Daß aus Schweden eine Menge guter Musiker kommen, brauche ich wohl nicht erwähnen, habe ich nämlich auch bestimmt schon mal. Einer dieser interessanten Künstler ist Andreas Österberg aus Göteborg, der sich den Künstlernamen Cyrus Gothenburg gegeben hat. Ich habe schon lange einen Entwurf bei mir im Blog, da ich die bisher erschienenen Alben vorstellen möchte. Die Alben sind zwar kostenlos erhältlich, aber nicht explizit unter Creative Commons veröffentlicht worden, daher konnte der Artikel leider nicht am Free-Music-Friday erscheinen.
Nun hat Herr Österberg allerdings ein neues Album auf den Markt gebracht, das bei 23 Seconds unter Creative Commons by-nc-nd erschienen ist. Das Projekt trägt den Titel Det Mekaniska Undret (”Das mechanische Wunder”) und “Olika sidor av staden” (”Verschiedene Seiten der Stadt”) kann man mit Recht als Konzept-Album bezeichnen. Es stellt den Soundtrack für eine Fahrt mit der S-Bahn-Linie 11 durch Göteborg da, die einmal quer durch die Stadt führt. Zwischen Electronika, Electro-Pop und Dream-Pop ist die Musik immer dem jeweiligen Streckenabschnitt gewidmet. Und damit niemand nach Göteborg reisen muß – was zweifelsohne reizvoll wäre – gibt es ein entsprechendes Video zu jedem Song, das auf der S-Bahn-Fahrt aufgenommen wurde. So dauert die audio-visuelle Reise 42 Minuten und vielleicht ergibt es sich ja doch mal, die “Tram 11″ in Bergsjön zu besteigen, mit “Olika sidor av staden” im Ohr.
Als Gastmusiker haben unter anderen Verklighetens Folk mitgewirkt, die ich auch schon vorgestellt habe.
“Let’s talk about Sex, Baby. Let’s talk about you and me…” In der 4. Ausgabe des Blogprojektes “52 Songs” geht es zur Sache, Schätzchen. “Sex sells” und bringt Klicks, das ist kein Blogger-Geheimnis. Aber mit welchem Song sollen die sexuellen Handlungen untermalt werden? Mit dem eingangs zitierten “Let’s talk about Sex” von Salt N Pepa? Oder mit Ravels “Bolero” wie einst in dem Film “Zehn – Die Traumfrau” mit Bo Derek, die nur bei dieser Musik auf Touren kam? Oder mit “I want your Sex” von George Michael?
Hinter Meanwhileproject.ltd steckt der Kölner Musiker Marcus Adam, der zunächst ein Ein-Mann-Projekt im Sinn hatte, und sein Solo-Album mit Gitarre, Keyboard und Computer aufgenommen hatte, um das Ergebnis gleich wieder zu verwerfen und mit einer “richtigen” Band, bestehend aus Bassist, Trompeter, Schlagzeuger und 2 Sänger/-innen noch einmal aufzunehmen. “Today Is Sunday“, so der Name des Albums, wurde 2008 beim niederländischen Netlabel WM Recordings veröffentlicht. Musikalisch bewegt es sich zwischen Indie-Folk, Ambient und Elektronica, Langeweile kommt bei der Vielfalt nicht auf.
Noch in diesem Jahr wird das zweite Album von Meanwhileproject.ltd erscheinen, bei dem sich Marcus Adam Unterstützung vom Produzenten Hannes Jaeckl (Ampersand) und Musikern der Bands Lunatic Skydance (bei der er Gitarre spielt), Schmackes und Pinscher, Mouth und The Lo-Fi Fair. Anders als andere Künstler bringt Meanwhileproject.ltd die Album-Outtakes schon vor dem Album “The Judas Hole” heraus, im Mai als “The Joey Burns EP” und gerade letzte Woche als “The Sober EP“. Während “The Joey Burns EP” wie der Soundtrack zu einem Italo-Western klingt, geht es auf “The Sober EP” sentimentaler, fast dreampopig, zu. Auf jeder EP ist auch ein Song, der auf dem kommenden Album vertreten sein wird, zu finden. Ich bin schon sehr gespannt auf “The Judas Hole“.
Und dann war da ja auch noch die 3. Woche des Blogprojekts “52 Songs“, diesmal zum Thema: Partyeinstimmung,
Ich bin, genau wie unser Blog-Projekt-Gastgeber Konna, nicht der große Partygänger und wenn, dann stimme ich mich auch nicht groß darauf ein. Aber ich habe mal gehört, dass dieser Song recht gut dazu geeignet wäre, so vonwegen “Oh, your hair is beautiful…“.
Mit dem Namen der heutigen Free-Music-Empfehlung ging es mir zunächst wie Falk, der schon am 29.01.2011 über Frontregen schrieb:
Was für ein Bandname – als die Email der Band in die Inbox trudelte lief sofort der Assoziationsblaster im Kopf auf Hochtouren. Harsh Electro? Hellectro? Cybershitelectro? Oder doch eher Folk, respektive Neofolk mit leichtem Hang zu grenzwertigen Texten?
Musikalisch wandern die 5 Österreicher jedoch eher auf den Spuren von Björk, Muse oder Radiohead und vertreten damit eine Stilrichtung, die mir eher zusagt als die Assoziationen. Zum letzten Weihnachtsfest veröffentlichten Katrin (Gesang, Keyboards), Benjamin (Gesang, Gitarre), Moritz (Gitarre), Johanna (Bass) und Siegi (Drums) ihr erstes selbstbetiteltes Album mit 8 Songs unter einer CC-Lizenz.
Der Song “Master Plan” ist in den Free-Music-Charts auf Darkerradio und den Radio Utopie Charts vertreten und der Gesang erinnert mich angenehm an Lykke Li. Das Album präsentiert sich sehr vielschichtig und abwechselungsreich, weshalb es mich sicher noch lange begleiten wird. Und den einen oder anderen von ja vielleicht auch.
Die zweite Runde im Blogprojekt “52 Songs” hat begonnen und das Thema lautet diesmal “Regen“.
Bei Google+ habe ich den Beitrag vom Exilkieler gelesen noch bevor ich bei Konna auf der Projektseite war und da kam mir sofort das Lied “(Here comes the) Rain” von The Cult in den Kopf. Im Text wird der Regen herbeigesehnt, was auch ganz passend ist, da ich Regen sehr schön finde – sofern ich ein schützendes Dach über dem Kopf habe, versteht sich.