das nun auch wieder nicht. Ja, klar, macht Geld allein nicht glücklich, aber… wieso sollte ich ein Problem damit haben? Man sollte den Kapitalismus eindeutig fördern. Ich halte das für eine tolle Einrichtung. Man ärgert sich darüber doch nur, wenn man nicht selbst Kapitalist ist, darum sollte es mehr Kapitalisten geben.

Oder wie Die Goldenen Zitronen einst sangen: „Mit denen ist Sozialismus nicht machbar„. 😉

[via 37sechsBlog]

  • Jan

    Der Kapitalismus wäre doch gar nicht so schlecht, wenn alle etwas davon hätten.
    Halte ich jetzt mal für unvorstellbar, denn der Kapitalismus lebt davon, dass es Verlierer/Opfer gibt.

  • Micha

    Das ist der Fehler im System. Und den Verlierern/Opfer wird bei Kritik auch noch Neid unterstellt, siehe "Reichensteuer".

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