Monat: August 2012

Free-Music-Friday: Marco Trovatello

Der Kölner Musiker Marco Trovatello ist schon eine interessante Person, wenn er keine Musik macht. Im Hauptberuf ist er nämlich „Leiter der Abteilung Crossmedia in der Hauptabteilung Kommunikation des DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt)“ und hat in dieser Funktion beispielsweise bei der diesjährigen re:publica das Panel „Twittern aus dem All für die digitale Öffentlichkeitsarbeit“ gehalten. Aber hier soll es ja um Musik gehen und auch auf dem Gebiet kann Marco Trovatello auf reichlich Erfahrung zurückgreifen. Nachdem er in den Neunzigern Bassist in verschiedenen Indie-Rock-Bands war, genießt er heute die Freiheiten, die es mit sich bringt, wenn man ganz allein entscheidet, wo die musikalische Reise lang geht.

Die erste Station ist das Album „I Had To Let God Be In Control Of ALL Things„, das am 16.05.2012 beim Netlabel Der kleine grüne Würfel erschienen ist (unter CC by-nc) und 8 Post-Rock/Indietronic-Stücke im Gepäck hat. Zwar instrumental, aber sehr vielschichtig instrumentiert, im Focus steht der Bass, genauer ein Fender Jaguar Bass VI Custom, eine Art Zwischenschritt von Gitarre zu Bass, begleitet von akustischen und elektrischen Gitarren, analogen und digitalen Synthesizern, Schlagzeug und noch weiteren Klangerzeugern.

Ãœbrigens bildet Marco TrovalosRiftzone“ den Abschluß auf dem „Free! Music! Sampler – Freedom & Free Beer„.

Marco Trovatello im Netz: ccMixter | Facebook | Google+ | Last.fm | Myspace | Soundcloud | Twitter

The Womb – Kitty Jay’s Grave

Zufälle gibt’s: Vor einigen Tagen stieß ich bei Facebook auf ein Bild von Kitty Jay’s Grab, das von Sven Scholz gepostet wurde. Dieses Grab ist vermutlich die letzte Ruhestätte einer Selbstmörderin, die sich Ende des 18. Jahrhunderts das Leben nahm. Jeden Tag werden von Unbekannten frische Blumen auf das Grab gelegt.

Passend dazu singen The Womb (Free-Music-Friday vom 20.04.2012) auf ihrer gerade erschienenen Single „Kitty Jay’s Grave„: „I put flowers every day on Kitty Jay’s grave“.

Das Lied erinnert mich ein bißchen an einige Sachen von Love & Rockets.

„Kitty Jay’s Grave“ von The Womb (Alan Driscoll und Penny Walker-Keefe) steht unter einer Creative Commons „Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen Lizenz“.

Free! Music! Sampler – Freedom & Free Beer

Heute wurde in Frankfurt/Main vor dem Amtsgericht das Urteil in Sachen GEMA gegen Musikpiraten verkündet. Wenig überraschend behielt der Rechteverwerter die Oberhand in der ersten Instanz und die Musikpiraten werden in Berufung gehen.

Und diesen Tag haben die Musikpiraten ganz bewußt für die Bekanntgabe der Gewinner des Free! Music! Contests 2012 gewählt, der in diesem Jahr unter dem Motto „Freedom & Free Beer“ steht. 36 Titel liegen zum kostenlosen (oder gegen einen selbstgewählten Betrag) Download bereit. Eine Doppel-CD im Digipak wird es auch wieder geben, eine Auflage von 1000 Stück wird ab Oktober verfügbar sein, zum Preis von 2,50 €/Stück.

Und ein Song von texasradiofish, dem amerikanischen Musikprojekt, das Auslöser für den Rechtsstreit war, ist auch wieder dabei.

Disclosure: Ich bin Mitglied des Musikpiraten e. V. und gehörte der Jury des Free! Music! Contest an.

(Artikelbild: Bestimmte Rechte vorbehalten von AGoK)