Ärger um [K]UbuntuMail.de
Geschrieben von Micha am Freitag, 7 September 2007
Gestern kam eine Mail der Betreiber von [K]UbuntuMail.de, Sarah Bollmann und Bastian Becker, mit einer ärgerlichen Nachricht: Canonical, die Firma, die hinter Ubuntu Linux steht, verbietet die Nutzung des Markennamens “Ubuntu” in Domains. Sarah und Bastian hatten nach eigener Aussage um die Erlaubnis zur Nutzung der Domains “ubuntumail.de” und “kubuntumail.de” gebeten und erst gestern, nach anderthalb Monaten, diese Antwort erhalten:
/Dear *,
/
/Thank you for contacting us.
/
/Unfortunately your project is in breach of our trademark policy and we cannot allow you to use Ubuntu in a domain name. The reason for this is that users could get confused over the nature of the relationship between your project and Ubuntu. /
/More information can be found on the following link:
http://www.ubuntu.com/aboutus/trademarkpolicy/
/Kind regards, /
/***/
Die erste Reation der Beiden fällt verständlicherweise heftig aus:
Mal im ernst: Es ist die größte Sauerei, die wir je erlebt habe. Manengagiert sich für die Community, opfert Zeit, Geld und Nerven. Und wasbekommt man als Dank? Ein Verbot für alle Domains, die “Ubuntu” im Namenführen.
Aufgrund der neuen Sachlage sollte das Projekt zum 15. September 2007 eingestellt werden. Sollte?
Keine 2 Stunden später erhielten die Nutzer von [K]UbuntuMail.de eine weitere Nachricht von Sarah und Bastian, die schon anders klingt:
Hallo liebe User,
sicher waren einige von euch genauso empört und erschreckt wie wir, als wir die Mail von Canonical erhielten. Doch es kann (und wird auch sicher!) einige gute Gründe für diese Entscheidung geben. An dieser Stelle möchten wir sagen, dass wir in diesem Punkt überreagiert haben.Wir investieren viel Zeit, Geld und Herzblut in dieses Projekt. Somit wollten wir einfach nicht zulassen, dass dieses Projekt aufgrund von Markenzeichen den Bach herunter geht.
Doch ganz so schlimm wird es wohl nicht sein. Wir setzen uns wieder mit Canonical in Verbindung und versuchen eine Einigung zu erwirken.
An dieser Stelle nochmal ein dickes Sorry für das Wirr-Warr. Bitte habtverständnis dafür, dass wir uns da echt persönlich angegriffen fühlten – wir sind auch nur Menschen.
Wir halten euch natürlich auf dem Laufenden.
Einen schönen, ruhigen Abend wünschen,
euer Team
Sarah Bollmann
Bastian Becker
[K]UbuntuMail.de
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Kommentare (3)
Kategorie: Ubuntu
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Kommentar von gnokii
Erstellt am Montag, 10. September 2007 um 19:47 Uhr
Was zu erwarten war, ooh ooh Wetraumpionier was richtest jetzt da an. Tja hab ich immer vor gewarnt, ubuntu ist ein Geschäft von Chanonical keine “Rückgabe” an die Community
Pingback von karl-tux-stadt.de » Ubuntu ist ein Markenname
Erstellt am Montag, 10. September 2007 um 20:53 Uhr
[...] Ich seh Dich hier zum ersten Mal, wenn Dich die Nachrichten hier interessieren, dann solltest Du vielleicht die RSS-Feeds abonnieren?Wem das bis jetzt nicht klar war, dem sollte spätestens jetzt im Streit mit (k)ubuntumail.de ein Licht aufgehen. Also, da wollen zwei Ubuntuuser einen Dienst zu eröffnen, so weit so gut. Man reserviert sich also ein paar Domains und legt dann schon mal los, richtet dort Mailserver ein und bietet einen Dienst an. Nachher kommt man auf die Idee beim Markeninhaber nachzufragen, ob man den Namen überhaupt benutzen darf. “Prompt” kommt nach anderthalb Monaten eine Mail, das die derartige Nutzung nicht gestattet werden dürfe und man verweist auf die vorhandene Trademark Policy. Also wenn ich die jetzt lese, dann steht dort eindeutig, man teilt jederzeit den Markennamen mit der Community. Ich weiss nicht, warum das ubuntublog deshalb Angst hat, in naher Zukunft Post von Chanonical mit der Aufforderung zur Einstellung seines Blog zu bekommen. Es sei denn: there is a commercial intent behind the use Ansonsten steht dort eindeutig: “We share access to the Trademarks with the entire community for the purposes of discussion, development and advocacy.” Was wohl der Grund für die Forderung der Einstellung des Dienstes gewesen sein dürfte ist dies: “what you are referring to is in fact Ubuntu. If someone is confused into thinking that what isn’t Ubuntu is in fact Ubuntu, you are probably doing something wrong”. Da steht noch ne Menge mehr, zum Beispiel, dass man die Markenzeichen von Ubuntu ruhig verwenden darf, wenn man eindeutig klarmacht, dass man nicht für sondern über Ubuntu schreibt. Also ein ubuntublog zu betreiben stellt keine Gefahr dar: “Anyone is free to write articles, create websites, blog about, or talk about Ubuntu …. that they are simply referring to Ubuntu and in no way speaking for Canonical, or the Ubuntu project.”. Für mich liest sich das alles ganz vernünftig, ich weiss nicht, warum da Chanonical in einem schlechten Licht da stehen soll. Ich weiss nicht, was ihr habt! Erklärt mir mal, inwiefern die Ubuntucommunity etwas davon hat, einen Maildienst namens ubuntumail nutzen zu können? Wenn es Bedarf für einen solchen Dienst gäbe, dann würde sich der “Community Council” schon darum kümmern, meint ihr nicht? Bookmark bei [...]
Pingback von Schweizer Ubuntu-Plattform » blog.yoda.ch
Erstellt am Freitag, 19. Oktober 2007 um 22:37 Uhr
[...] Wie lange allerdings der Blog unter dieser Domain bestehen bleiben kann, dürfte fraglich sein. Denn laut Micha Schmidt verbietet canonical die Verwendung des Labels Ubuntu in einer Domain. Allerdings frage ich mich, wie canonical in Sachen ubuntu.de vorgehen will. Wie dem auch sei; ab jetzt bin ich ein Leser von Ubuntu-Schweiz. [...]





