Tag: 30. Mai 2010

Lawfely Lena!

Unser Star für Oslo, Lena, hat den #ESC gewonnen. Als Lena-Fan der ersten Stunde und regelmäßiger ESC-Schauer freut mich das natürlich ganz besonders, zumal ein Platz unter den ersten 10 ja schon Balsam für die geschundene ESC-Seele gewesen wäre.

Ich habe gestern meine Twitter-Timeline verfolgt, wo die Tweets mit den Hashtags #esc und #esc2010 die Vorherrschung hatten. Besonders interessant waren dabei die kurzen Anmerkungen von @popkulturjunkie Jens Schröder, die er auch in seinem Blog zusammengefaßt hat. Aber nicht nur in Deutschland wurde live gebloggt, auch der Guardian im Vereinigten Königreich kommentierte das Geschehen in Oslo. Das Urteil von Stuart Heritage über Lena fiel so aus:

9.37pm: Germany now – my one remaining favourite song left in the competition.

Lena, her name is, and you’ll be hard pushed to find anybody more endearing on the face of the planet right now. Look at her, bobbing around and mispronouncing words like a pocket-sized Bjork. She’s adorable. This probably isn’t the place to admit it, but I think I might love Lena a little bit.

Or, to put it in a way she’ll understand, I ‚lawfe‘ her.

Was Engländer von Lenas Akzent halten, zeigte schon Mark Espiner, ebenfalls vom Guardian, bei Spiegel Online. Tatsächlich gab es nur 4 Punkte aus UK, aber das konnte ihren Siegeszug nicht aufhalten.

Die Briten haben mit ihrer Stock/Waterman-Produktion insgesamt nur 10 Punkte errungen und belegten den letzten Platz. Vicky Frost, die beim Guardian das letzte Drittel des ESC live im Blog kommentierte, zog folgendes Fazit:

11.15pm:
Right that’s it my lovelies: our Eurovision marathon is over for this evening, and the charming Bjorky 19-year-old Lena is about to sing again after winning the competition. The UK came last – which, lets be honest, is better than coming fourth from last or similar. There is at least something definite about being the very very worst. I’m taking a little pride in it.

Das ist natürlich bitter für ein Volk, dass die Beatles, Rick Astley, Paul Potts und Susan Boyle hervorgebracht hat. Vielleciht kann ja Ralph Siegel den Kollegen von der Insel wieder auf die Beine helfen? ūüėÄ

Ach so, da man für „sein Land“ nicht stimmen darf, habe ich eine SMS für die Ukraine verschickt.

Piratenkram: Rewe, Tauss, Zensicki

Leider komme ich in letzter Zeit weniger zum Bloggen, so dass ich „nur noch“ meine Freitags-Rubriken pflege und der Eindruck eines „Free-Music-Blogs“ entstehen könnte. Mein Blog ist aber thematisch so festgelegt wie mein ganzes Leben, also eher nicht. ūüėČ

Da ich unter anderem auch Pirat bin, kommt nun ein Beitrag über aktuellen Piratenkram:

piratenpartei-sh

Rewe: Anfang des Monats meldete der NDR, dass Verbraucher, die bei der Supermarktkette famila mit EC-Karte zahlen wollen, mit ihrer Unterschrift auch der Weitergabe ihrer Kontodaten an Dritte gestatten müssen. Das Unternehmen reagierte promt und stellte das Zahlungsverfahren auf Eingabe der PIN um. Andere in diesem Zusammenhang genannte Firmen wie Rewe und Penny änderten zunächst nichts an ihrem Vorgehen, weshalb der NDR das Thema diese Woche nochmal hoch holte. Wieder mit Erfolg, denn auch die Rewe-Gruppe stellt nun das umstrittene Verfahren ein und läßt die Kunden nun ihre PIN eingeben.

Tauss: Am Freitag wurde vor dem Landgericht in Karlsruhe gegen Jörg Tauss, der 2009 von der SPD zur Piratenpartei wechselte, das Urteil wegen Besitz von Kinderpornografie, gefällt, es lautet, wie von der Staatsanwaltschaft gefordert, 15 Monate auf Bewährung. Jörg Tauss hat Revision angekündigt und seinen Austritt aus der Piratenpartei erklärt, um die Piraten zu stärken, wie er in seinem Blog schreibt, das sei das Gegenteil seines Austritts aus der SPD.

Bei jedem Infostand war Tauss ein Thema, auch wenn die Gesprächspartner zum Teil mit Halbwissen glänzten. Das Thema ist ja nun vorbei, das Halbwissen wird bleiben.

Zensicki: Nach Zensursula von der Leyen und Censilia Malmström kommt nun Wolfgang Zensicki, FDP-Brachialrhetoriker und -Fraktionsführer im Kieler Landtag. Im Kampf gegen Online-Glücksspiel, es geht also nicht mehr um den Schutz mißbrauchter Kinder sondern um rein wirtschaftliche Interessen, will Zensicki auf Netzsperren zurückgreifen. Am 09.06.2010 soll dazu ein Gesetzentwurf in Berlin vorgestellt werden. Oliver Fink, FDP-Fraktionsvorsitzender in der Eckernförder Ratsversammlung, hat einen offenen Brief an Zensicki geschickt, in dem er um nähere Informationen bittet, doch die Antwort fiel nur knapp ausreichend aus. Warten wir eben ab, was am 09.06. präsentiert wird…